Kommunales

Die Klasse 31 vor der Begegnungsstätte Obing. (Foto: Lüttecke)

25.10.2019

Ernstes Thema für junge Auszubildende

Schüler der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege am kbo-Klinikum Taufkirchen setzen sich mit dem Tod auseinander

Es ist sicherlich eine der schwierigsten und gleichzeitig wichtigsten Aufgaben der Pflegekräfte: Patienten und Angehörige in der letzten Lebensphase begleiten. Gerade für die jungen Auszubildenden der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege am kbo-Klinikum Taufkirchen ist dies eine Herausforderung.

„Jede Pflegekraft muss sich im Laufe des Arbeitslebens mit dieser auch belastenden Situation auseinandersetzen und vorbereitet sein. Hierzu gehört auch, seine eigenen Unsicherheiten und Ängste zu klären, um sensibel, offen, empathisch mit den Patienten in der letzten Lebensphase umgehen zu können“, so Schulleiter Günter Feichtbauer.

Um nicht nur theoretisch vorbereitet zu sein, haben sich die Auszubildenden der Klasse 31 drei Tage in der Begegnungsstätte Obing intensiv mit dem Tod und Sterben auseinandergesetzt. Die Lehrer Jacqueline Walther und Maximilian Brandl wissen: „Wichtig hierbei ist es, eine Haltung zu vermitteln und diese individuell für sich umzusetzen und zu leben. Denn nur wer sensibel für die eigenen Bedürfnisse ist, kann diese auch auf Menschen antizipieren und transferieren. Um emphatisch handeln zu können, ist die Wahrnehmung der eigenen Person mit Grenzen und Ängsten unabdingbar“.

Auch Rollenspiele eingesetzt


Um die besondere Situation nachempfinden zu können, wurden auch Rollenspiele eingesetzt. „Wahrheit am Krankenbett“ stellte eine Situation nach, die jede Pflegekraft erlebt: Wie gehe ich damit um, wenn ein Patient mich fragt, ob und wann er sterben wird“. „Auf diese außergewöhnliche Situation muss jede Pflegekraft, auch jeder Auszubildende, vorbereitet sein. Die Wahrheit tut weh“, so Walther und Brandl.

Intensiv wurden die Themen „Tod und Sterben“ behandelt, in Gesprächen und Diskussionen, in einem Letzte-Hilfe-Kurs, durch die Gestaltung von Masken zum Thema „dem Tod ein Gesicht geben“, oder in praktischen Übungen in der Basalen Stimulation.

Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin Stephanie Poldinger fasste die Ethiktage zusammen: „Die drei Tage unter uns stärkten die Klassengemeinschaft mehr als zuvor, denn wir konnten eine andere Seite der Mitschüler kennenlernen. Jeder war für jeden da, konnte sich öffnen und seinen Kummer und die Sorgen mitteilen. Es tat der ganzen Klasse gut, seine Sorgen mitzuteilen, denn jeder wurde ernst genommen und verstanden. Auch die Lehrkräfte öffneten sich und wir waren sehr dankbar für dieses Vertrauen. Dabei merkten wir, wie wichtig es ist, einfach nur zu zuzuhören.“ (Henner Lüttecke)


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