Kommunales

25.01.2019, Tirol, Going: Der Schauspieler Arnold Schwarzenegger (l-r) der Sänger Andreas Gabalier und Heather Milligan feiern bei der Weißwurstparty im Stanglwirt. Nach dem heutigen Abfahrtslauf beim Hahnenkammrennen feiert die Prominenz auf der Party bis tief in die Nacht. (Foto: Felix Hörhager/dpa)

07.02.2019

„Erinnerung ohne Verzerrung“

München: Städtischer Valentin-Karlstadt-Preis gefordert

Nach dem Wirbel um die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens an den österreichischen Sänger Andreas Gabalier könnte die Stadt München bald mit einer eigenen Veranstaltung dagegen halten. Die Stadtratsfraktion Die Grünen – Rosa Liste beantragte, künftig einen Valentin-Karlstadt-Preis zu vergeben zum Gedenken an den legendären Volkssänger und Humoristen Karl Valentin und seine Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt. Damit könne man die Erinnerung an die beiden von Missverständnissen und Verzerrungen befreien, heißt es in dem Antrag, der am Montag veröffentlicht wurde. Valentin sei ein hintergründiges Sprach- und Bühnengenie gewesen und habe mit der kongenialen Karlstadt ein weithin bekanntes Komikerduo gebildet.

Die Fraktion warf der Faschingsgesellschaft Narrhalla wiederholte Missgriffe bei der Auswahl der Ordensträger vor. „Es ist längst nicht mehr nachzuvollziehen, was dieser Faschingsorden mit Karl Valentin zu tun haben könnte.“ Gerade die Verleihung an Gabalier am vergangenen Samstag sei Ausdruck eines völlig verfehlten Verständnisses von Valentins Erbe. Gabalier hat nach Ansicht vieler Kritiker nichts mit Valentin zu tun.

Merkwürdig verrenkte
Arme und Beine

Die Empörung war zuletzt groß: Gabaliers Musik habe mit Valentins Kunst nichts zu tun, schimpfte Sabine Rinberger vom Münchner „Valentin-Karlstadt-Musäum“. Sie warf dem 34-Jährigen zudem rechtspopulistische und homophobe Tendenzen vor.


Bei Konzerten füllt der selbst ernannte „Volks-Rock’n’-Roller“die Hallen mühelos. Gabalier weiß, wie er die Massen begeistern kann. Die Kritik sei eine Neiddebatte. „Die Missgunst ist groß im Land“, meint er. „Ich habe riesengroßen Erfolg.“ Der schmecke vielleicht nicht mehr allen, „weil er wirklich große Massen bewegt“. 

Kritiker verweisen indes auf die Sache mit dem Cover seines Albums „Volksrock’n’-Roller“ von 2011: Gabalier in seltsamer Pose, den Körper vornübergebeugt und Arme und Beine merkwürdig verrenkt. Ein menschliches Hakenkreuz, befanden manche. Als frauenverachtend gilt vielen das Video zum Song „Hallihallo“, das vom tiefen Dekollete einer hübschen Frau zu einem prallen Kuheuter überblendet wird.  (dpa)

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