Kommunales

Das Münchner Arabellahaus soll erhalten und bis 2034 umfassend saniert werden. (Foto: dpa/Tobias Hase)

17.06.2026

Münchner Arabellahaus bleibt stehen – Dachterrasse wird öffentlich

Den einen gilt es als Bausünde, den anderen als Baudenkmal: das Münchner Arabellahaus. Der bereits beschlossene Abriss kommt nun doch nicht – und eine Riesen-Rolltreppe an der Fassade hinzu

Eines der markantesten Hochhäuser Münchens bleibt erhalten. Die Bayerische Hausbau Real Estate hat ihre Abrisspläne für das Arabellahaus aufgegeben und setzt stattdessen auf eine umfassende Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1969.

Das 23 Stockwerke hohe Gebäude mit rund 87.000 Quadratmetern Nutzfläche soll ab 2030 modernisiert werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2034 abgeschlossen sein.

Rolltreppe bis aufs Dach geplant

Zu den auffälligsten Elementen der Neugestaltung gehört eine rund 200 Meter lange Rolltreppenanlage entlang der 157 Meter langen Fassade. Sie soll Besucher vom Erdgeschoss bis zur Dachterrasse in 73 Metern Höhe bringen.

Die begrünte Dachfläche soll künftig öffentlich zugänglich sein. Zudem ist geplant, einen Teil der bisherigen Gewerbeflächen in Wohnungen umzuwandeln. Insgesamt sollen so rund 16.500 Quadratmeter Wohnraum entstehen.

Gebäude mit Musikgeschichte

Das Arabellahaus wurde Ende der 1960er Jahre als „Stadt in der Stadt“ konzipiert und beherbergt unter anderem ein Hotel, Geschäfte, Restaurants, Wohnungen und eine Klinik.

Bekannt wurde das Gebäude auch durch die Musicland Studios im Untergeschoss. Dort nahmen in den 1970er- und 1980er-Jahren internationale Musikgrößen wie die Rolling Stones, Queen und Led Zeppelin Alben auf.

Ursprünglich hatte die Eigentümerin den Abriss des Hochhauses geplant. Nun sollen stattdessen die Fassaden vollständig erneuert und zusätzliche architektonische Elemente wie ein mehrstöckiger Durchbruch im Gebäude geschaffen werden. (dpa)

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