Bauen

Verbandspräsident Mathias Schäfer begrüßte die BDF-Mitgliedsunternehmen im Humboldt Forum im Berliner Schloss. (Foto: BDF)

21.10.2026

Holz-Fertigbau wächst weiter

Holz-Fertigbau wächst weiter über das Einfamilienhaus hinaus

Die Fertigbauindustrie traf sich vor Kurzem zur Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) im Humboldt Forum im Berliner Schloss. Gemeinsam blickten sie zurück auf die 65-jährige Geschichte des Verbandes. Vor allem aber stellte die BDF-Mitgliederversammlung Weichen für die bevorstehende Verbandsarbeit und für die nächsten Maßnahmen im Rahmen ihrer Zukunftsstrategie „BDF 35“.

Seit 65 Jahren ist die deutsche Fertighausindustrie im BDF organisiert und vertreten. Auch Unternehmen aus dem europäischen Ausland, die am deutschen Häusermarkt erfolgreich tätig sind, gehören dem Verband heute an und erfüllen das umfangreiche Anforderungsprofil der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau, die 1989 gegründet und seitdem stetig weiterentwickelt wurde.

„Der Fertighausbau hat sich zu einem eigenen Segment mit stetig wachsendem Anteil am deutschen Häusermarkt entwickelt. Die Erfolgsgeschichte war so vor 65 Jahren noch nicht abzusehen, aber heute tragen hohe Branchenstandards sowie ein starkes und engagiertes Netzwerk im BDF dazu bei, dass sich immer mehr private Bauherren für die Fertigbauweise interessieren und entscheiden“, so BDF-Präsident Mathias Schäfer. Neben privaten Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern sind die Fertighaushersteller auch bei öffentlichen und gewerblichen Planern, Entwicklern und Bauentscheidern gefragt. „Der Holz-Fertigbau wächst weiter über das Einfamilienhaus hinaus und bringt die Erfahrung und Kompetenzen aus seinem Kerngeschäft zunehmend in neuen Geschäftsfeldern zur Anwendung“, sagte Schäfer.

Laut aktueller Verbandsumfrage erwarten die 49 Haushersteller im BDF für 2026 einen Branchenumsatz von 3,91 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3,8 Milliarden Euro). Ebenfalls positiv fällt die Prognose der Beschäftigungszahl aus: Waren es Ende 2025 noch 15.613 Beschäftigte, so wird bis Ende 2026 ein Anstieg um 1,9 Prozent auf 15.915 Beschäftigte erwartet. Die durchschnittliche Auslastung liegt mit 46,4 Wochen ebenfalls über dem Vorjahreswert (45,3 Wochen). 79,5 Prozent des Branchenumsatzes erwirtschaften die BDF-Unternehmen mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Es folgen der Mehrfamilienhausbau in Gebäudeklasse 3 mit 9 Prozent und der Objektbau mit 5 Prozent Umsatzanteil. Weitere Geschäftsfelder sind das Bauen im Bestand (Anbau, Aufstockung, Serielles Sanieren) und der Geschosswohnungsbau in Gebäudeklasse 4 und 5 mit insgesamt drei Prozent Umsatzanteil sowie sonstige Bereiche mit 3,5 Prozent.

„Auch wenn der Fertigbauanteil seit Jahren steigt, sehen wir, dass neue Geschäftsfelder neben dem Schwerpunkt 'Ein- und Zweifamilienhausbau' einen größeren Stellenwert in unserer Verbandsarbeit einnehmen“, so der BDF-Präsident. Bereits im Vorjahr hatte der Verband seine Zukunftsstrategie „BDF 35“ auf den Weg gebracht, die nun mit weiteren unterstützenden Maßnahmen rund um die neuen Geschäftsfelder umgesetzt werden soll. (BSZ)

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