Bauen

Die Halle verbindet moderne Veranstaltungstechnik mit sportlicher Funktionalität. (Foto: Foto-AG der Realschule Neufahrn)

26.11.2019

Ein ästhetisch ansprechender Bau

Doppelturnhalle mit Mehrzweckcharakter an der Realschule Neufahrn (Niederbayern) fertiggestellt

Eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich konnte ein Neufahrner Schmuckstück seiner Bestimmung übergeben werden: Die neue Realschul-Turnhalle mit fester Bühne wurde vor Kurzem mit einem Festakt eingeweiht. Schulleiter Hermann Schneider sprach in seiner Begrüßung von einem „Geschenk“, das Schule und Gemeinde vom Landkreis erhalten haben – „ein Geschenk für unsere Kinder, und deshalb auch für unsere Zukunft.“

Mit dem Neubau der Doppelturnhalle erfüllte der Landkreis Landshut als Sachaufwandsträger für die Staatliche Realschule einen lange gehegten Wunsch der Schulleitung und des Kollegiums: Der Schulsport kann nun in einer hochmodernen Halle stattfinden, die alte Turnhalle mit Schwimmbecken hat ausgedient. Davon profitieren auch die örtlichen Sportvereine – und ebenso wurde auch dem Anliegen der Gemeinde, adäquate Räumlichkeiten für verschiedene Veranstaltungen zu schaffen, Rechnung getragen.

Denn fest integriert sind auch eine Bühne und dazugehörige Nebenräume, die die Turnhalle für Veranstaltungen aller Art geeignet machen. Dafür beteiligt sich die Gemeinde Neufahrn mit über einer Million Euro an den Baukosten der neuen Halle und wird auch künftig bei den Nebenkosten ihren Beitrag leisten. Bis zu 800 Personen können dann die Veranstaltungen in der neuen Turnhalle besuchen. Neben einer Garderobe ist im barrierefrei zugänglichen Foyer auch eine Ausgabeküche eingebaut. Die Gesamtkosten liegen bei rund 8,6 Millionen Euro.

Gebaut nach dem KfW-55-Standard

Bürgermeister Peter Forstner dankte in diesem Zusammenhang dem Landkreis als Sachaufwandsträger, aber auch seinem Gemeinderat für die große Unterstützung für dieses Projekt: „Wie sinnvoll die neue Einrichtung ist, zeigt sich allein schon an der langen Liste der Bewerber, die sie nutzen möchten. Und wenn die neue Halle dazu beiträgt, mehr Talente zu fördern und mehr Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen, dann hat sich die Investition mehr als ausgezahlt.“ Neben der finanziellen Beteiligung an den Baukosten hat die Gemeinde das Grundstück für den Hallenneubau zur Verfügung gestellt.

Mit der neuen Doppel-Turnhalle hat der Landkreis kräftig in den Schulstandort Neufahrn investiert – für Landrat Peter Dreier war dies keine Frage: „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern als auch dem Lehrerkollegium gute Voraussetzungen zum Lernen und Lehren bieten. Deshalb ist die Entscheidung, dass ein Neubau die beste Lösung ist, schnell gereift.“

Die Gemeinde hatte an den Landkreis den Gedanken herangetragen, die Halle gleich mit einem Veranstaltungscharakter zu versehen. Großes Lob richtete der Landrat auch an die Mitarbeiter des kreiseigenen Hochbaus im Landratsamt und des beauftragten Architekturbüros Winkler aus Wörth a. d. Donau für die hervorragende Planung und Ausführung.

Dabei bedankte sich der Landrat auch bei der Schule und den Anwohnern für die Geduld und das Verständnis während der laufenden Baumaßnahmen: „Aber wenn ich die Halle nun so ansehe, haben sich alle Mühen gelohnt.“ Seinen Dank sprach Dreier auch der Regierung von Niederbayern aus, da sie für den Bau an der Niederfeldstraße knapp 1,9 Millionen Euro Fördermittel des Freistaats in Aussicht gestellt hatte.
Die neue Halle umfasst gut 1500 Quadratmeter und ist nach dem KfW-55-Standard erbaut, hochwertig gedämmt und wird damit mit hoher Energieeffizienz betrieben – eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach ist ein wichtiger Bestandteil dieses nachhaltigen Konzepts.

Das Schulgebäude selbst ist auf direktem Weg mittels eines Stiefelgangs im Tribünenbereich, der Haupterschließungsachse, mit der Zweifachhalle verbunden. So können die Schüler trockenen Fußes zum Sportunterricht und wieder zurückgelangen.

Die funktionelle Ausrichtung stand im Mittelpunkt der Planungen des beauftragten Architektur büros, wie der stellvertretende Projektleiter und Bauleiter Peter Bielmeier erklärte. Die Halle verbindet moderne Veranstaltungstechnik mit sportlicher Funktionalität und großzügigem Nutzungskonzept. So lag der Fokus auch darauf, das Tageslicht optimal auszunutzen und so den Kunstlichtbedarf möglichst gering zu halten.
Ein schlüssiges Farbkonzept rundet den ästhetisch ansprechenden Bau ab. So findet sich die tiefblaue Fassadenfarbe auch im Innenraum der Halle wieder, sei es auf dem Boden oder auch in den Vorhängen der Bühne. Diese Farbgebung ergänzt sich perfekt mit den holzverkleideten Prallschutzelementen und der hochwertigen Akustikdecke.

Während der rund 18-monatigen Bauphase waren rund 30 Bau- und Planungsfirmen an der Niederfeldstraße zu Gange, sodass Anfang November die Halle in Betrieb genommen werden konnte. (BSZ)

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