Politik

Ob der Flüchtlingsandrang nachlässt, ist weiterhin offen. (Foto: dpa)

05.11.2015

Aus Österreich kommen weniger Flüchtlinge nach Bayern

Ein Trend ist laut Bundespolizei aber noch nicht erkennbar

Die Zahl der von Österreich nach Bayern kommenden Flüchtlinge geht seit Anfang der Woche leicht zurück. Nach 8750 Asylsuchenden am Montag sank die Zahl am Mittwoch auf knapp 6000. Daraus sei jedoch keinTrend abzuleiten, sagte heute der Sprecher der Bundespolizeidirektion München, Rainer Kerstiens. "Es geht immer leicht auf und ab."

Knapp 3500 Menschen überquerten am Mittwoch alleine die niederbayerischen Übergänge in Neuhaus am Inn, Simbach und Wegscheid oder kamen mit dem Zug am Passauer Bahnhof an. "VonEntspannung kann keine Rede sein", sagte Bernd Jäckel von der Bundespolizeiinspektion Freyung. Die anderen etwa 2400 Menschen reisten über die oberbayerischen Grenzübergänge in Kiefersfelden und Freilassing ein.

"Bis jetzt haben wir keine Probleme"


Kiefersfelden nahe Rosenheim ist seit Mittwoch anstelle von Laufen im Berchtesgadener Land neuer Übergabepunkt für die kontrollierte Einreise von Flüchtlingen. Dort kamen am ersten Tag knapp 1000 Menschen die Grenze. "Bis jetzt haben wir keine Probleme", sagte Bernd-Robert Schulz von der Bundespolizei in Rosenheim. "Momentan ist die Lage ruhig", sagte auch ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol. In einem Transitzelt auf österreichischer Seite warteten derzeit 600 Menschen auf die Fahrt nach Deutschland.

1400 Asylsuchende kamen laut Schulz am Mittwoch über die Saalachbrücke in Freilassing. Seit Donnerstagmittag würden dort, wie schon bis zum vergangenen Sonntag, daher wieder 50 statt 100 Flüchtlingen pro Stunde von der Bundespolizei auf deutscher Seite in Empfang genommen.

Am Mittwoch hatte sich der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Peter Altmaier (CDU), ein Bild der angespannten Lage im Landkreis Passau gemacht. Er versprach, die Grenzregion zu entlasten. Dazu solle ein Zentrum für die Zusammenarbeit deutscher und österreichischer Polizisten geschaffen werden. Außerdem sollten Polizeibeamte aus beiden Ländern gemeinsam an der grünenGrenze Streife fahren.
(Michael Winde, dpa)

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