Freizeit und Reise

Das Hohenwart von der Gartenseite her gesehen mit dem 25-Meter-Sportbecken. (Foto: Benjamin Pfitscher)

29.06.2026

Urlaub zwischen Natur und Entspannung

Der sehenswerte Südtiroler Ort Schenna und das familiengeführte Wellnesshotel Hohenwart

Schenna ist eine kleine, sehenswerte südtiroler Gemeinde, die rund fünf Kilometer nordöstlich von Meran liegt. Bozen ist etwa 25 Kilometer entfernt. Der Hauptort Schenna liegt auf 570 Meter Höhe im Südwesten des Gemeindegebiets direkt über dem Meraner Stadtteil Obermais und gegenüber von Dorf Tirol. Etwas taleinwärts befindet sich das Dorf Verdins (840 Meter). Überragt wird das Gebiet im Osten von Gipfeln der Sarntaler Alpen, unter denen der Hirzer (2781 Meter), die Verdinser Plattenspitze (2680 Meter) und der Ifinger (2581 Meter) die bekanntesten sind.

Die klimatisch günstig gelegenen Hänge waren bereits in ur- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Auf den Außerbichlerbüheln und den Engelbüheln fand man frühzeitliche Mauerstrukturen. Münzfunde zwischen Schenna und Verdins lassen darauf schließen, dass die Gegend auch in der Römerzeit besiedelt war.

Im 14. Jahrhundert erteilte Landesfürst Ludwig von Brandenburg dem Adligen Petermann von Schenna die Erlaubnis, auf dem Hügel von Schenna eine Burg zu errichten, die dann um 1350 erbaut wurde. Heute zählt Schloss Schenna zu den bedeutendsten Schlössern in Südtirol. 1845 von Erzherzog Johann von Österreich erworben, ist das Schloss heute noch im Besitz seiner Nachkommen, der Grafen von Meran, die es auch bewohnen und bewirtschaften.

Schloss und
Mausoleum

Neben dem Schloss sind auch das Mausoleum des Erzherzogs Johann und die Alte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt besondere Sehenswürdigkeiten in Schenna. Das Mausoleum ist ein neugotischer Bau aus rotem Sandstein sowie Granit und wurde von 1860 bis 1869 als Grabstätte für Erzherzog Johann und seine Familie erbaut. Gleich neben dem Mausoleum befindet sich die Alte Pfarrkirche. Der einschiffige Kirchenbau wurde ursprünglich romanisch um 1200 erbaut. Erste Umbauten erfolgten zwischen 1370 und 1402; eine umfängliche Renovierung fand Anfang des 16. Jahrhunderts statt. Dabei wurden unter anderem kostbare Fresken aus der Zeit um 1400 freigelegt.

In den 1950er-Jahren lebte man in Schenna von der Landwirtschaft: Ackerbau, Viehzucht, etwas Wein für den Eigenverbrauch, vereinzelt auch etwas Obstbau. Vieh- und Krämermärkte gehörten zum Dorfbild. Wie sich’s gehört, gab es auch ein paar Gasthäuser. Meran versuchte mondän zu bleiben, doch gelang das Anknüpfen an alte glorreiche Zeiten nicht mehr so recht. Daran änderte auch der Bau der neuen Thermenanlagen wenig. Die neue Gästeschicht bevorzugte die Peripherie. Merans umliegende Dörfer blühten touristisch auf und warben erfolgreich mit der Nähe der Passerstadt: „Schenna bei Meran“.

So entwickelte sich aus der ehemaligen bäuerlichen Landgemeinde Schenna in den letzten 40 Jahren einer der bedeutendsten Tourismusorte Südtirols. Die Zahl der jährlichen Übernachtungen hat mittlerweile die Millionengrenze überschritten. Der Ort zeichnet sich insbesondere durch eine große Zahl von Hotels der gehobenen Kategorien 4 Sterne und 4 Sterne-Superior aus.
Wanderern bietet Schenna eine Vielzahl markierter und gut beschilderter Wanderwege in allen Höhenlagen – vom Maiser Waalweg bis in die Bergregionen des Ifinger- und Hirzergebietes. Zahlreiche Seilbahnen und Lifte erleichtern den Aufstieg zu Höhenwegen und Almwanderungen; gepflegte Berggasthäuser, Almen und Schutzhütten sorgen für das leibliche Wohl.

Eine der zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten in Schenna ist das familiengeführte Hotel Hohenwart (www.hohenwart.com). Das Haus bietet exklusive 4-Sterne-Superior-Unterkünfte vor atemberaubendem Bergpanorama. Seine Lage auf einem idyllischen Sonnenplateau über Meran bietet unzählige Freizeitmöglichkeiten. Im Adults-Only-Wellnessbereich VistaSpa finden alle Gäste ab 16 Jahren pure Ruhe, unter anderem im Infinity-Solebecken und in der Panoramasauna mit spektakulärem 360-Grad-Ausblick auf die Alpen. Das FamilySpa ist das Badeparadies für Groß und Klein unter anderem mit Hallen- und Dampfbad, beheiztem 25-Meter-Sportbecken im weitläufigen Garten und einer Lounge. Das Angebot wird ergänzt um ein umfassendes Aktiv- und Wohlfühlprogramm, das heißt, das Hohenwart bietet geführte Wanderungen und Biketouren oder aber Yoga, Pilates und Aquafit unter fachkundiger Aufsicht im Haus selbst an. Das Aktivangebot ist ganzjährig vielseitig und bewusst niedrigschwellig gehalten.

Die Geschichte des Hohenwart geht zurück ins Jahr 1956. Im Juni begann Franz Mair mit zwei Helfern den Grundaushub für das spätere Top-Hotel. Bauen war damals eine Sache der Handarbeit und des Muskelschmalzes, denn Schaufel für Schaufel wurde das Material auf eine Schubkarre geschaufelt und weggebracht. Das Holz für den Dachstuhl kam aus dem elterlichen Hof. Am 20. August 1957 war dann die Frühstückspension „Hohenwart“ fertig und Franz Mair konnte seine ersten Gäste begrüßen. Die Pension hatte damals 18 Betten, Etagenduschen und WC, Küche und Speisesaal, die Zimmer mit fließendem Wasser.

Es zeugt von einer großen Portion Mut in den 1950er-Jahren eine Pension buchstäblich auf die grüne Wiese zu setzen. Im nachhinein betrachtet, bewies Franz Mair mit seinem Projekt viel Voraussicht. Das Haus ist über die Jahre und mit jeder Generation weiter gewachsen. Es entwickelte sich vom ursprünglichen Stammhaus über das Haus „Zur Traube“ bis hin zum Haus „Christine“. Heute wird das Hotel in dritter Generation geführt. Es besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäuden mit insgesamt 94 Zimmern und Suiten sowie, wie bereits erwähnt, einem großen Spa- und Wellnessbereich.

Zuvorkommendes Personal

Der Gast wird bei der Ankunft in einer großen, lichtdurchfluteten Lobby von äußerst freundlichen und zuvorkommenden Rezeptionistinnen beziehungsweise Rezeptionisten empfangen. Das zeigt dem Gast, dass er willkommen ist und er seine kostbaren Urlaubstage in angenehmer Atmosphäre in vollen Zügen genießen kann.

Die Zimmer und Suiten sind edel, ohne pompös zu wirken. Ruhig, ohne langweilig zu sein. Weit, ohne sich verloren zu fühlen. Sie haben von allem genau die richtige Menge, um perfekt zu sein. Holz, Licht und warme Farben prägen die Zimmer und Suiten des Hohenwart. Jedes der 94 Zimmer, ob im Stammhaus, Haus Traube oder Haus Christine, ist mit Liebe gestaltet und bis ins Detail durchdacht. Ob Alleinreisender, Paar oder Familie – mit der großen Anzahl an Zimmerkategorien wird jedem Bedürfniss Rechnung getragen.

Kulinarisch hat das Hohenwart ebenfalls einiges zu bieten. Das Hotel setzt auf hauseigene, regionale Produkte und kreative Interpretationen der Südtiroler Küche. Gekocht wird, was aus der Gegend oder aus der eigenen Produktion stammt, nach Süden schmeckt und von den Wurzeln des Hauses erzählt. Alpine Kultur zusammen mit mediterraner Leichtigkeit wird kreativ und modern interpretiert.

„Was ein gutes Gericht ausmacht? Beste Zutaten, eine einzigartige Präsentation und eine Prise Magie“, so Küchenchef Maurizio. Das Lammfleisch stammt vom eigenen Bauernhof Gsteier auf 1380 Meter, das Bier aus der familieneigenen Hausbrauerei Pfefferlechner und weitere Zutaten aus der nächsten Umgebung. Der Gast erhält eine 3/4 Verwöhnpension mit reichhaltigem, lokalem Frühstück, Nachmittagsmarende mit hausgemachten Kuchen und regionalen Spezialitäten sowie ein ausgezeichnetes 5-Gänge-Abendmenü.

Als zentraler Teil des Hotels ist das VistaSpa ein Ort der Ruhe und des Ankommens. Hier kann/darf der Gast abseits vom schnelllebigen Alltag abtauchen und sich Zeit für sich selbst nehmen – ganz ohne schlechtes Gewissen. Die ganzheitliche Erholung des Gastes steht im VistaSpa im Mittelpunkt. Diesen erwarten wohltuende Massagen und Behandlungen mit hochwirksamen Produkten sowie ausgewählten Naturprodukten aus der Region. Besonders zu empfehlen ist die Rücken-Kopf-Nacken- & Fußzonenmassage bei Melanie. Nach der Behandlung fühlt man sich total relaxt, denn die magische Wirkung ihrer Hände hat den betroffenen Körperteilen neues Leben eingehaucht beziehungsweise einmassiert.

Um es nochmals hervorzuheben, das komplette Team des Hohenwart ist sehr zuvorkommend, hilfsbereit und freundlich. Hier wirkt nichts aufgesetzt, sondern es kommt von Herzen. Der Gast erlebt gelebte Gastfreundschaft.

Das Hotel Hohenwart ist ein Haus in dem sich der Gast wohl und umsorgt fühlt. Hier findet er in herrlicher Landschaft Ruhe und Entspannung wenn er sie sucht, kann sich aber auch für Natur, Sport und Bewegung entscheiden. Alles kann, aber nichts muss. Wer sich keinem Zwang aussetzt, kommt am Ende des Urlaubs zufrieden, entspannt und gelassen zurück nach Hause.
(Friedrich H. Hettler)
 

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