Politik

26.03.2026

Frage der Woche: Sollen Minijobs abgeschafft werden?

In der Politik mehren sich die Stimmen, die für die Abschaffung von Minijobs plädieren. Auch Martin Bauhof, Landesvorsitzender der bayerischen Linken, fände das sinnvoll. Franz Bergmüller, tourismuspolitischer Sprecher der AfD im Landtag, ist dagegen

JA

Martin Bauhof, Landesvorsitzender der bayerischen Linken

Minijobs führen zu Ausbeutung, Armut und Unsicherheit. Wer in einem Minijob arbeitet, hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und wird viel zu oft um bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall betrogen. Stundenerhöhungen führen zu einem geringeren Nettolohn, weshalb viele Minijobber*innen weniger Stunden arbeiten als gewünscht. Fast 60 Prozent der Minijobs werden von Frauen ausgeübt. Sie können ihre Existenz mit einer solchen Beschäftigung nicht eigenständig sichern und sind dadurch von Partnern oder Sozialleistungen abhängig. Minijobs zementieren ein patriarchales Rollenmodell.

Oftmals führen Minijobs direkt in die Altersarmut: In die Rentenkasse wird nur selten eingezahlt und selbst wenn, kommt fast nichts dabei rum. Deshalb fordern wir als Linke die Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen – und zwar ab dem ersten Euro. 

NEIN

Franz Bergmüller, tourismuspolitischer Sprecher der AfD im Landtag

Hier gibt es eine klare Antwort: Minijobs müssen unbedingt erhalten bleiben! Die Forderung aus SPD-Kreisen, diese bewährte Beschäftigungsform abzuschaffen, ist realitätsfremd und wirtschaftsfeindlich. Millionen Schüler, Studenten, Rentner und Nebenerwerbstätige nutzen Minijobs ganz bewusst, weil sie ihnen Flexibilität bieten, ohne durch Bürokratie und hohe Abgaben erdrückt zu werden. Vor allem aber sind kleine Gastronomiebetriebe, Handwerker, Dienstleister und Einzelhändler auf Minijobber dringend angewiesen, um bei schwankender Auftragslage überhaupt bestehen zu können. Wer hier den Rotstift ansetzt, trifft nicht die Großkonzerne, sondern die Dorfwirtschaft und den Laden um die Ecke und vernichtet damit Tausende Arbeitsplätze in der Region. Statt funktionierende Modelle zu zerschlagen, muss die Politik endlich wieder im Sinne der Bürger und der Wirtschaft handeln.

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