Bauen

Knapp vier Millionen Euro wurden in die neue Sicherheitskontrolle am Flughafen Nürnberg investiert. (Foto: Jan Beinßen)

19.01.2016

Entspannter abfliegen

Neue Sicherheitskontrolle am Nürnberger Albrecht Dürer Airport in Betrieb

Zentral gelegen zwischen den Abflughallen 1 und 2 wurde vor Kurzem die neue Sicherheitskontrolle am Albrecht Dürer Airport Nürnberg eröffnet. Zur offiziellen Inbe- triebnahme präsentierten der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Finanzminister Markus Söder, Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas und Flughafengeschäftsführer Michael Hupe den Neubau der Öffentlichkeit.

Gut ein Jahr nach dem Richtfest wurde die neue Sicherheitskontrolle am 14. Dezember 2015 eröffnet und in Betrieb genommen. Die ebenerdige Passagierkontrolle entspricht den neuesten Sicherheitsstandards und bietet auch in Spitzenzeiten ausreichend Kapazität. Für den Bau der zehn hochmodernen Kontrollspuren wurden etwa 1000 Quadratmeter zusätzliche Fläche in Form einer Terminalerweiterung geschaffen. Allein der Anstellbereich, in dem Passagiere auf die Kontrolle durch das Sicherheitspersonal warten, ist etwa 500 Quadratmeter groß. Insgesamt umfasst die neue Sicherheitskontrolle eine Fläche von etwa 1800 Quadratmetern, was der Größe eines Eishockeyfelds entspricht.

In der neuen Kontrollstelle kommt modernste Technik zum Einsatz: So sind neben vier Torsonden auch ein Körperscanner, dessen Benutzung nach wie vor freiwillig ist, in Betrieb. An der Bordkartenkontrolle wurden drei neue automatische Zugänge mit Bordkartenscannern errichtet. An diesen Zugängen können Passagiere selbst ihre Flugtickets oder auch QR-Codes vom Smartphone scannen und bekommen Zugang zur Passagierkontrolle. Außerdem gibt es vor der Bordkartenkontrolle eine Fast Lane, bei der sich Vielflieger Zeit sparen können.

„Gerade im Luftverkehr ist die Sicherheit und die fortlaufende Verbesserung der Passagier- und Gepäckkontrollen ein immens wichtiger Punkt“, so Verkehrsminister Joachim Herrmann. „Deshalb freut es mich sehr, dass der Airport mit der neuen Kontrollstelle noch sicherer, modernerer und gleichzeitig passagierfreundlicher geworden ist.“
Nötig geworden war der Neubau der Sicherheitskontrolle, weil die Geräte für die Passagierkontrolle für den ursprünglichen Standort im Obergeschoss der Abflughalle 2 zu schwer geworden waren und damit die Statik gefährdet haben. Deshalb zog die Kontrollstelle interimsweise in den Westen der Ankunftshalle, mit dem Nachteil der langen Wege für Passagiere. „Mit Fertigstellung der neuen Sicherheitskontrolle nimmt das neue, moderne Erscheinungsbild des Flughafens immer mehr Form an. Künftig gehen Passagiere am Albrecht Dürer Airport Nürnberg den kürzest möglichen Weg“, so Finanzminister Markus Söder zur Lage der Kontrollspuren zentral zwischen Abflughalle 1 und 2. „Damit ist ein weiterer Meilenstein hin zu einem noch kundenfreundlicheren und attraktiveren Albrecht Dürer Airport Nürnberg geschafft.“

Der Albrecht Dürer Airport schreibt nicht nur an seiner eigenen Erfolgsgeschichte, sondern trägt auch zum wirtschaftlichen Wachstum der ganzen Metropolregion Nürnberg bei. Das betonte Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas. „Die Stadt und Metropolregion Nürnberg verfügen über eine Außenhandelsquote von nahezu 50 Prozent, weil unsere Unternehmen weltweit in den Märkten vertreten sind. Wir sind internationaler Messestandort und bedeutendes Tourismusziel. Der Albrecht Dürer Airport schafft die Verbindungen hierfür in die Welt – in Zukunft auf kürzesten Wegen für die Fluggäste.“
Nach einer Planungs- und Bauzeit von knapp zwei Jahren blickt auch Flughafengeschäftsführer Michael Hupe erwartungsvoll in die Zukunft: „Wir freuen uns sehr, die neue Kontrollstelle in Betrieb nehmen zu können und damit unsere Ankündigung, unseren Passagieren den Start in ihre Reise noch komfortabler, entspannter und angenehmer zu machen, Taten folgen zu lassen.“

Das Gebäude wurde vom Airport Nürnberg bezahlt, die Kontrollgeräte und -tische vom Luftamt. Die Baukosten beliefen sich auf knapp vier Millionen Euro.

Im Zuge des Neubaus wurde auch der Brandschutz im Bestand verbessert. Am Rande der ehemaligen „Ladenstraße“ wurden zwei alte Brandschutztore demontiert und durch zwei offenstehende Glastüranlagen ersetzt. Dies ist im Brandfall der Haupt-Fluchtweg für die Passagiere in die benachbarten Brandabschnitte des Terminals.

Im Zusammenhang mit der neuen Glastüranlage wurde am Übergang zwischen ABH1 und dem Mitteltrakt auch die Rampe (die den Höhenunterschied zwischen den beiden Bereichen überbrückt) auf die aktuellen Anforderungen für geheingeschränkte Personen angepasst. Die Rampenneigung ist jetzt flacher und durch einen waagrechten Zwischenbereich unterteilt.

Im Nachgang wird in diesem Jahr die bisherige Transferkontrollstelle im TCT (Transfer Control Terminal) zum Warteraum umgebaut. Das TCT hatte seinen Hauptzweck im Air Berlin Drehkreuz für Transfer Passagiere. Die parallel betriebene, alte Kontrollstelle im 1. Obergeschoss der ABH2 wurde nach dem Wegfall des AB Drehkreuzes geschlossen und auch die Zusteiger aus Nürnberg im TCT kontrolliert. Dieser Übergangszustand wurde mit der Eröffnung der neuen Zentralen Passagierkontrolle beendet und der Anspruch an die „kurzen Wege“ erfüllt.

Die Reisebüros, die ihre Counter in der Ladenstraße hatten und der neuen Nutzung Platz machen mussten, werden 2017 in einem neuen, attraktiven Reisemarkt einen zentralen Platz finden, dort, wo früher die Sicherheitskontrolle war. Weitere Umnutzungen und Modernisierungen werden folgen. Der Flughafen Nürnberg investiert kontinuierlich, um das Abheben noch entspannter zu gestalten. (BSZ)

(Michael Fraas, Nürnbergs Wirtschaftsreferent, Finanzminister Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann und Flughafengeschäftsführer Michael Hupe (v.l.) bei der Eröffnung der neuen Sicherheitskontrolle; die neue Sicherheitskontrolle- Fotos: Airport Nürnberg/Jan Beinßen)

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