Politik

Der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Hans Maurer ist tot. (Foto: dpa, Frank Mächler)

24.08.2026

Bayerns ehemaliger Landwirtschaftsminister Hans Maurer ist tot

Vom Bauernhof ins Ministeramt: Hans Maurers Lebensweg war geprägt von Bildung und Engagement. Nun ist der frühere Landwirtschaftsminister gestorben

Der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Hans Maurer (CSU) ist tot. Der Politiker starb nach kurzer Krankheit am Samstag im Alter von 93 Jahren im Klinikum Ansbach, wie seine Familie mitteilte. Maurer hinterlässt drei erwachsene Kinder.

Der auf einem bäuerlichen Betrieb aufgewachsene Mittelfranke hatte sich nach dem Erwerb der Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg für ein Berufsschullehrerstudium entschieden. Da er jedoch nicht die erhoffte Anstellung als Landwirtschaftspädagoge fand, sattelte er nach einem ergänzenden Studium auf Volks- und Hauptschullehrer um und arbeitete an verschiedenen Schulen seiner Heimatregion.

In den Landtag zog Maurer im Jahr 1970 ein. Nach einer Mitarbeit im Landtagspräsidium wurde er 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß (CSU) zum Staatssekretär im Kultusministerium, ein Jahr später zum zweiten Mann im Landwirtschaftsministerium berufen. Im Kabinett von Max Streibl (CSU) war Maurer von 1990 bis 1993 Landwirtschaftsminister. Von 1999 bis 2010 war er Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesstiftung.

Söder: Staatsmann erster Güte

Ministerpräsident Markus Söder sagte, Bayern trauere um einen Staatsmann erster Güte. "Hans Maurer hat sich über Jahrzehnte in den Dienst des Freistaats und der Menschen gestellt - als Landtagsabgeordneter genauso wie als Staatssekretär und Landwirtschaftsminister. Sein persönlicher Werdegang zeigt dabei, was Engagement und Beharrlichkeit möglich machen."

Als Minister habe Maurer immer ein offenes Ohr für die Landwirte gehabt, für die er sich im unvermeidlichen Strukturwandel mit ganzer Kraft eingesetzt habe. "Er war ein geschätzter politischer Wegbegleiter und persönlicher Ratgeber. Gerade auch für jüngere Abgeordnete hatte sein Wort großes Gewicht." (dpa)
 

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