Politik

12.06.2025

Naturschutz versus Kosten: Sind Landesgartenschauen sinnvoll?

Gartenschauen dienen der Aufwertung des öffentlichen Raumes, der Erholung und der Förderung des Gartenbaus. Der Staat unterstützt die Umsetzung, doch in immer mehr Kommunen wird wegen des hohen Eigenanteils über die Kosten diskutiert. Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz, befürwortet die Gartenschauen. Maria Ritch, Vizepräsidentin vom Bund der Steuerzahler in Bayern, sieht die Belastung eher kritisch

JA

Richard Mergner, Landesvorsitzender Bund Naturschutz

Landesgartenschauen tragen oft zu einer positiven ökologischen Stadtentwicklung bei, was wir unterstützen und fördern. Der BN ist seit 30 Jahren auf bayerischen Landesgartenschauen mit tollen Angeboten für die Besucher*innen präsent. Trotzdem können bestimmte Standortkonzepte negative Auswirkungen auf unsere Natur haben. Um dies zu vermeiden, nutzt der BN seine Stimme im Fachbeirat.

Grundsätzlich kann eine LGS eine Chance für den Naturschutz sein. Durch sie werden Besucher*innen für naturnahe Gärten sensibilisiert, was wieder dem Artenschutz und der Artenvielfalt hilft. Eine LGS kann zu mehr Grün und naturnahen Flächen in der Gemeinde beitragen, wenn sie gut geplant ist. Es gibt aber auch einige Dinge zu beachten. So sollte zwingend auf torfhaltige Blumenerde verzichtet werden. Ebenso auf Schottergärten sowie eine Wasserversorgung mit hohem Frischwasseranteil.

NEIN

Maria Ritch, Vizepräsidentin vom Bund der Steuerzahler

Landesgartenschauen sind nicht nur eine floristische und landschaftsarchitektonische Augenweide, sondern beanspruchen in der Regel sehr viel Steuergelder. Mit deren Vorbereitung, Organisation und Durchführung werden vielfach Projektgesellschaften mit zusätzlichem Personal gegründet. Daher stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Landesgartenschauen geben touristisch betrachtet der jeweiligen Region einen Schub und stärken zumindest für eine gewisse Zeit die regionale Wirtschaftskraft.

Ob die für Landesgartenschauen ausgegebenen Millionen an Steuergeldern noch verhältnismäßig sind, muss kritisch hinterfragt werden, belasten doch nicht nur die Investitionsausgaben, sondern auch die Kosten für den langfristigen Erhalt des betreffenden Geländes die jeweiligen kommunalen Haushalte. Die Kosten sollten daher die positiven Wirkungen nicht über Gebühr übersteigen.

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