Freizeit und Reise

Entlang der Donau in Ostbayern erzählen gleich fünf Römermuseen von Legionären, Grenzwällen und römischem Alltag. Sie liegen dort, wo einst Europas Geschichte geschrieben wurde. (Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern/Thomas Linkel)

10.03.2026

Auf den Spuren der Römer

Auf den Spuren der Römer: Ostbayerns fünf antike Schatzkammern

Wer an Römergeschichte denkt, hat oft Italien oder Südfrankreich vor Augen. Doch auch Ostbayern war über Jahrhunderte Teil des Römischen Reiches - und ist bis heute eine der spannendsten Fundregionen nördlich der Alpen. Entlang der Donau erzählen gleich fünf Römermuseen von Legionären, Grenzwällen und römischem Alltag. Sie liegen dort, wo einst Europas Geschichte geschrieben wurde.

Fast 500 Jahre lang bildete die Donau die nördliche Grenze des Imperiums. Der sogenannte Donaulimes reichte von Bayern bis zum Schwarzen Meer. Der westliche Abschnitt dieses Grenzsystems - von Bayern bis in die Slowakei - gehört seit Juli 2021 zum UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches". Überreste von Kastellen, Militärlagern und Siedlungen prägen die Region bis heute - und werden in Ostbayerns Römermuseen anschaulich vermittelt.

Die fünf Römermuseen am bayerischen Donaulimes zeigen unterschiedliche Facetten einer Epoche, die Ostbayern nachhaltig geprägt hat. Sie erzählen von Macht und Militär, aber auch vom Alltag der Menschen am Rand eines Weltreichs. Und sie lassen sich ideal mit einem Besuch historischer Altstädte, Cafés und Spaziergängen entlang der Donau verbinden.

Kelheim: Römer an Donau und Altmühl
Den Auftakt macht Kelheim. Hier, am Zusammenfluss von Donau und Altmühl, befand sich einst das Kastell Abusina. Das Archäologische Museum der Stadt zeigt Funde aus Militär- und Zivilleben und macht deutlich, welche strategische Bedeutung dieser Ort für die römische Grenzsicherung hatte.

Regensburg: Römisches Erbe einer Weltstadt
In Regensburg reicht die römische Geschichte besonders tief. Das Legionslager Castra Regina bildete den Ursprung der heutigen Altstadt. Im Historischen Museum wird diese Epoche mit originalen Steinreliefs, Alltagsgegenständen und militärischen Ausrüstungen lebendig - mitten in einer Stadt, die selbst UNESCO-Welterbe ist.

Straubing: Glanz und Alltag am Limes
Das Gäubodenmuseum in Straubing gilt als eines der bedeutendsten archäologischen Museen Bayerns. Besonders eindrucksvoll sind die Funde aus dem römischen Sorviodurum: kunstvolle Masken, Keramik und Zeugnisse urbanen Lebens zeigen, dass die Römer hier weit mehr als nur Militärstationen errichteten.

Künzing: Ein Kastell zum Anfassen
In Künzing im Landkreis Deggendorf liegt das Römermuseum Quintana. Es widmet sich dem gleichnamigen Kastell und erlaubt einen direkten Blick auf den Alltag an der Grenze des Reiches. Modelle, Rekonstruktionen und Originalfunde machen das Leben von Soldaten, Händlern und ihren Familien greifbar.

Passau: Drei Flüsse, römische Spuren
Den östlichen Abschluss bildet Passau, Stadtkreis Passau. Das Römermuseum Kastell Boiotro dokumentiert die spätantike Militärgeschichte der Stadt an Donau, Inn und Ilz. Hier wird deutlich, wie sich das Römische Reich in seinen letzten Jahrhunderten wandelte - und welche Spuren es hinterließ. (obx)

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