Leben in Bayern

Eine Urlauberin kommt mit ihrem einjährigen aus Dubai in Frankfurt an und wird von ihrer Mutter begrüßt. (Foto. dpa)

04.03.2026

Iran-Krieg: Mehrere Flüge mit Urlaubern aus Konfliktregion - auch nach München

Seit Kriegsbeginn kommen Tausende Urlauber in Nahost nicht weg. Langsam scheint es für sie aber Licht am Ende des Tunnels zu geben. In Deutschland kamen heute wieder Flugzeuge etwa aus Dubai an - auch in der bayerischen Landeshauptstadt

Nach zahlreichen ausgefallenen Flügen wegen des Iran-Kriegs in den vergangenen Tagen gibt es für gestrandete deutsche Urlauber in Nahost erste Zeichen der Entspannung. An den Flughäfen München und Düsseldorf landeten Linienmaschinen aus der Konfliktregion. Am Frankfurter Flughafen trafen Linien-Maschinen aus Beirut, Dubai und dem jordanischen Amman ein, es kam aber auch zu kurzfristigen Absagen. 

Sprecher wiesen aber darauf hin, dass die Lage weiterhin volatil und kurzfristige Annullierungen weiterhin möglich seien. Am Donnerstagmorgen soll in Frankfurt zudem der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung ankommen.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten hatten ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. 

Betroffen sind rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern, wie es vom Deutschen Reiseverband hieß. Die Reiseveranstalter arbeiteten mit Hochdruck daran, Rückreisemöglichkeiten für ihre Gäste zu organisieren. Wegen derzeit noch sehr begrenzter Flugkapazitäten gestalte sich dies jedoch äußerst komplex.

Der Veranstalter Schauinsland-Reisen kündigte an, am Donnerstag sämtliche Reisegäste aus Sri Lanka und von den Malediven zurückzufliegen. Für Urlauber in weiteren Fernreisezielen, etwa in Thailand, sei eine Rückholung in Planung. Von der Schweizer Reederei MSC Cruises hieß es, an einer Rückholung von Reisegästen werde weiter gearbeitet - insbesondere in Zusammenarbeit mit Emirates und Etihad Airways.

Fünf Flugzeuge in Frankfurt erwartet

Die Lage sei auch mit Blick auf den Donnerstag sehr volatil, sagte eine Sprecherin von Fraport, dem Flughafenbetreiber in Frankfurt. Weiterhin definitiv nicht möglich seien Flüge von und nach Tel Aviv und Doha. Bereits jeweils mehr als ein Dutzend ankommende und herausgehende Flüge in die Region seien heute storniert worden. 

Auch am Münchner Flughafen wurden für den Abend vier Flugzeuge aus der Region erwartet - aus dem Oman, Abu Dhabi und Dubai. Bei zweien handele es sich um Sonderflüge von Oman Air und Emirates, sagte ein Sprecher. Er betonte, dass betroffene Airlines gerade von Tag zu Tag planten. 

Evakuierungsflüge für vulnerable Gruppen starten

Der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung wird nach Angaben der Lufthansa am frühen Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Jet vom Typ Airbus A340-300 soll demnach nach Mitternacht um 1.55 Uhr Ortszeit in Omans Hauptstadt Maskat starten. Laut Lufthansa ist die Landung von Flug LH345 am Frankfurter Flughafen gegen 5.45 Uhr (MEZ) geplant. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. 

Für diesen ersten Evakuierungsflug der Regierung in der aktuellen Nahost-Krise sollten nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant.

Am Dienstagnachmittag war erstmals wieder eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main gelandet. Am späten Dienstagabend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an. Die Erleichterung bei den Passagieren war groß. Viele Rückkehrer fielen erleichtert ihren Familien in die Arme. (dpa)
 

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