Politik

Bundesbildungsministerin Karin Prien. (Foto: dpa)

15.06.2026

CDU-Ministerin Prien: Frühe Förderung soll Bildungsschere verringern

Bildungsministerin Prien betont: Frühkindliche Bildung ist entscheidend, um Nachteile durch soziale Herkunft auszugleichen. Warum sie auf frühe Förderung setzt

Der Bildungserfolg in Deutschland hängt nach Einschätzung von Bundesbildungsministerin Karin Prien weiterhin in erheblichem Maß von der sozialen Herkunft ab. "Oftmals sind die Gründe Migrationshintergrund oder eben auch Armut", sagte die CDU-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin". "Was wir jetzt sehen ist, dass die Bildungsschere sich im Grunde auftut ab der Geburt, sich dann öffnet bis zum 6. Lebensjahr und dann auch nicht mehr kleiner wird."

Die Erkenntnis daraus sei, dass die frühe Bildung entscheidend sei - "das, was Kinder im Alter zwischen 0 und 3 im Elternhaus an Bildung und Erziehung erfahren, und dann eben in der Kita". "Und deshalb müssen wir uns noch stärker als bisher auf die frühe Bildung konzentrieren", sagte Prien.

Prien: Kinder müssen in der Kita Deutsch lernen

Es gehe darum, im Alter von 0 bis 6 Jahren Eltern, Großeltern und Kitas zu gewinnen, um Kinder besser zu unterstützen. "Kinder müssen die deutsche Sprache lernen in der Kita und müssen auch in ihren sonstigen Entwicklungsdefiziten besser unterstützt werden", so die Ministerin. "Das ist jetzt die große Aufgabe für die nächsten Jahre."

Prien stellt um 13.00 Uhr den Bericht "Bildung in Deutschland 2026" vor. Der Nationale Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre als Bestandsaufnahme des Bildungssystems von der Kita bis zur Hochschule. (dpa)

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