Leben in Bayern

Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs zu sehen. (Foto: dpa/Lino Mirgeler)

27.02.2023

Bräutigam stirbt nach Junggesellenabschied – Entsetzen im Heimatort

Noch dieses Jahr wollte er heiraten. Nach einem Ausflug mit seinen Freunden ist ein junger Mann aus Niederbayern tödlich verunglückt. Der Bus, mit dem die Gruppe unterwegs war, kam von der Fahrbahn ab und stürzte einen Abhang hinab

Trauer und Entsetzen in Triftern im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn: Bei einem schweren Busunglück in Österreich ist am Wochenende ein junger Mann aus dem kleinen Ort während seines eigenen Junggesellenabschieds ums Leben gekommen.

"Jeder ist erst einmal sprachlos und betroffen", sagte Bürgermeisterin Edith Lirsch am Montag über die Stimmung in der Marktgemeinde. "Man versucht das erst einmal zu realisieren." Manche hätten erst am Montag von dem Unglück erfahren. Der junge Mann sei in dem 5300-Seelen-Ort beliebt gewesen. Er habe sich bei der örtlichen Feuerwehr engagiert und stets mit angepackt, wenn etwas zu tun war.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr seien die Kollegen schockiert über den Tod ihres Kameraden, sagte Kreisbrandinspektor Maximilian Kirschner. Dem Vernehmen nach war die Hochzeit in diesem Jahr geplant. Die betroffenen Familien stützten sich gegenseitig, hieß es.

32 Männer waren an Bord

Der 31-jährige Mann hatte mit Freunden einen Rodelausflug anlässlich seines Junggesellenabschieds nach Schladming in Österreich unternommen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurde bei dem Unfall am späten Samstagabend außerdem der 51 Jahre alte Fahrer besonders schwer, 4 weitere Insassen schwer und 26 leicht verletzt. An Bord waren insgesamt 32 Männer aus Niederbayern.

Knapp ein Dutzend von ihnen zählten laut Bürgermeisterin zu der Gruppe um den Getöteten. Auch von ihnen seien einige leicht bis schwer verletzt worden und mussten teils im Krankenhaus behandelt werden. Sie hätten alles richtig machen wollen und die Busfahrt gebucht, um nicht mit Privatautos fahren zu müssen.

Die Ermittlungen zu dem tödlichen Busunglück brachten vorerst keine gesicherten Erkenntnisse zu der Unfallursache, wie ein Sprecher der Polizei in der Steiermark am Montag sagte. Zwar wurden Mitglieder der niederbayerischen Gruppe befragt, die mit dem Bus in Schladming verunglückten. Der schwer verletzte Fahrer konnte jedoch noch keine Aussagen machen. 

"Der Buslenker ist nach wie vor in kritischem Zustand und in künstlichem Tiefschlaf", sagte der Sprecher. Außerdem stehe die technische Untersuchung des Wracks noch aus.

In der gleichen Kehre, wo der Bus über einen Abhang auf einen Gebäudekomplex mit einer Schmiede und Ferienwohnungen stürzte, kam es schon 2017 zu einem schweren Unfall. Laut dem örtlichen Feuerwehrkommandanten Gerald Petter krachte damals ein Holztransporter auf das Gebäude. Sonst sei es dort aber zu keinen Unglücken gekommen.

"Es ist normalerweise keine gefährliche Stelle", sagte er. Am Samstag sei die Straße weder nass noch glatt gewesen, erst nach dem Unfall habe es zu schneien begonnen. (Sabine Dobel, Albert Otti, Christiane Oelrich, dpa)

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