Reisen

55.000 Besucher kamen zur 25. Auflage der Spielwiesn. (Foto: MPA/S. Naumann)

07.11.2016

Tolle Stimmung

Die Hallen im MOC München waren wieder brechend voll

Bunter und verspielter denn je präsentierten sich am Wochenende die Mitmachmessen SPIELWIESN und FORSCHA mit Riesenprogramm rund um Brett-und Gesellschaftsspiele und Mitmachaktionen zum Thema „MINT und mehr“. Grund zum Feiern gab es genug: die SPIELWIESN feierte ihr 25-jähriges Jubiläum und erwies sich einmal mehr als DAS Kultevent für Spiele-Fans. Auf der FORSCHA konnte mit er Premiere der MiniMakerWorld der Erfolgskurs der letzten Jahre fortgesetzt werden. Nach einem eher verhaltenen Auftakt am Freitag brach der Samstag mit der „Langen Nacht der Spiele“ alle Rekorde. Die beiden Messen konnten wieder die Zahlen aus 2014 erreichen: Knapp 55.000 Besucher. Im vergangenen Jahr wurden gemeinsam mit der Ausstellung DIE MODELLBAHN als Dritte im Messeverbund knapp 60.000 Besucher mobilisiert. Die Eisenbahner gesellen sich alle 2 Jahre dazu, sind also 2017 wieder mit an Bord.

„Spannend war es, lustig war es, voll war es. Eines war es nicht: langweilig“, so die Veranstalterin Petra Griebel vom i!bk Institut für innovative Bildungskonzepte glücklich nach drei Tagen. Besonders stolz ist sie auf den Erfolg der MiniMakerWorld. Die neue Sonderfläche der FORSCHA erlebte einen Ansturm, der für die Aussteller kaum noch zu bewältigen war. Unter dem Motto #wemakemakers lernten schon Kinder Roboter zum Tanzen und Sprechen zu bringen. Kreative Köpfe konnten eigene Designs am 3D-Drucker fertigen. Es wurde gefräst, programmiert und geplottet. „Die MiniMakerWorld hat ein Riesepotential. Wir werden die Sonderfläche auf jeden Fall weiter ausbauen“, so Griebel weiter. Auch Phill Handy, Geschäftsführer des MakerSpace der UnternehmerTUM in Garching zeigt sich beeindruckt: „Genau das, was die Szene braucht, um den Nachwuchs für Technik zu begeistern.“

Im Chemie-Labor wurden geheimnisvolle Substanzen gemischt, beim TÜV Süd konnte man die alternativen Antriebe der Zukunft bestaunen, dem diesjährigen Schwerpunktthema des Wissenschaftsjahres „Meere und Ozeane“ widmeten sich ein Wasserbiotop, Greenpeace und die Verbraucherzentrale Bayern. Was Recycling und ressourcenschonendes Verhalten mit Klimaschutz zu tun haben konnte man bei „Inspektor Energie“ und dem „Recycling-Master“ mit allen Sinnen erfahren. Schlange standen die großen und kleinen Besucher bei der AG Inter@aktiv. Mit VR-Brillen konnten sie eintauchen in die Welt der Virtual Reality und sich mit Apps auf eine Schatzsuche durch das gesamte Messegelände begeben. Sogar ein Astronauten-Training konnte man am Stand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt absolvieren.

„Spielen bis zum Umfallen“ hieß es in Halle 3 auf der SPIELWIESN. Spieleverlage warteten mit ihren Neuheiten, Autoren mit ihren Prototypen. Besuchermagnet war wieder einmal die riesige Spielothek mit über 3000 ausgesuchten Brett- und Gesellschaftsspielen und ehrenamtlichen Spieleexperten, die geduldig Spiele erklärten und das oft mühselige Regelstudium erleichterten. Eine kleinere Spielothek extra für Kids war in Halle 2 aufgebaut. Erzieherin Heidi, die dort Regie führt, freute sich über einen Jubiläumskuchen mit Spielwiesn-Logo, den ihr langjährige „Stammkunden“ mitbrachten. Zu Recht wird die SPIELWIESN als größtes Wohnzimmer Bayerns bezeichnet. Die Atmosphäre ist familiär und vertraut, trotz des großen Andrangs. „Schön war’s heut. Wie immer sind wir mit wunderbaren Geschenkideen für Weihnachten nach Hause gefahren…. Analog miteinander am Tisch zu spielen ist immer noch am schönsten! Danke, dass ihr Euch dafür engagiert“, schrieb eine Besucherin am Freitag Abend auf Facebook.

Auch integrative Spiele wurden angeboten. Der Verlag Via-Spiele hat sich darauf spezialisiert. Und zum ersten Mal gab es beim Tac Verlag eine Version seines Klassikers Tac für Menschen mit Sehbehinderung. Natürlich wurde auch gefightet und um den erhofften Sieg gekämpft: Bei Turnieren wie der deutschen Catan-Meisterschaft oder dem 7 Wonders Qualifikationsturnier zum Beispiel. Immer mehr Verlage entscheiden sich für München und seine SPIELWIESN als Austragungsort.

„Das war dieses Mal wirklich der Wahnsinn,“ so Veranstalter Thomas Gärtner von der Münchner Agentur MPA. „Dass wir am Samstag Nachmittag um 14 Uhr weitere Räume aufmachen mussten, das hatten wir die letzten Jahre schon öfter erlebt. Aber dass wir eine zusätzliche Halle öffnen mussten, das hatten wir noch nie.“ Wie erwartet haben sich auch dieses Jahr wieder das „Spiel des Jahres“ „Codenames“ (Heidelberger) und das „Kinderspiel des Jahres“ „Stone Age Junior“ (Hans im Glück) sowie die Liste der Nominierten dieses Kritikerpreises als Favoriten herauskristallisiert. Gut vorbereitet standen die Besucher geduldig an der Theke Schlange, um einen ihrer Favoriten zu ergattern“, hieß es aus den Reihen der ehrenamtlichen Spielehelfer. Diese waren aufgrund ihrer großen Spielregelkenntnisse gefragte Ansprechpartner.

Auch die Aussteller sind sich einig: „Gute Stimmung, sehr harmonisch, freundschaftlich und fast schon familiär.“ Samstag Abend wurde dann auch ein Weltrekord aufgestellt: das größte Puzzle der Welt von Ravensburger aus 40.320 Teilen wurde bis auf das letzte Teilchen vervollständigt. Kein Teil fehlte - Fair Play wird auf der SPIELWIESN groß geschrieben!

2017 werden die Mitmachmessen zum ersten Mal außerhalb der Herbstferien stattfinden. Damit sollen die Messen inbesondere für Schüler, aber für auch Fachbesucher wie Pädagogen attraktiver gemacht werden, die sich hier Anregungen für Unterricht, Kindergarten und Freizeit holen können. (BSZ)

(Die Hallen waren wieder brechend voll; Augmented Reality auf der FORSCHA 2016und die beiden Macher der Mitmachmessen, Thomas Gärtner und Petra Griebel - Fotos: MPA/S. Naumann)

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