Politik

In der CSU herrscht in der Frage, ob man Kindern und Jugendlichen bis zu einem bestimmten Alter den Zugang zu sozialen Medien verbieten soll, Uneinigkeit. (Foto: dpa, Jochen Tack)

18.03.2026

CSU in Debatte um Social-Media-Verbot uneinig

Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche – Ja oder Nein? In der CSU herrscht in dieser Frage Uneinigkeit

Nachdem sich kürzlich Landtagspräsidentin Ilse Aigner für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ausgesprochen hat, gibt es nun Gegenwind von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). "Plakative Verbote dürfen also nicht Ausreden sein für eine unterkomplexe Hilflosigkeit", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch).

Aigner dafür, Söder skeptisch

Die CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar beschlossen, ein Mindestalter von 14 für soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einführen zu wollen. Aigner unterstützte diesen Vorschlag, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte dagegen Skepsis.

"Die große Mehrheit der Fachkundigen lehnt pauschale Verbote ab", sagte die Sozialministerin und zitierte die Kommission für Jugendmedienschutz mit den Worten: "Altersgrenzen reduzieren das Haftungsrisiko der Anbieter". Zudem wiesen Medienforscher im Falle Australiens auf Umgehungspraktiken und eine Verstärkung sozialer Ungleichheiten hin, sagte sie. (dpa)
 

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