Bauen

Der Erweiterungsbau der Berufsschule Rehau. (Foto: Landkreis Hof)

08.10.2020

Platz für 600 Schüler

Erweiterungsbau für die Berufsschule Rehau

In Rehau ist der Erweiterungsbau der Berufsschule vor Kurzem feierlich eingeweiht worden. Der Neubau mit acht Klassenzimmern, einem Ausweichraum, einem EDV-Raum, zwei Bankräumen sowie Räumlichkeiten für die Verwaltung bietet ab sofort Platz für rund 600 Schüler. Zudem ist im Rahmen der zweijährigen Bauzeit ein neuer Parkplatz mit insgesamt 50 Stellplätzen entstanden.

Der Schulbetrieb im neuen Gebäude der Berufsschule Rehau, die jetzt den Namen Helmut-Wagner-Schule trägt, benannt nach dem Gründer der Rehau AG und Ehrenbürger der Stadt Rehau, läuft bereits seit Beginn des neuen Schuljahrs. Ein entsprechendes Namensschild wurde im Rahmen der Einweihungsfeier enthüllt.
Landrat des Landkreises Hof, Oliver Bär, sprach von einem guten Tag für die Bildungsregion Hofer Land. „Die Schülerinnen und Schüler unserer Region sind es, die auch die Zukunft unserer Region gestalten. Deshalb ist es uns wichtig, dass unsere schulischen Gebäude höchsten Ansprüchen gerecht werden. Ich denke, das ist uns mit der Berufsschule Rehau gelungen.“

Seit jeher ist der Standort Rehau geprägt von Kunststoffen. Helmut Wagner war es, der den Weg dafür bereits 1948 ebnete. Damals gründete er das Unternehmen Rehau in seiner Heimatstadt. 1949 stellte er bereits die ersten Auszubildenden ein. So gilt Helmut Wagner auch als Wegbereiter für den Ausbildungsberuf des Kunststoff-Formgebers, der heute als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bezeichnet wird.

Genau hier schließt sich der Kreis zur Berufsschule in Rehau. Der Standort Rehau, als einer von drei Standorten des Beruflichen Schulzentrums Hof Stadt und Land, hat sich auf die Ausbildung von Verfahrensmechanikern für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Maschinen- und Anlagenführer sowie Werkzeugmechaniker spezialisiert. Aktuell werden hier rund 450 Schülerinnen und Schüler ausgebildet. In Verbindung mit der Fachschule für Kunststofftechnik des Landkreises Hof und dem Forschungs- und Innovationszentrum KeKuTex ist in Rehau ein Kompetenzzentrum für die Kunststofftechnik entstanden.

Der Neubau wurde an die westliche Hangkante gebaut und so proportioniert, dass er sich einerseits zum Bestandsgebäude orientiert, andererseits zur westlichen Landschaftsseite. Die Fassade wurde als vorgehängte, hinterlüftete Fassade mit Zementfaserplatten gestaltet. Die klare, scharfkantige Fassadengestaltung unterstreicht nochmals den Entwurfsansatz einer klaren Kubatur mit wohlproportionierten Einschnitten und Fensterbändern.

Überdacht in
die Pausenhalle

Das Erweiterungsgebäude ist als ein Haus organisiert. In der Erdgeschossebene auf Pausenhofniveau markiert ein großzügiger Ausschnitt den Haupteingang. Man gelangt überdacht in die Pausenhalle, welche über den Luftraum nach oben durch das Oberlicht hell und einladend gestaltet ist.

In der Eingangsebene liegt der Verwaltungs- und Lehrerbereich und ein zur Pausenhalle zu öffnender Klassenraum. So kann für Veranstaltungen und Präsentationen ein großzügiger multifunktionaler Raumfluss genutzt werden. Die innere Wegeführung wird durch die zentrale Treppe bestimmt. Sie ermöglicht eine selbstverständliche Orientierung im Haus und die leichte Auffindbarkeit der verschiedenen Bereiche.

Im Hanggeschoss liegen die Bankräume (Arbeitsräume für den praktischen Teil der Ausbildung) mit direktem Außenbezug zur Terrasse und der Möglichkeit der direkten Anlieferung. Auch hier markiert ein Ausschnitt im Gebäudevolumen den räumlichen Übergang zwischen Innen und Außen mit einem überdachten Terrassenbereich. Im Obergeschoss befinden sich die Klassenräume. Durch die windmühlenförmige Anordnung der Raumbünde entstehen zusätzliche gut belichtete Kommunikationsnischen für das Treffen zwischen den Unterrichtsstunden und für Kleingruppenarbeit.

Der zentrale Erschließungskern sowie die Kommunikationsnischen wurde mit Sichtbetonwänden in Kombination mit echtholzfurnierten Türen und Einbauten gestaltet. Die rauminnenseitigen Wandflächen wurden verputzt und weiß gestrichen.

Insgesamt entsteht ein lebendiger Organismus als weiterer Baustein der Berufsschule Rehau. Durch seine Ausrichtung definiert er eindeutige Außenräume und ordnet damit die heterogene städtebauliche Situation. Die inneren und äußeren Räume werden durch das durchlässige Gebäudevolumen vielfältig vernetzt, sodass ein kommunikativer Berufsschul-Campus entsteht. (BSZ)

(Blick in ein Klassenzimmer: Foto: Landkreis Hof)

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