Bauen

Mit einem Marktanteil von 34 Prozent aller fertiggestellten Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten sicherte sich der Baustoff Kalksandstein für das Berichtsjahr 2024 die Marktführerschaft - zum zwölften Mal in Folge. Auch für Wohngebäude nach dem Regelstandard Erleichtertes Bauen SH eignet sich der Baustoff optimal als Wandbildner. (Foto: Unika GmbH)

07.04.2026

Verlässliche Rahmenbedingungen nötig

Wohnungsbau-Tag 2026 hat wichtige Impulse für einen dringend notwendigen Neustart gesetzt

Der Wohnungsbau-Tag 2026 in Berlin Ende März sandte ein wichtiges Signal für den dringend notwendigen Neustart im Wohnungsbau. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bau- und Wohnungswirtschaft diskutierten konkrete Maßnahmen für mehr Tempo, geringere Kosten und verlässliche Rahmenbedingungen. Für den Bundesverband Kalksandsteinindustrie nahmen der Vorstandsvorsitzende Jan Dietrich Radmacher sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Frederic Dörlitz teil.

Mit Blick auf die aktuellen politischen Rahmenbedingungen unterstrich Jan Dietrich Radmacher die Bedeutung verlässlicher Förderinstrumente und klarer gesetzlicher Perspektiven: „Die Signale aus der Politik stimmen grundsätzlich. Die heute geäußerte Bereitschaft der Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn und Matthias Miersch, das EH55-Programm über den 30. Juni hinaus zu verlängern, gibt Projektentwicklern und Baustoffindustrie mehr Planungssicherheit. Alle Marktpartner brauchen dringend die Projektstarts aus dem Bauüberhang, um die immer noch mehr als herausfordernde Situation zu meistern. Ebenso begrüßen wir die Ankündigung von Bundesbauministerin Verena Hubertz, die Novelle des Baugesetzbuchs noch in diesem Jahr abzuschließen und die KfW-Förderlandschaft bis 2027 deutlich zu vereinfachen. Das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel – jeweils ein wirksames Förderprogramm für Neubau und Sanierung – ist richtig und muss jetzt konsequent umgesetzt werden.“

Günstiger bauen ohne Qualitätsverluste

Ein zentrales Signal des Wohnungsbau-Tages kam aus Schleswig-Holstein: Mit dem dort etablierten Regelstandard Erleichtertes Bauen SH ist es erstmals seit rund 60 Jahren gelungen, Baukosten wieder spürbar zu senken – ohne Abstriche bei der Qualität. Aktuell liegen die Baukosten nach diesem Standard bereits 14,5 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, wie Landesbauministerin Magdalena Finke und Prof. Dietmar Walberg, Arge Kiel, vorstellten.

Frederic Dörlitz begrüßte diesen Ansatz ausdrücklich: „Der Regelstandard Erleichtertes Bauen in Schleswig-Holstein zeigt eindrucksvoll, dass wirtschaftlicheres Bauen und hohe Wohnqualität kein Widerspruch sind. Dass Baukosten erstmals seit Jahrzehnten strukturell gesenkt werden konnten, ist ein echter Durchbruch, der Vorbildwirkung haben sollte. Der Baustoff Kalksandstein leistet dazu einen wichtigen Beitrag, weil er aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften – insbesondere beim Schall-, Brand- und Wärmeschutz – optimal für effiziente und zugleich hochwertige Wohngebäude geeignet ist.“

Die Bauwende braucht pragmatische Lösungen

Der Wohnungsbau-Tag 2026 machte deutlich: Die Herausforderungen im Wohnungsbau sind nur gemeinsam und mit einem Bündel an Maßnahmen zu bewältigen – von vereinfachten Standards über schnellere Genehmigungsverfahren bis hin zu einer verlässlichen Förderpolitik.

Die Kalksandsteinindustrie unterstützt die gemeinsamen Forderungen der Branche nach einem konsequenten Abbau von Kostenhemmnissen und bürokratischen Hürden. Effiziente Baustoffe und praxistaugliche Standards sind dabei zentrale Bausteine für mehr bezahlbaren Wohnraum in Deutschland. (BSZ)

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