Politik

Der Bund Naturschutz warnt davor, Umweltauflagen im Zuge von Bürokratieabbau zu schwächen. (Foto: dpa/Patrick Pleul)

19.03.2026

Bund Naturschutz: Bürokratieabbau nicht auf Kosten der Natur

Die Regierungen in Bund und Land wollen Bürokratie abbauen. Häufig sind es Umweltvorschriften, die fallen sollen. Der Bund Naturschutz warnt

Der neue Chef des bayerischen Bunds Naturschutz (BN) hat davor gewarnt, umweltpolitische Vorgaben als überflüssigen Ballast zu betrachten. „Mich erfüllt mit großer Sorge, dass man sich den Naturschutz als den Hinderungsgrund für Wirtschaftsentwicklung ausgesucht hat“, sagte Martin Geilhufe der „Augsburger Allgemeinen“.

Warnung vor Abbau von Umweltstandards

Bei Entbürokratisierung die Beteiligungsmöglichkeiten für den Naturschutz zu beschränken, sei nicht der Weisheit letzter Schluss. „Dass viele unter Bürokratie leiden, das ist völlig klar, aber wir brauchen gewisse Regeln für das Gemeinwohl“, betonte Geilhufe.

Naturschutz droht im Klimadiskurs unterzugehen

Der im November gewählte Verbandschef kritisierte zugleich, dass durch die klimapolitischen Debatten originäre Naturschutz-Themen in den Schatten geraten. So habe zum Beispiel der voraussichtliche neue grüne Ministerpräsident Cem Özdemir in seinem Wahlkampf Klima- und Umweltschutz betont, nicht aber das Thema Naturschutz gespielt.

Geilhufe erinnert an „Rettet die Bienen“

Geilhufe verwies auf den Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, aus dem sich positive Dinge wie der Streuobstpakt oder ein besseres Naturschutzgesetz entwickelt hätten.

CSU-Ministerpräsident Markus Söder umarme heute anders als damals keine Bäume mehr. „Aber er wird es hoffentlich wieder tun!“, sagte der Bund-Naturschutz-Chef. „Vergangenen Sommer hat Markus Söder damit angefangen, Elektrotankstellen einzuweihen“, lobte Geilhufe. (dpa)

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