Kommunales

Seit 2007 ist in Landshut auch ein Tunnel nach Josef Deimer benannt. (Foto: dpa/Armin Weigel)

27.05.2021

Josef Deimer wird 85 Jahre alt

Der CSU-Politiker war fast 30 Jahre Vorsitzender des Bayerischen Städtetags und 34 Jahre Oberbürgermeister von Landshut

Der Ehrenvorsitzende des Bayerischen Städtetags und Altoberbürgermeister von Landshut, Josef Deimer (CSU), feiert am Samstag, 29. Mai 2021, seinen 85. Geburtstag. Deimer war knapp 30 Jahre lang, von 1975 bis 2004, Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Josef Deimer verkörperte in drei Jahrzehnten als Vorsitzender den Bayerischen Städtetag in der Öffentlichkeit. Diese rekord-verdächtige Amtszeit wird wohl kein Vorsitzender mehr erreichen. Seit über 50 Jahren ist der Ehrenvorsitzende im Vorstand des Bayerischen Städtetags aktiv. In der 125jährigen Geschichte des Bayerischen Städtetags kann man von einer Ära Deimer sprechen,“ sagt der aktuelle Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU).

Als Vorsitzender des Bayerischen Städtetags habe Josef Deimer Maßstäbe gesetzt: Er stehefür die kommunale Selbstverwaltung und bewies Mut vor dem Parteifreund. Selbst verweist der Jubilar im Rückblick auf sein Wirken mit einem gewissen Stolz auf seine frühe hartnäckige Gegnerschaft zur Atomkraft. "In sämtlichen Feldern der Kommunalpolitik gilt Josef Deimer ein anerkannter Experte – für Daseinsvorsorge, Finanzausgleich, Europa, Energie, Mobilität, Sparkassenwesen, Bildungspolitik und Schule. In allen Themen war er argumentativ akribisch vorbereitet. Er hat die Positionen des Bayerischen Städtetags in griffiger Rhetorik und mit originellen Metaphern vertreten“, so Pannermayr.

Kämpfer für angemessene Finanzausstattung der Kommunen

Deimer sei auch als "unermüdlicher Kämpfer" für eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen aufgetreten, fügt sein Nachfolger hinzu. Trotz vieler Finanzkrisen und häufiger Angriffe auf die Gewerbesteuer habe ihn nie der Mut verlassen und er sei "hartnäckig" für die Einführung des Konnexitätsprinzips (Motto: „wer anschafft, soll bezahlen“) eingetreten. Seit Ende der 1960er Jahre war der Alt-OB  einer der politischen Pioniere im Einsatz für Naturschutz, Umweltbelange und Landesplanung. Den Verbrauch von Fläche und Natur, die Versiegelung der Landschaft mit Beton und Asphalt wollte er mit einer gezielten Landesplanung bremsen.

Deimer steht im unermüdlichen Einsatz für den Erhalt der kommunalen Daseinsvorsorge, die in den 1990er Jahren einen schweren Stand hatte. Als beständiger Mahner tritt er gegen die Folgen einer ungezügelten Privatisierung ein: Frühzeitig hat er die problematischen Effekte erkannt, die der Verkauf kommunaler Ressourcen (Wohnungen, Stadtwerke, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe) nach sich zieht. Josef Deimer zeichnet ein enormes soziales Gespür aus. Er versteht Sozialpolitik nicht aus der Theorie oder aus Paragraphen der Sozialgesetzbücher: Josef Deimer lebt Sozialpolitik und denkt im Sinn der christlichen Soziallehre an die Belange von Menschen, die auf die Schattenseite des Lebens geraten sind, die Hilfe und Empathie brauchen. Deimer argumentiert seit Ende der 1990er Jahre für die Ganztagsschule, für gleiche Bildungschancen für alle, für Erwachsenenbildung und Volkshochschulen. (BSZ)

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