Bauen

Das Projekt Umnutzung und Sanierung Hufeisen, Mozartareal, Würzburg, wurde zusätzlich mit dem Staatspreis 2025 ausgezeichnet. (Foto: Hagen Fotografie)

07.09.2026

Erhaltenswerte Bausubstanz

Ausstellung zu den prämierten Projekten "Preis Bauen im Bestand"

Bauen im Bestand ist wichtiger denn je. In Zeiten wachsender ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Energiekrise ist es unerlässlich, den ständigen Kreislauf von Abriss und Neubau endlich zu durchbrechen und stattdessen eine neue Kultur des Umbaus zu etablieren. Unsere bestehende Architektur und Infrastruktur bergen enorme ökologische und ökonomische, aber auch kulturelle und identitätsstiftende Potenziale. Das bauliche Erbe, für das die heutige Generation Verantwortung trägt, ist enorm und damit Wert und Herausforderung zugleich. Wir sollten ihm mit dem gebührenden Respekt begegnen.

Deshalb hat die Bayerische Architektenkammer unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur bereits zum dritten Mal den „Preis Bauen im Bestand“ ausgelobt. Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zur Baukultur leisten, indem sie Denkmäler oder besonders erhaltenswerte Bausubstanz unter Berücksichtigung ihrer Geschichte mit architektonischen Mitteln in die Zukunft führen.

2025 wurden 194 Projekte eingereicht – das ist ein starkes Zeichen für die Relevanz des Wettbewerbs und das kreative Potenzial, das im Weiterbauen steckt.

Vom 29. September bis 15. Oktober 2026 werden nun in einer Ausstellung die prämierten Projekte in sorgfältig gestalteten Bild- und Textstrecken präsentiert. Die Ausstellung zeigt beispielhaft, wie bereits erwähnt, wie bestehende Bausubstanz mit hoher architektonischer Qualität und verantwortungsvoller Ressourcennutzung weiterentwickelt werden kann. Auch die Projekte der engeren Wahl zeigen eindrucksvoll die große Bandbreite und Qualität des Bauens im Bestand in Bayern.

Zur Ausstellungseröffnung am 28.September sprechen die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Lydia Haack, sowie der Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Mathias Pfeil. Anschließend geben die Architektinnen und Architekten der ausgezeichneten Projekte in sechs Werkvorträgen Einblicke in ihre Arbeit und diskutieren aktuelle Fragen des nachhaltigen Bauens, des Klimaschutzes und der Baukultur.

Die prämierten Projekte sind:

Kategorie 1, Ursprungsgebäude vor 1900 – Preis
Diözesanmuseum, Freising
Brückner & Brückner Architekten GmbH
Referent: Peter Brückner, Architekt

Kategorie 1 – Anerkennung
Schloss Geltolfing, Generalinstandsetzung, Aiterhofen
stephankoch architekten partG mbB in ARGE mit as plus schmöller architekten PartGmbB
Referent: Stephan Koch, Architekt

Kategorie 2, 1900 - 1945 – Preis
Gasteig HP8 Isarphilharmonie, München
gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Referent: Stephan Schütz, Architekt

Kategorie 2 – Anerkennung
Internationales Gästehaus, Regensburg
Neumann und Heinsdorff Architekten PartmbB
Referenten: Thomas Neumann und Marko Heinsdorff, Architekten

Kategorie 3, 1945 - 1990 – Preis
Umnutzung und Sanierung Mozart-Areal: Hufeisen, Würzburg
Grellmann Kriebel Teichmann & Partner Architekten
Referent: Rainer Kriebel, Architekt

Das Projekt Umnutzung und Sanierung Hufeisen, Mozartareal, Würzburg, wurde zusätzlich mit dem Staatspreis 2025 ausgezeichnet.

Kategorie 3 – Anerkennung
Sophie-Scholl-Haus, München
bogevischs buero architektur & stadtplanung gmbh
Referent: Martin Wißmann, Architekt

Die Veranstaltung am 28. September ist kostenfrei. Besucher werden jedoch aufgrund begrenzter Platzkapazitäten um eine verbindliche Anmeldung gebeten. Im Anschluss an die Vorträge lädt die Bayerische Architektenkammer zum Austausch mit den beteiligten Architekten über nachhaltiges Weiterbauen, Ressourcenschonung, Denkmalpflege und Baukultur ein.

Die Ausstellung ist im Haus der Architektur, Waisenhausstraße 4, München, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Mo-Do: 9.00 bis 17.00 Uhr sowie Fr: 9.00 bis 15.00 Uhr. (FHH)

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