Kommunales

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) sowie der Markt Wolnzach hatten gegen den Freistaat geklagt, der die Anlage - durch das Landratsamt Pfaffenhofen als staatliche Behörde - in dem Ortsteil Eschelbach genehmigt hatte. (dpa/Jens Büttner)

14.01.2021

Umstrittene Geflügelmastanlage in kleinerer Form erneut genehmigt

Nachdem vor knapp zwei Jahre der Betrieb der Anlage mit knapp 145 000 Mastplätzen gerichtlich gestoppt worden war, erteilte das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm nun eine Genehmigung für 124 600 Mastplätze.

Eine wegen ihrer Größe seit Jahren umstrittene Geflügelmastanlage im oberbayerischen Wolznach ist nun in leicht verkleinerter Form genehmigt worden. Nachdem vor knapp zwei Jahre der Betrieb der Anlage mit knapp 145 000 Mastplätzen gerichtlich gestoppt worden war, erteilte das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm nun eine Genehmigung für 124 600 Mastplätze, wie die Behörde  bestätigte. Zuerst hatte der Donaukurier aus Ingolstadt darüber berichtet.

Das Verwaltungsgericht München hatte im Frühjahr 2019 den Betrieb der praktisch fertigen Anlage untersagt. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) sowie der Markt Wolnzach hatten gegen den Freistaat geklagt, der die Anlage - durch das Landratsamt Pfaffenhofen als staatliche Behörde - in dem Ortsteil Eschelbach genehmigt hatte.

Knapp eine Million Tiere pro Jahr mästen


Der Landwirt hatte zuvor einen Stall mit 40 000 Hähnchenmastplätzen betrieben. Die massive Erweiterung sorgte für Proteste. Die Gegner der Anlage fürchteten deutlich mehr Verkehr und Lärm, außerdem Gestank und Umweltverschmutzungen.

Rechtlich ging es aber nur darum, ob die Anlage als landwirtschaftlicher Betrieb gelten kann. Dazu muss der Bauer über einen langjährigen Zeitraum so viel Fläche haben, dass er die Hälfte des Futters selbst erzeugen kann. Dies sei mit dem reduzierten Betrieb gegeben, sagte Landratsamtssprecher Christian Degen.

Der Süddeutschen Zeitung sagte der BN-Vorsitzende Richard Mergner dazu, diese Tierhaltung habe nichts mit Landwirtschaft zu tun - es handele sich um "industrielle Massenproduktion". Pro Jahr kann der Landwirt nach der neuen Genehmigung laut der Zeitung knapp eine Million Hähnchen mästen. (dpa)

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