Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, baut die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer gemeinsam mit ihren Kooperationspartnerinnen, der Stiftung Pfennigparade und der Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB), ihr Engagement für eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft weiter aus.
Mit der Verleihung des Prädikats „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ setzt die Bayerische Staatsregierung eine konkrete Zielsetzung des Koalitionsvertrags um. Die Landesfachstelle knüpft unmittelbar an die erfolgreiche Arbeit der bisherigen Beratungsstelle Barrierefreiheit an, die seit über 40 Jahren erfolgreich zu zentralen Fragen der Barrierefreiheit berät.
Ziel der Landesfachstelle ist es, mit ihrem inklusiven und interdisziplinären Team die Vernetzung der Akteure zu stärken und die Barrierefreiheit in Bayern noch weiter voranzubringen. Die neue Landesfachstelle ist fester Bestandteil des Programms „Bayern barrierefrei“. In der Landesfachstelle arbeitet die Architektenkammer mit ihren Kooperationspartnerinnen, der Stiftung Pfennigparade und der Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB) mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen intensiv zusammen.
Die Verleihung geht mit einer moderaten Erweiterung des Aufgabenprofils der Beratungsstelle Barrierefreiheit einher. Die Landesfachstelle wird auch künftig kostenfreie Erstberatungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute zu den Themen Planen und Bauen, digitale Barrierefreiheit und Kommunikation anbieten. Darüber hinaus wird sie als Informations- und Wissensplattform für Inklusion und Barrierefreiheit in ganz Bayern aktiv sein. Damit sollen Ratsuchende, öffentliche Stellen, Kommunen und weitere Akteure bei Fragen zu Inklusion und Barrierefreiheit noch umfassender unterstützt werden.
Die Landesfachstelle wird insbesondere
- Ratsuchende von der frühen Planungsphase bis zur Umsetzung fachlich unterstützen,
- Leitfäden für barrierefreies Planen und Bauen sowie für digitale Barrierefreiheit erarbeiten und vermitteln,
- Wissen bündeln und transferieren, etwa durch Schulungen, Vorträge, Fachpublikationen und digitale Angebote,
- die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Verbänden, Kommunen und Fachplanenden stärken,
- digitale Barrierefreiheit sowie Leichte Sprache und Unterstützte Kommunikation weiter ausbauen.
So wirkt sie als zentrale Anlaufstelle zur Umsetzung von Inklusion und Barrierefreiheit im Sinne des Programms „Bayern barrierefrei“ der Bayerischen Staatsregierung.
Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU): „Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Alle, die sich informieren wollen, können das Beratungsangebot der Beratungsstelle Barrierefreiheit kostenlos nutzen. Für Menschen mit Behinderung ist es elementar, dass sie barrierefrei wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Wir fördern die Anlaufstelle mit 18 Standorten in ganz Bayern seit mehr als 40 Jahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, Barrierefreiheit umzusetzen. Das neue Prädikat 'Landesfachstelle' ist mehr als verdient. Wenn alle teilhaben können, stärken wir unser Miteinander und schützen unsere Demokratie.“
Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer: „Die Verleihung des Prädikats „Landesfachstelle“ ist für uns Anerkennung und Auftrag zugleich. Wir danken der Staatsregierung sehr für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir uns dafür ein, Barrierefreiheit noch stärker in Planung, Politik und Gesellschaft zu verankern. Mit unserem Team bauen wir die Beratung weiter aus – für eine inklusive Lebenswelt, in der Teilhabe für alle selbstverständlich ist. Denn Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Gesellschaft.“
Auch künftig richtet sich das Angebot der Landesfachstelle an alle: Privatpersonen, Fachleute, Unternehmen, Institutionen und öffentliche Verwaltungen. Thematisch umfasst die Arbeit unter anderem die Bereiche:
- barrierefreies Planen und Bauen (zum Beispiel Wohnen, Arbeitsstätten, öffentlicher Raum)
- digitale Barrierefreiheit (Webseiten, Apps, Dokumente)
- Leichte Sprache und Unterstützte Kommunikation (verständliche Informationsvermittlung, individuelle Kommunikationshilfen)
- Soziale Fragen und Förderung (Fördermöglichkeiten, Unterstützungsangebote) und
- Barrierefreiheit und Recht (Gesetzlichen Grundlagen, Normen, rechtliche Anforderungen der Barrierefreiheit)
Die spezifische Qualität der Landesfachstelle wird in ihrer bayernweiten, regionalen Vernetzung sowie in der Bereitstellung von Informationen, kostenfreier Beratung und praxisnaher Unterstützung im Dialog mit allen relevanten Akteuren, insbesondere auch mit den Betroffenen, liegen.
Die Landesfachstelle Barrierefreiheit leistet einen zentralen Beitrag zum Abbau von Barrieren in Bayern und zur Stärkung der Teilhabe aller Menschen.
Barrierefreiheit ermöglicht Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen sowie Personen mit vorübergehenden Einschränkungen eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleichzeitig profitieren alle davon: Intuitiv nutzbare Gebäude und Freiräume, verständliche Informationen und Kommunikation sowie barrierefrei zugängliche digitale Angebote erhöhen den Komfort, die Sicherheit und die Qualität für die gesamte Bevölkerung. Sie sind ein wichtiger Faktor für eine zukunftsfähige Gesellschaft. (BSZ)
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