Kommunales

Seit 2006 gibt es im Freistaat wieder Wölfe. (Foto: dpa/Patrick Pleul)

04.02.2020

Wölfe breiten sich in Bayern immer weiter aus

Die Raubtiere wurden jetzt auch in den Landkreisen Fürth und Oberallgäu gesichtet

Durch den Landkreis Fürth streift anscheinend ein Wolf. Eine Wildkamera habe das Tier in Cadolzburg erstmals erfasst, sagte der Vorsitzende der Jägerschaft im Kreis Fürth, Erich Reichert. In der Vergangenheit habe es immer wieder Risse von Rehen gegeben. Auch Bürger hätten schon gemeldet, dass sie einen Wolf gesehen hätten. "Es ist nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er bei uns dokumentiert wird."
Das Landesamt für Umwelt konnte die Sichtung nicht bestätigen, weil die Jägerschaft diese nicht gemeldet hatte. Das sei freiwillig, sagte eine Sprecherin. Medien hatten zuvor über den mutmaßlichen Wolf im Landkreis Fürth berichtet.

Seit 2006 gibt es wieder Wölfe in Bayern. Im Bayerischen Wald, in der Rhön, dem Veldensteiner Forst und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr haben sich einige der Raubtiere niedergelassen. Bei den meisten Wölfen handelt es sich jedoch um einzelne Tiere, die auf der Durchreise sind.

Ein Jungtier auf der Suche nach einem eigenen Revier


So werden im Allgäu in den vergangenen drei Jahren immer wieder Wölfe gesichtet. Gerade erst sind im Grenzgebiet zum Vorderen Bregenzerwald in Österreich Spuren von einem Wolf entdeckt worden. "Zwei Wildtiere wurden kürzlich gerissen. Das Rissbild und der Spurenverlauf im Schnee deuten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf einen Wolf hin", sagte Landeswildökologe Hubert Schatz von der Vorarlberger Landesregierung. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Derzeit untersuchten Experten der Universität Wien die DNA-Proben.

Auch in den Allgäuer Hochalpen gibt es seit einiger Zeit den Verdacht auf einen Wolf. "Kotproben und Fotos liefern konkrete Hinweise auf einen Wolf", sagte Jann Oetting von den Bayerischen Staatsforsten. Neben dem Wolfskot konnten auch Pfotenabdrücke identifiziert werden. Vergangenen Herbst war ein Wolf in eine Fotofalle der Bayerischen Staatsforsten getappt. Die DNA-Analyse könne Aufschluss geben, ob es sich um denselben Wolf wie im Bregenzerwald handelt, sagte Schatz. Die Ergebnisse sollen in vier bis sechs Wochen vorliegen.
Im Landkreis Fürth sehen die Jäger die angebliche Wolfssichtung gelassen. "Ich glaube nicht, dass er sich in unserem dicht besiedelten Landkreis dauerhaft niederlässt", sagte Reichert. Vermutlich sei es ein junger Wolf, der auf der Suche nach einem eigenen Revier durch die Region wandere. (dpa)

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