Freizeit und Reise

Pellestrina - immer an der Lagune entlang. (Foto: Ursula Angelika Küffner)

21.05.2026

Geheimtipp in der Lagune

Pellestrina: Mit dem Fahrrad unterwegs auf der schönen Unbekannten

Es ist Frühsommer in der Lagune von Venedig, die Sonne scheint aus einem wolkenlosen Himmel, es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß, gerade die richtige Temperatur für eine Fahrradtour vom Lido di Venezia nach Pellestrina, der schönen Unbekannten in der Lagune.

Mit dem Vaporetto geht es im Schneckentempo durch die Lagune zum Lido. Die Bootsfahrt ist immer wieder ein Erlebnis, neben Segelbooten sind auch kleine Fischer- und Ausflugsboote unterwegs, die sanft durch die flache Lagune gleiten. An der Hauptanlegestelle des Lidos, Santa Maria Elisabetta, angekommen, findet man gleich mehrere Fahrrad-Verleihstationen und mit einem Bike, Wegbeschreibung und Karte ausgestattet kann es dann sofort losgehen.

Zunächst radelt man quer durch die ganze Insel. Die Strecke von nicht mal einem Kilometer ist schnell zurückgelegt und weiter geht es, direkt am Strand entlang. Der Weg führt an den gepflegten Strandbädern vorbei, an denen akkurat aneinander gereihten Liegestühle auf die ersten Besucher warten. Weiter Richtung Süden fährt man direkt auf einem kleinen Fuß- und Radweg über holprige Platten an den „wilden Stränden“ entlang. In der idyllischen Landschaft begegnet man nur wenigen Einheimischen, kaum ein Tagesgast verläuft sich hierher und bald erreicht man dann endlich das Naturschutzgebiet von Alberoni. Nach einer Verschnaufpause am Strand oder auch einem kurzen Badeaufenthalt geht es zum kleinen Fährhafen, denn dort setzen die Boote auf die Nachbarinsel Pellestrina über. Und hier gilt es, zusammenzurücken, denn neben vielen Autos, Fahrrädern und Fußgängern muss der Linienbus auch noch mit auf das Schiff passen.

Angekommen auf Pellestrina geht es einfach immer geradeaus. Die Insel ist flach und schmal. Sporadisch zweigen immer wieder kleine Seitenwege in die Minidörfer ab. Pellestrina verzaubert durch Ursprünglichkeit mit malerischen Fischerdörfern und herrlichen, noch nicht überlaufenen, Sandstränden. Glücklicherweise ist die Insel vom Massentourismus noch Lichtjahre entfernt.

Auf Pellestrina scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Bei einem Spaziergang durch die Orte kommt man an eng aneinander geschmiegten bunten Häusern vorbei, die sich in der Lagune spiegeln, der Duft des Meeres begleitet die Besucher durch die schmalen Gassen, in der Lagune schaukeln kleine Fischerboot, die Fischer flicken am Nachmittag gemächlich ihre Netze in der Sonne, fernab vom Trubel der großen Schwester, La Serenissima, Venedig.

Die breiten langen Sandstrände laden zu ausführlichen Spaziergängen ein, die berühmten Murazzi, aus weißem istrischen Marmor, die die Lagune vor den Wellen des Meeres schützen, sind auch ein wunderbar stiller Ort, um fernab vom Trubel zu entspannen. Die Trattorien, die auf kleinen Plätzen ihre Tische vor die Tür gestellt haben, sind bekannt für frischen Fisch und regionale Spezialitäten und der leckere Essensgeruch lässt den vorbeiradelnden Gästen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Der Sonnenuntergang von Pellestrina ist legendär und verwandelt die Lagune in ein Farbenmeer. Logenplatz ist hier in einem der Cafés direkt am Wasser. Für einen Moment scheint dann die Zeit still zu stehen, während die Sonne langsam in der Lagune verschwindet. (Ursula Angelika Küffner)

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