Politik

2024 war die Welt noch in Ordnung: Beim Ludwig-Erhard-Gipfel diskutieren Friedrich Merz, Ricarda Lang, Wolfgang Kubicki und Saskia Esken beim ntv-Talk am Tegernsee. (Foto: dpa/Frank Hoermann/Sven Simon)

27.04.2026

Erhard-Gipfel am Tegernsee startet nach Krise neu

Nach Vorwürfen über mögliche privilegierte Kontakte zu Politikern und dem Rückzug vieler Spitzenpolitiker startet der von Wolfram Weimer mitbegründete Gipfel mit neuem Fokus

Der Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee steht nach turbulenten Monaten vor einer Neuauflage. Die Veranstaltung, die sich lange als deutsches Pendant zum Weltwirtschaftsforum in Davos verstand, muss sich neu aufstellen.

Noch im Frühjahr 2025 hatten die Organisatoren auf einen Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz gehofft. Daraus wurde nichts – und auch 2026 ist ein Kanzlerauftritt kein Thema.

Kritik und personelle Veränderungen

Auslöser für die Krise war der Wechsel von Mitgründer Wolfram Weimer in die Bundesregierung. Nach seiner Berufung zum Kulturstaatsminister geriet der Gipfel unter Druck. Medienberichte über angebliche Einflussmöglichkeiten beim Ticketverkauf führten dazu, dass zahlreiche Spitzenpolitiker ihre Teilnahme absagten.

Veranstalterin Christiane Goetz-Weimer weist die Vorwürfe zurück. Man habe zu keinem Zeitpunkt Kontakte zu Politikern verkauft.

Weniger Spitzenpolitik vor Ort

Beim diesjährigen Gipfel sind vor allem Politiker aus der zweiten Reihe vertreten. Einziger aktiver Vertreter der Bundesregierung ist Philipp Amthor. Weitere Teilnehmer sind unter anderem Armin Laschet, Annegret Kramp-Karrenbauer und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Auch internationale Gäste wie der frühere österreichische Kanzler Wolfgang Schüssel werden erwartet.

Fokus auf Wirtschaft

Inhaltlich setzen die Organisatoren stärker auf wirtschaftspolitische Themen. Der Gipfel steht unter dem Motto „Zurück an die Weltspitze: Wie gelingt Deutschland der wirtschaftliche Aufschwung?“.

Zugleich hoffen die Veranstalter, die Debatte wieder stärker auf Inhalte zu lenken. In den vergangenen Monaten war die Berichterstattung stark von Kritik und politischen Kontroversen geprägt.

Ein Höhepunkt soll die Verleihung des „Freiheitspreises der Medien“ an den früheren Bundesfinanzminister Theo Waigel sein. (dpa)

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