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Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister, sitzt in einem Eurofighter Typhoon von Airbus Defence and Space. Er besucht Soldatinnen und Soldaten des taktischen Luftwaffengeschwaders 71 "Richthofen". (Foto: dpa/Lars Penning)

13.07.2026

Luftwaffe will wieder Soldaten in Fürstenfeldbruck ausbilden

30 Kilometer westlich von München sollen wieder deutsche Soldatinnen und Soldaten ausgebildet werden. Verteidigungsminister Pistorius setzt für die Pläne zur neuen Bundeswehr auf Fürstenfeldbruck

Im oberbayerischen Fürstenfeldbruck soll ein neues Ausbildungsbataillon der Luftwaffe stationiert werden. „Mit dieser Entscheidung gehen wir einen weiteren Schritt für den kontinuierlichen Aufwuchs der Streitkräfte“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Angaben seines Hauses. Damit rückt die Bundeswehr von ihrer bisherigen Entscheidung ab, den Standort Fürstenfeldbruck aufzugeben.

Das neue Ausbildungsbataillon ist eine direkte Folge des Plans, die Bundeswehr personell deutlich stärker als bisher aufzustellen. „Mit der steigenden Anzahl von Rekrutinnen und Rekruten und der weiteren Umsetzung des neuen Wehrdienstes steigt unser Bedarf an Ausbildungskapazitäten deutlich“, hieß es weiter.

Standort bleibt doch erhalten

„Mit der Stationierung des Luftwaffenausbildungsbataillons 2 (LwAusbBtl 2) in Fürstenfeldbruck stärken wir die Ausbildungsorganisation der Luftwaffe“, betonte das Verteidigungsministerium. Damit könnten kurzfristig zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten in einem ballungsraumnahen Bereich geschaffen und vielen potenziellen Wehrdienstleistenden ein möglichst heimatnaher Einstellungsort ermöglicht werden. Fürstenfeldbruck liegt rund 30 Kilometer westlich von München. Ursprünglich sollte der Bundeswehrstandort zum 31. Dezember 2030 aufgegeben werden.

Fliegerhorst mit langer Geschichte

Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1934 begannen die Bauarbeiten, die Indienststellung erfolgte 1937. Nach dem Zweiten Weltkrieg war dort das US-Militär stationiert, 1956 begann die Ausbildung der ersten deutschen Jet-Piloten der neuen Luftwaffe. 2006 wurde der militärische Flugbetrieb eingestellt, nach dem Beschluss zur Aufgabe des Standortes 2011 diente das Gelände zwischenzeitlich als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. (dpa)

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