Bauen

Der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg. (Foto: Peter W. Schmidt Architekten)

25.03.2019

Erweiterungsbau ist fertig

Der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg wird diese Woche offiziell eröffnet

Am Freitag, dem 29. März 2019, wird der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg (Hainstraße 39) nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren feierlich seiner Bestimmung übergeben. Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte bereits vorab: „Das Staatsarchiv Bamberg beherbergt einen großen kulturellen Schatz. Der Erweiterungsbau ermöglicht es nun, sämtliche Bestände an einem Ort zusammenzuführen. Wertvolle Zeugnisse unserer Geschichte spie-geln die Klosterkultur des Mittelalters, die verschiedenen Territorialherrschaften sowie die Grenznähe der Region zur ehemaligen DDR und zu Tschechien wider. Sie werden hier künftig unter hervorragenden Bedingungen aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses hochmoderne Archiv bietet uns beste Möglichkeiten, uns mit unserer Geschichte und Identität auseinanderzusetzen.“

Im August 2014 hatte das damalige Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Planungsauftrag für den Erweiterungsbau erteilt. Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens ging der 1. Preis an das Architekturbüro Peter W. Schmidt, Pforzheim. Der erste Spatenstich wurde im Oktober 2016 gefeiert, ein Jahr später das Richtfest. Die Projektsteuerung und Bauleitung lag beim Staatlichen Bauamt Bamberg.

Der Erweiterungsbau mit einem Bruttorauminhalt von 14.346 Kubikmetern realisiert auf einer Grundfläche von knapp 2000 Quadratmetern eine Nutzfläche von 3469 Quadratmetern, davon rund 200 Quadratmeter für Arbeits- und Lagerräume, darunter einen Reinigungsraum mit einer mikrobiologischen Sicherheitswerkbank. Außerdem enthält das Gebäude 13 Magazinräume und drei kleine Magazine zur Lagerung von Spezialmaterial, vor allem Fotografien, die ein kälteres Raumklima benötigen.

Der Erweiterungsbau besteht aus sechs Geschossen mit fensterlosen Magazinen. Das Untergeschoss ist 53,8 Meter lang und 24,9 Meter breit, die fünf Geschosse darüber sind quadratisch mit einer Seitenlänge von 24,4 Metern. Es können rund 18,9 laufende Kilometer Archivalien gelagert werden. Als Baukosten wurden 9,1 Millionen Euro genehmigt.

Mit einer Klimaanlage (Lüftung, Heizung, Kühlung, Be- und Entfeuchtung) und einem mehrschichtigen Wandaufbau (von innen nach außen: 25 Zentimeter Stahlbeton, 20 Zentimeter Dämmung, Luft, 8–10 Zentimeter eingefärbte Betonfassade mit Sandstein-Anmutung) soll ein konstantes Magazinklima mit einer Temperatur von 16 bis maximal 20 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von 40 bis maximal 55 Prozent geschaffen werden. (BSZ)

 

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