Leben in Bayern

Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr stehen an der Unfallstelle bei Buchloe-Ost, wo ein Reisebus auf der A96 umgekippt ist. Zwei Menschen seien dabei ums Leben gekommen, mehrere Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

27.09.2026

Auf dem Weg zur Wiesn: Reisebus auf A96 umgekippt - zwei Tote und viele Verletzte

Eine Reisegruppe von den Philippinen will von Mailand zum Oktoberfest nach München, als ihr Bus von der Fahrbahn abkommt und umkippt. Für die Rettungskräfte beginnt ein Großeinsatz

Zwei Menschen sind auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu gestorben, als ihr Reisebus auf dem Weg zur Münchner Wiesn von der Fahrbahn abkam und umkippte. Zahlreiche weitere Menschen der philippinischen Reisegruppe kamen zu Schaden. "Das war eine geschlossene Reisegruppe, die zum Oktoberfest unterwegs war", sagte der Sprecher der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck, Martin Cornils, vor Ort.

Sechs Menschen kamen demnach sofort mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser, einer davon schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere wurden mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. In einer Sammelstelle wurden 22 weitere Personen versorgt, davon wurden mehrere dann ebenfalls noch in Krankenhäuser gebracht. Genauere Angaben zur Identität der Opfer und der Schwere der jeweiligen Verletzungen waren zunächst nicht bekannt. 
Der Reisebus eines italienischen Unternehmens war gegen 6 Uhr am Morgen in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Er kippte am Fahrbahnrand um und blieb am Waldrand liegen. 

"Es ist natürlich erstmal ein großes Durcheinander"

Die Gruppe wollte von Mailand nach München zum Oktoberfest fahren - zunächst hieß es, der Bus sei von Zürich nach Mailand unterwegs. "Es ist natürlich erstmal ein großes Durcheinander, und die Faktenfindung gestaltet sich schwierig", erläuterte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord den Grund für die anfängliche Fehlinformation.

Inzwischen sei auch klar, dass nicht ganz so viele Menschen in dem Bus saßen wie zunächst angenommen. Rund 35 Passagiere waren an Bord, "die ganz gesicherte Zahl müssen wir noch eruieren", hieß es. 

Die Angehörigen der Reisegruppe hätten die philippinische Staatsangehörigkeit. Sie wurden von zwei Busfahrern begleitet, die unverletzt blieben. Der Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, hatte die italienische Staatsangehörigkeit.

Bis alle Fakten final geklärt sind, wird es noch etwas dauern. "Jetzt steht die Rettung im Vordergrund, die Versorgung der Personen, die da verunglückt sind", betonte die Sprecherin. Für die Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Ein Großaufgebot von rund 130 Rettungskräften der Feuerwehr, 130 Sanitätern und etwa 20 Polizisten war im Einsatz. 

Der Grund für den Unfall blieb derweil unklar. "Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben zur Klärung der Unfallursache. Das ist viel zu früh, um sich zu äußern", betonte die Sprecherin. 

Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen

Unfälle mit Reisebussen sind immer wieder besonders dramatisch: Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am 10. September berichtete. 

Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September nach Polizeiangaben 30 Menschen verletzt - 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen. (dpa)
 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll es an größeren Bahnhöfen Zugangskontrollen geben?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

„Die Bundesregierungskoalition hat noch schnell Reformen angekündigt, ehe sie sich in die Berliner Sommerpause verabschiedete. Eine Sommerpause übrigens, die sich die Wirtschaft nicht leistet. Unternehmer und Manager sind stets am Sprung“, sagt Bertram Br

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.