Freizeit und Reise

die Fußgängerzone in Rattenberg. (Foto: Alpbachtal Tourismus, Gabriele Grießenböck)

07.09.2022

Österreichs schönstes Dorf und kleinste Stadt

Das malerische Alpbachtal ist kontrastreich wie auch authentisch

Zwischen den Grasbergen der Kitzbüheler Alpen und den schroffen Berggipfeln des Rofangebirges liegt das malerische Alpbachtal. Die Region ist kontrastreich wie authentisch und hat seinen Gästen gleich zwei Superlative zu bieten: Alpbach, das schönste Dorf Österreichs, und mit dem mittelalterlichen Städtchen Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs.

Holzhäuser und Bauernhöfe machen das Bergdorf Alpbach zu einem ganz besonderen Kleinod. Der Baustil ist einzigartig in Österreich und das wurde 1983 mit dem Titel „Schönstes Dorf Österreichs“ belohnt. Zahlreiche Höfe tragen den Namen „Erbhof“, der für mehr als 200 Jahre Familienbesitztum steht. In vielen Wirtshäusern und Wohnstuben stehen noch original Alpbachtaler Bauernmöbel.

Eine zu spät gebaute Straße hielt bis 1926 die negativen Folgen des Fortschritts fern und führte danach vor allem Gäste in den Ort, die den ursprünglichen Charakter der Gemeinde zu schätzen wissen. Eine strenge Bauordnung schreibt bis heute den traditionellen Holzbaustil vor. Bei allen Häusern in Alpbach darf lediglich das Parterre aus Mauerwerk bestehen, ab dem ersten Stock bestehen alle Gebäude aus Holz. Zudem gibt es Vorschriften für Dachschrägen, die Höhe der Gebäude, Fensterbreite, Fassade und Balkone. Außerdem trägt die Bepflanzung der Holzblumenkästen, Balkone und Fenster der Häuser zum schönen Ortsbild bei.

15 Minuten von Alpbach entfernt liegt die Stadt Rattenberg. Mit ihren 440 Bewohner*innen und elf Hektar Gemeindegebiet ist sie die kleinste Stadt Österreichs. Erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich genannt, gilt Rattenberg als eine der wenigen Städte in Europa, welche sich das mittelalterliche Stadtbild bis zum heutigen Tag nahezu vollkommen erhalten hat. Egal, von welcher Seite aus man nach Rattenberg kommt, sieht man, welch historischer und bedeutender Ort dieses Städtchen einst war.

Der Turm der Burgruine ist schon von Weitem zu sehen. Einst war die Burg zu Rattenberg die wichtigste Befestigungsanlage des Herzogtums Bayern im Unterinntal. Bis zum 15. Jahrhundert lief der gesamte Verkehr über den Schlossberg, der auch die Zollstation darstellte. Rattenberg ist außerdem für seine Glasherstellung bekannt. Man nennt die Gemeinde auch Glasstadt, denn die Veredelung und Herstellung von Glas hat eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert siedelten sich Glasveredler an, um ihr Handwerk auszuüben und noch heute ist hier eine Vielzahl an Betrieben ansässig. (FHH)
 

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