Kommunales

Viele einst häufige Vogelarten, unter ihnen der Spatz, sind in der Innenstadt kaum noch anzutreffen. (Foto: dpa)

04.07.2016

Der bedrohte Spatz wird zum Botschafter

Bayerns Umweltministerin will städtische Öko-Projekte vorantreiben

Natur in Städten und Dörfern sei wichtig für die Lebensqualität der Menschen und die biologische Vielfalt. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU): "Naturerleben ist überall möglich. Wer das Haus verlässt ist mitten drin im Großstadtdschungel – zum Beispiel im Nymphenburger Schlosspark. Hier kommen knapp 200 Vogelarten vor. Als Gesellschaft müssen wir diese Naturoasen in den Städten erhalten und weiter verstärken. Dazu entwickeln wir das Projekt ,Natur in der Stadt' gezielt weiter." Auch deshalb hat die Umweltministerin dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), dem BUND Naturschutz in Bayern (BN) und der Stiftung für Mensch und Umwelt heute eine finanzielle Förderung von jeweils bis zu 10 000 Euro für drei konkrete Projekte zugesagt.

Viele einst häufige Vogelarten gehen zurück

Der LBV beschäftigt sich im Rahmen seines Projekts mit dem Spatz als Botschafter der Stadtnatur. Der Spatz steht stellvertretend für den Rückgang von vielen einstmals häufigen Arten, zu denen auch Schwalben und Mauersegler gehören. Der BN greift das Thema Bäume in der Stadt auf. Sie werden künftig eine noch größere Bedeutung erlangen – für die Verbesserung des Stadtklimas, die Lebensqualität der Menschen und die Artenvielfalt.

Die Stiftung für Mensch und Umwelt hat die Aktion "Deutschland summt! – wir tun was für Bienen" ins Leben gerufen. Dabei engagieren sich bereits einzelne Kommunen für den Schutz von Honig- und Wildbienen. Unter dem Titel "Bayern summt!" soll die Aktion erstmals auf ein ganzes Land ausgedehnt werden. Dazu sind unter anderem eine Informationskampagne und ein Beraternetz geplant. Das Umweltministerium beteiligt sich bereits seit mehreren Jahren an der lokalen Initiative "München summt!". Auf dem Gründach des Ministeriums leben drei Bienenvölker, die von einem Imker der Initiative betreut werden. Insgesamt leben über 100 000 Bienen auf dem Dach des Ministeriums. Ministerin Scharf: "Bienen sind kleine Helden des Artenschutzes. Rund ein Drittel der Produktion von Obst und Gemüse hängt von der Bestäubungsleistung der Honig- und Wildbienen ab. In Bayern gibt es über 500 Wildbienenarten, bereits jede zweite ist gefährdet. Wir setzen uns für den Schutz der Wildbienen und der Artenvielfalt in der Stadt ein." Das Thema Natur in der Stadt spielt bereits heute in der Umweltbildung in Bayern eine wichtige Rolle. Mit verschiedenen Aktionen – wie der BayernTourNatur – wird gezeigt, welche Artenvielfalt bereits im unmittelbaren häuslichen Umfeld besteht: von blütenreichen Grünflächen, einem naturnahen Garten, vom Grünspecht über den Wanderfalken der an Gebäuden brütet bis hin zur jagenden Fledermaus in der Abenddämmerung. (BSZ)

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