Kommunales

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (dpa).

16.03.2026

Bedrängter OB Reiter nimmt Urlaub für Wahlkampffinale

Vor der Stichwahl um den Münchner OB-Sessel will Amtsinhaber Reiter jeden Anschein einer Vermischung von Partei und Amt vermeiden. Daher nimmt der SPD-Politiker Urlaub für den Wahlkampf

Vor der mit Spannung erwarteten Oberbürgermeister-Stichwahl in München nimmt der mit Negativschlagzeilen kämpfende Amtsinhaber Dieter Reiter Urlaub für die Schlussphase des Wahlkampfs. Der Sozialdemokrat will damit potenziellen Vorwürfen einer Vermischung von Parteipolitik und Amt vorbeugen. "Er trennt hier ganz klar zwischen seinem Amt als Oberbürgermeister und seiner Rolle als Wahlkämpfer", antwortete eine Rathaussprecherin auf Anfrage. Am Wochenende hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Herausforderer Krause nimmt keinen Wahlkampf-Urlaub

Die Vertretung als Münchner Oberbürgermeister übernimmt in der Schlusswoche nun sein Herausforderer Dominik Krause (Grüne), der keinen Wahlkampf-Urlaub nimmt. Reiter hatte im ersten Wahlgang lediglich 35,6 Prozent der Stimmen geholt, 12 Prozentpunkte weniger als 2020. Wenige Tage vor der Wahl war publik geworden, dass Reiter seine Nebentätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern nicht vom Stadtrat hatte genehmigen lassen. Nach Angaben Reiters hatte er die dafür erhaltenen 90.000 Euro jedoch ordnungsgemäß versteuert. 

Herausforderer Krause hatte im ersten Wahlgang mit 29,5 Prozent besser abgeschnitten als erwartet. Der zweite Bürgermeister absolviere seine Wahlkampftermine "morgens, abends, am Wochenende oder auch mal in der Mittagspause", teilte ein Sprecher der Münchner Grünen mit. "Ansonsten geht er seinen normalen Dienstpflichten nach, leitet Ausschuss-Sitzungen und kümmert sich um Verwaltungs-Angelegenheiten." (dpa)
 

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