Kommunales

Wenn immer wieder gegen die traditionellen Kuhglocken geklagt wird, stellt sich die Frage, ob es diese noch lange geben wird. (Foto: dpa/Alexandra Schuler)

31.08.2020

Gericht will im Kuhglockenstreit Gutachter beauftragen

Erneut klagen Anwohner im Oberland gegen das traditionelle Geläut der Rindviecher

Nach dem Scheitern eines gerichtlichen Vergleichs in einem Kuhglockenstreit muss nun ein Gutachter das Gebimmel der Rindviecher untersuchen. Wie eine Sprecherin des Amtsgerichts in Wolfratshausen am Montag, 31. August 2020,  berichtete, soll der Sachverständige klären, ob die Lautstärke der Kuhglocken den Grenzwert einhält. Dies hatte der beklagte Halter der Kühe in dem Prozess behauptet (Az. 5 C 274/20).

Ein Ehepaar aus Greiling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen klagt gegen das Läuten der Glocken, die traditionell viele Kühe auf den Weiden im Alpenraum tragen. Die Kläger sagen, dass sie wegen der Rinder in der Nachbarschaft nachts nicht mehr schlafen können. Das Ehepaar will, dass nicht mehr alle Kühe Glocken umgehängt bekommen. Im Juli war es bei einer Verhandlung zu keiner Einigung zwischen den Parteien gekommen. Daraufhin hatte das Gericht einen Vergleichsvorschlag gemacht, der nicht akzeptiert wurde.

In Holzkirchen (Landkreis Miesbach) hatte ein ähnlicher Streit jahrelang die Gerichte durch mehrere Instanzen beschäftigt. Ende Mai hatten sich dann ein klagendes Ehepaar und eine Bäuerin vor dem Oberlandesgericht München auf einen Vergleich geeinigt. Höchstens drei Kühe dürfen demnach in Holzkirchen Glocken tragen, mit einem Durchmesser von maximal zwölf Zentimetern und einem Zentimeter Toleranz. Zudem dürfen die Tiere nur in einem bestimmten Teil der Weide grasen.(dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Pop-up-Radwege in Bayerns Städten – eine sinnvolle Idee?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2020

Nächster Erscheinungstermin:
11.Dezember 2020

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 29.11.2019 (PDF, 15 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.