Bauen

Besonderes Augenmerk lag auf der Begrünung der Mittelpromenade. (Foto: ARGE Mittlerer Ring Südwest)

09.08.2018

Mammutprojekt abgeschlossen

Oberflächengestaltung komplettiert Baumaßnahmen am Luise-Kiesselbach-Platz

Die Baumaßnahmen am Mittleren Ring Südwest sind beendet. Mit der Vollendung der Oberflächengestaltung fand das Großprojekt, welches den Bau des Luise-Kiesselbach- und des Heckenstaller-Tunnels einschloss, nach neun Jahren Bauzeit seinen Abschluss. Von Beginn an oblag OBERMEYER zusammen mit der Vössing Ingenieurgesellschaft die Bauüberwachung.

Im Juli 2015 wurden nach sechs Jahren Bauzeit die neuen, insgesamt 2,8 Kilometer langen Tunnel unter dem Luise-Kiesselbach-Platz und der Heckenstallerstraße für den Verkehr freigegeben. Jetzt, drei Jahre später, ist auch die Oberfläche fertig.

Das Großprojekt, nach dem Petuel- und dem Richard-Strauss-Tunnel die dritte große Baumaßnahme im Zuge der Untertunnelung des Mittleren Rings in München, ist damit abgeschlossen. 2009 war OBERMEYER vom Baureferat der Landeshauptstadt München in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Vössing Ingenieurgesellschaft mit der Bauüberwachung für den Ingenieurbau sowie für den Straßen- und Kanalbau betraut worden.

Für die Errichtung der beiden Tunnelröhren, die durch einen 400 Meter langen Einschnitt voneinander getrennt sind, wurden 241.000 Kubikmeter Beton und 31.000 Tonnen Bewehrungsstahl benötigt. Das ist dreimal so viel, wie für den Bau des Pariser Eifelturms nötig war. Der Tunnel wurde größtenteils in Deckelbauweise erstellt. Dazu waren insgesamt 10.091 Bohrpfähle mit einer Gesamtlänge von 110 Kilometern nötig, auf denen anschließend die Tunneldecke betoniert wurde. Um zu jeder Zeit den Verkehr an der Baustelle vorbeiführen zu können, erfolgte diese Maßnahme in drei Abschnitten. 2014 waren die Rohbauarbeiten größtenteils abgeschlossen; seit Ende 2013 war bereits abschnittsweise mit dem Straßenbau und dem technischen Innenausbau begonnen worden. Neben Belüftungs- und Beleuchtungsanlagen spielt auch die Sicherheitstechnik eine große Rolle. 210 von der Verkehrsleitzentrale koordinierte Videokameras überwachen das Geschehen im Tunnel.

Nach der Verkehrsfreigabe der Tunnel im Jahr 2015 begannen in drei Losen die Hauptbaumaßnahmen für die Neugestaltung der Oberfläche in der Garmischer Straße. Zunächst wurden die über dem Tunnel errichteten provisorischen Fahrspuren des Mittleren Rings auf eine Fahrspur je Richtung rückgebaut. Für die neuen Fahrbahnen, die rund 55.000 Quadratmeter umfassen, mussten etwa 130.000 Quadratmeter Asphalt ausgebaut und die Verkehrsführung laufend dem Baufortschritt angepasst werden. Zur Entwässerung der Verkehrsflächen wurden rund 190 Straßeneinläufe gesetzt und an das bestehende Kanalnetz angeschlossen.

Für die Abgrenzung der großzügigen Gehwege entlang der Fahrbahnen waren insgesamt 13,5 Kilometer Granitbordsteine notwendig. Für den Pflasterbelag kamen etwa 23.000 Quadratmeter Münchner Kunststeinplatten zur Anwendung, der nach den Vorgaben der Stadt München hammerfest verlegt werden musste. Zu diesem Zweck wurden die Platten einzeln in das Pflasterbett geklopft. Besonderes Augenmerk galt der Begrünung: Insgesamt wurden weit mehr als 1000 Bäume gepflanzt. In der Garmischer Straße entstand eine Mittelpromenade. Betonelemente grenzen diese von der Fahrbahn ab. Zahlreiche speziell entworfene Bänke aus Betonfertigteilen laden zum Verweilen ein. (BSZ)

(Luise-Kiesselbach- und Heckstallertunnel, nach dem Petuel- und Richard-Strauss-Tunnel die dritte große Baumaßnahme im Zuge derUntertunnelung des Mittleren Rings - Foto: OBERMEYER)

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