Leben in Bayern

Der Schaden durch gestohlene Fahrräder und E-Bikes liegt in Bayern bei mehr als 27 Millionen Euro. (Foto: dpa/Joko)

25.05.2026

Pro Tag werden in Bayern mehr als 60 Fahrräder geklaut

Ohne Fahrradschloss geht meist nichts: Auch in Bayern sind Fahrräder und E-Bikes bei Dieben begehrt. Der Schaden geht in die Millionen. Die Statistik zeigt aber auch eine erfreuliche Entwicklung

In Bayern ist im vergangenen Jahr die Zahl der angezeigten Fahrraddiebstähle deutlich zurückgegangen. Pro Tag werden rechnerisch aber immer noch mehr als 60 Räder geklaut. Dies geht aus einer Auflistung des Innenministeriums auf Anfrage der SPD im Landtag hervor. Demnach wurden von der Polizei landesweit 22.018 Fälle registriert. 2024 waren es noch 25.114, 2023 sogar 25.854.

Millionen-Schaden durch Diebstähle

Die Aufklärungsquote lag 2024 und 2025 mit 13,6 Prozent aber etwas höher als 2023 (11,8 Prozent), wie es in der Auflistung heißt, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Das bedeutet, dass ein Großteil der gestohlenen Räder nicht wiedergefunden wird. Generell dürfte die Gesamtzahl der Diebstähle aber deutlich höher liegen, da bei alten Rädern vermutlich nicht jeder Fall zur Anzeige gebracht wird.

Die Schadenssumme durch die Diebstähle bezifferte das Innenministerium für 2025 auf mehr als 27 Millionen Euro, 2024 gar auf 28,9 Millionen Euro. Verglichen zu 2020 (17 Millionen Euro) bedeutete dies einen deutlichen Anstieg, was mit den Diebstählen besonders hochpreisiger Räder, darunter auch E-Bikes, erklärt werden kann.

Oberbayern besonders betroffen

Auf regionaler Ebene wird fast die Hälfte aller Diebstähle im Regierungsbezirk Oberbayern (10.819 in 2025) und hier im Raum München (5.671) verortet. In Niederbayern waren es 1.409 Diebstähle, in der Oberpfalz 1.368, Oberfranken kam auf 1.253 Fälle, Mittelfranken auf 3.285 Fälle, Unterfranken auf 1.108 und Schwaben auf 2.637.

Anders als bei den Diebstählen zeigt sich bei der Unfallstatistik dagegen kein Rückgang der Fallzahlen. 2025 wurden bayernweit 19.845 Unfälle mit Radfahrern registriert, der höchste Wert seit 2020 (19.212). Bei den im Verkehr getöteten Radfahrern gab es immerhin 2025 einen leichten Rückgang auf 83, 2024 waren es 97 Tote, 2020 waren es 70.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller forderte angesichts der Zahlen bessere Infrastruktur und kritisierte die geringe Aufklärungsquote. Zwar sei es positiv, dass mehr Menschen auf Fahrräder und E-Bikes umstiegen. Die hohen Unfallzahlen und die Zahl der Diebstähle hielten aber viele davon ab, in hochwertige Räder zu investieren. (dpa/lby)

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