Landtag

Das Schild warnt vor der Afrikanischen Schweinepest und betont die Notwendigkeit, Speisereste in verschlossenen Müllbehältern zu entsorgen. (Foto: dpa/Michael Bihlmayer)

29.03.2026

Impfzurückhaltung bei Bauern

Geflügelpest, Newcastle-Krankheit, Afrikanische Schweinepest: Wie steht es um die Tierseuchenlage in Bayern? Ein Bericht im Landtag zeigt: Vieles ist unter Kontrolle – doch nicht überall

Die bayerische Veterinärverwaltung hat die Tierseuchenlage im Freistaat aktuell gut im Griff. Dieses Fazit zogen Redner aller Fraktionen nach einem Bericht des Leiters des Referats zur Tierseuchenbekämpfung im Umweltministerium, Ministerialrat Ulrich Wehr, im Umweltausschuss.

Demnach hat sich die in anderen Bundesländern zum Teil stark aufgetretene Geflügelpest in Bayern kaum verbreitet. Seit Oktober 2025 bis heute hat es bei Hausgeflügel nur acht Ausbrüche gegeben, vorwiegend in Südbayern. „Wir sind gut durch die Geflügelpestsaison gekommen“, bilanzierte Wehr.

Newcastle-Krankheit bereitet Sorgen

Mit etwas größeren Problemen haben die Veterinäre bei der vor allem Hühner und Puten befallenden Newcastle-Krankheit zu kämpfen. Die hochansteckende Erkrankung, die meist sehr rasch zum Tod der betroffenen Tiere führt, für Menschen und andere Haustiere aber ungefährlich ist, sei zuletzt in 14 Beständen in der Grenzregion von Oberbayern zu Niederbayern südlich von Landshut nachgewiesen worden, berichtete Wehr.

Man habe diesen Ausbruch „sehr ernst genommen“, weil er in einer geflügeldichten Region aufgetreten sei. Alle betroffenen Bestände hätten gekeult werden müssen, um die Betriebe sei eine enge Schutz- und eine weitere Überwachungszone eingerichtet worden. Derzeit werde geprüft, wie es trotz Impfpflicht zu dem Ausbruch habe kommen können.

Zurückhaltung bei Impfungen

Nur punktuell trat in Bayern in den vergangenen Monaten die Rinder, Schafe und Ziegen befallende Blauzungenkrankheit auf. Wehr berichtete von vier Betrieben in Südbayern.

Allerdings bedauerte er, dass die Tierhalter in Sachen Impfung ihrer Bestände „noch recht zurückhaltend“ seien. Dabei gebe es vom Freistaat für das Impfen eine finanzielle Unterstützung.

Schutz vor Afrikanischer Schweinepest

Auch dank großräumiger Schutzmaßnahmen wie der Errichtung eines Zaunes an der bayerisch-hessischen Grenze südlich von Aschaffenburg ist die sich in Europa ausbreitende Afrikanische Schweinepest laut Wehr in Bayern noch nicht nachgewiesen worden.

Allein vergangenes Jahr seien bayernweit mehr als 15 000 geschossene oder verendete Wildschweine ohne Befund auf ASP getestet worden. Laut Wehr verfügt Bayern über einen „umfassenden Tierseuchennotfallplan“, der im Ernstfall einen landesweit einheitlichen Vollzug von Schutzmaßnahmen garantiere. (Jürgen Umlauft)

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