Bauen

Mit der Erweiterung setzt das global agierende Unternehmen in Familienbesitz ein starkes Zeichen für die Zukunft. (Foto: Multivac)

14.01.2026

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Neues Produktionswerk der Multivac Group im Allgäu

Rund 100 Millionen Euro investiert die Multivac Group, führender Anbieter von Verpackungs- und Verarbeitungslösungen, in den Bau einer zweiten, hochmodernen Produktionsstätte am Allgäuer Stammsitz in Wolfertschwenden. Ende 2025 wurde das Werk für die Teilefertigung und Ersatzteillogistik fertiggestellt und bereits sukzessive in Betrieb genommen.

Mit der Expansion setzt das global agierende Unternehmen in Familienbesitz ein starkes Zeichen für die Zukunft.

Die Multivac Group, die 1961 im Unterallgäu gegründet wurde, hat sich als weltweit führender Technologieanbieter etabliert und beschäftigt heute rund 7400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in mehr als 80 Tochtergesellschaften weltweit. Um dem kontinuierlichen Wachstum gerecht zu werden, erweitert das Unternehmen seinen Hauptsitz in Wolfertschwenden um ein zweites, hochmodernes Produktionswerk.

„Diese Investition ist ein strategischer Schritt und zugleich ein Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Allgäu“, erklärt Christian Lau, Geschäftsführender Direktor (COO) der Multivac Group. „Unser Unternehmen ist seit jeher fest in der Region verwurzelt und wir sehen auch langfristig Potenzial im Allgäu.“

Das neue Werk bietet auf 35 000 Quadratmetern modernste Automatisierungs- und Fertigungstechnologien und umfasst ein Fertigungswerk sowie ein Ersatzteillager, Büroflächen, Sozialräume und eine Kantine. Rund 60 Millionen Euro flossen in das Gebäude, weitere 40 Millionen Euro in Technik und Prozesse.

Um seiner Nachhaltigkeitsstrategie gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auch am neuen Produktionsstandort auf Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Grundwasser zur Gebäudekühlung, Heizsysteme mit Geothermie, Bio-Fernwärme sowie eine firmeneigene Photovoltaikanlage ermöglichen eine völlig klimaneutrale Energieversorgung des Werkes.

Treiber für die Expansion sind veränderte Kundenbedürfnisse: Die Nachfrage verschiebt sich von Einzelmaschinen hin zu umfassenden, maßgeschneiderten Linienlösungen.

Diese Komplettlösungen, die oft das Schneiden, Verpacken, Inspizieren, Kennzeichnen und Handling umfassen, erfordern mit ihren häufig über 20 Meter langen Linien viel Montagefläche.

Trotz 90 000 Quadratmeter Nutzfläche stößt das bestehende Werk in Wolfertschwenden somit an seine Grenzen. Daher wird die Fertigung von Maschinenbauteilen in den Neubau verlagert, wodurch im Stammwerk Platz für das wachsende Slicer- und Liniengeschäft frei wird. 

Im neuen Gebäude entsteht außerdem ein Logistikzentrum für Ersatzteile, das die globalen Lieferzeiten optimieren wird. „Es ist die nächste Stufe unserer Supply Chain und ein strategischer Knotenpunkt für die gesamte Unternehmensgruppe. 50 000 bis 60 000 Ersatzteile für Maschinen der gesamten Unternehmensgruppe, also Multivac, TVI und perspektivisch Fritsch, werden dort eingelagert. Bestellt über einen Webshop, können diese Ersatzteile künftig noch am gleichen Tag ausgeliefert werden“, so Lau.

Gleichzeitig spielt Automatisierung eine zentrale Rolle im neuen Werk: Vollautomatisierte Prozessketten sind in der Einlagerung, in Teilen des Fertigungsprozesses sowie beim Warenausgang geplant. Dort sollen modernste Technologien wie fahrerlose Transportsysteme und Industrieroboter die CNC-Bearbeitungsmaschinen bedienen und nicht nur die Effizienz und Präzision der Produktion erhöhen, sondern auch auf den zunehmenden Arbeitskräftemangel vorbereiten.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der in den kommenden Jahren den Fachkräftemangel verschärfen wird, ist Automatisierung nicht länger nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit“, erläutert Lau. „So wie unsere Kunden müssen auch wir uns auf die Folgen dieser Entwicklung vorbereiten.“ 

Mit ihrer neuen Produktionsstätte setzt die Multivac Group also in mehrerlei Hinsicht ein starkes Zeichen für die Zukunft: „Der Bau unseres neuen Werkes ist deutlich mehr als eine bloße räumliche Expansion. Er unterstreicht unser Engagement für Innovation, Nachhaltigkeit und eine starke Allgäuer Wirtschaft“, bekräftigt Lau. „Trotz der aktuellen Herausforderungen, die der Industriestandort Deutschland mit sich bringt, halten wir weiterhin entschlossen an unserem Vertrauen in die Region fest. Wir haben hier unsere Wurzeln und profitieren auch von einem exzellenten Ausbildungsstandard und qualifiziertem Personal. Unsere Verknüpfung von globaler Reichweite und lokaler Verankerung sehen wir nicht als Gegensatz, sondern als Stärke. Dieser Neubau ist eine Investition in nachhaltig erfolgreiche Beziehungen zu unseren Kunden und ein Ausdruck des Vertrauens in die langfristigen Perspektiven hier im Allgäu.“ (Tanja Böck)
 

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