Kultur

Detail der Belehnungsurkunde des Kaisers Ferdinand II. für Herzog Maximilian von Bayern mit der Kurwürde, 25. Februar 1623 (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kurbayern Urkunden 22118).

20.02.2023

Aufstieg zu Kaisermachern

Vor 400 Jahren erhielt Bayern die Kurfürstenwürde

Vor 400 Jahren hatten es die Wittelsbacher geschafft: Das Herzogtum Bayern stieg auf zum Kurfürstentum. An das historisch bedeutsame Ereignis erinnert eine im Bayerischen Hauptstaatsarchiv.

Die Verleihung der Kurwürde an Herzog Maximilian I. von Bayern am 25. Februar 1623, war das Ergebnis schwieriger Verhandlungen und ein Kompromiss: Der bayerische Herzog wurde nur für seine Person belehnt, nicht für sein ganzes Haus. In einer geheimen Zusatzvereinbarung bestätigte Kaiser Ferdinand II. jedoch die erbliche Belehnung der bayerischen Wittelsbacher.

Die Ursprünge des bayerischen Strebens nach dieser Rangerhöhung reichen bis ins Spätmittelalter zurück. Im Hausvertrag von Pavia war 1329 zwischen der bayerischen und der pfälzischen Li-nie der Wittelsbacher eine abwechselnde Ausübung der Kurwürde vereinbart worden, die Goldene Bulle von 1356 band die Kurwürde dann an das pfälzische Territorium.

Am 8. Oktober 1619 schlossen Herzog Maximilian I. von Bayern und Kaiser Ferdinand II. den Münchner Vertrag. Eine Nebenabrede zu dieser Vereinbarung kennzeichnet den Beginn der Bemühungen Maximilians

Lesen Sie ausführlich über die Verleihung der Kurwürde im aktuellen UNSER BAYERN. Im bebilderten Beitrag Zielstrebig zum Kaisermacher zeigt Gerhard Immler (leitender Archivdirektor), wie die bayerische Kurwürde von bayerisch-pfälzischer Rivalität bestimmt war. Die Ausgabe Januar/Februar von UNSER BAYERN lag der Bayerischen Staatszeitung Nr. 2 vom 13. Januar 2023 bei. Lesen Sie den Beitrag auch online unter https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/unser-bayern/detailansicht-unser-bayern/artikel/zielstrebig-zum-kaiser-macher.html#topPosition

um die Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Bayern. Nach der Ächtung Friedrichs V. von der Pfalz 1621 erfolgte zunächst eine Geheimbelehnung, 1623 schließlich die Übertragung der Kurwürde auf Lebenszeit. Erst der Westfälische Friede 1648, der den Dreißig-jährigen Krieg beendete, bestätigte die Kurwürde für Bayern endgültig.

Die Ausstellung erklärt die wichtigsten Etappen des Aufstiegs Bayerns zum Kurfürstentum und die gelehrten Diskussionen, die an den beteiligten Höfen darüber geführt wurden. Die Ausstellung wird im Lauf des Jahres 2023 in weiteren Staatsarchiven zu sehen sein und wurde daher als flexible Präsentation auf Roll-Ups geplant. (BSZ)

Information: 25. Februar bis 14. April. Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstraße 5, Treppenhaus. Öffnungszeiten: Mo–Do 8.30–18.00 Uhr, Fr 8.30–13.30 Uhr (geschlossen: Karfreitag 7. und Ostermontag 10. April). Der Eintritt ist frei. Führungen für Gruppen können kostenfrei gebucht werden unter E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

 

 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll eine Zusatzsteuer auf Fleischprodukte erhoben werden?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2023

Nächster Erscheinungstermin:
29. November 2024

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 24.11.2023 (PDF, 19 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.