Landtag

Hubert Aiwanger, (Freie Wähler) stellvertretender Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister, hält im Plenarsaal des bayerischen Landtags seine Regierungserklärung. (Foto: dpa, Peter Kneffel)

25.06.2026

Regierungserklärung: Aiwanger fordert neuen Gründergeist

Formulare bremsen Gründer aus, sagt Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger und fordert weniger Bürokratie und schnellere Verfahren, um Unternehmensgründungen zu erleichtern

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert einen neuen Gründergeist im Freistaat und will Start-ups und Firmengründer aller Art besser unterstützen. "Wer ein Unternehmen starten oder übernehmen will, darf nicht zuerst an Formularen und Behörden scheitern. Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Finanzierungsmöglichkeiten sind der Schlüssel für mehr Unternehmertum in Deutschland", sagte Aiwanger in einer Regierungserklärung im Landtag. 

Dabei verwies er unter anderem auf eine gemeinsame Initiative mit Berlin und Nordrhein-Westfalen, um Firmengründungen einfacher und schneller zu machen. Die Länder haben dem Bund dazu Eckpunkte für ein Gründungsbeschleunigungsgesetz vorgelegt. Ziel ist es, eine vollständige Digitalisierung des Gründungsprozesses zu erreichen. 

Den Freistaat sieht Aiwanger gut aufgestellt. "Bayern ist Gründerland Nummer eins. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unterstützen Gründer und Firmen-Übernehmer tatkräftig", sagte er. Damit das so bleibe, müsse der Bund allerdings die Rahmenbedingungen für Selbstständige, Gründer und Unternehmensnachfolger deutlich verbessern.

Bayern überholt Berlin

Bei Start-ups hat Bayern das Land Berlin laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY überholt. Start-ups aus Bayern sammelten demnach 2025 rund 3,3 Milliarden Euro von Investoren ein, während Wachstumsfirmen aus Berlin auf knapp 2,7 Milliarden Euro kamen. EY sprach von einer "Wachablösung", die sich manifestiere. Laut bayerischem Wirtschaftsministerium verzeichnet der Freistaat im vergangenen Jahr 785 Start-up-Neugründungen - 46 Prozent mehr als 2024. (dpa)
 

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