Politik

Gen Z regelt-Demo, hier in Nürnberg. (Foto: dpa, Pia Bayer)

31.10.2026

Gen-Z-Proteste verliefen nicht nur friedlich, auch nicht in Bayern

Tausende junge Menschen gingen bundesweit auf die Straße - der Großteil friedlich. Doch es gab auch Eskalationen. In Nürnberg wurde ein Demonstrationsteilnehmer verletzt, in Hamburg kam es zu Gewalt gegen Polizisten, in Köln musste die Polizei eine Kundgebung absagen. Demonstriert werden sollte bundesweit für mehr Geld für das Schulsystem, konsequenten Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Einführung der Wehrpflicht

Bei den Jugendprotesten in Nürnberg ist ein Versammlungsteilnehmer verletzt worden. Grund sei möglicherweise ein Böllerwurf, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken der Deutschen Presse-Agentur. Angaben zur Schwere der Verletzung gab es zunächst nicht. Die Person sei vom Rettungsdienst behandelt worden. Die Polizei stoppte den Demonstrationszug kurzfristig. Nach einem Appell an die Teilnehmer per Lautsprecher habe der Zug dann aber wieder fortgesetzt werden können. 

Bereits vor dem Vorfall waren in Nürnberg aus der Menge heraus immer wieder Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden, darunter auch Pyrotechnik. Laut Polizei hatten sich dort rund 2.000 Menschen dem Protest angeschlossen.

In Hamburg gab es Gewalt gegen Polizisten


Bei der Hamburger Demonstration unter dem Motto "Gegen Wehrpflicht - Gen Z regelt!" sind Einsatzkräfte der Polizei von einigen Demonstrierenden mit Pyrotechnik und Baustellenabsperrungen beworfen worden. Die Bereitschaftspolizei gehe mit "unmittelbarem Zwang" dagegen vor, postete die Polizei auf ihrem WhatsApp-Channel.

Vermummte Demonstranten


Im Verlauf der Demonstration hatten schwarz gekleidete und teils vermummte Menschen rot-weiße Plastik-Baustellenabsperrungen auf dem Steindamm in der Nähe des Hauptbahnhofes aus ihren Verankerungen gerissen und auf die Straße geworfen. Später wurden die Plastikteile im Bereich der U-Bahnstation Lohmühlenstraße auch angezündet. Die Polizei schritt ein, trieb die Menge wieder auseinander und setzte teils auch Pfefferspray gegen die Demonstrierenden ein. Das Feuer wurde schließlich mithilfe eines Wasserwerfers gelöscht. 

Zu der Demonstration in Hamburg waren mehrere tausende Menschen gekommen. Die Polizei sprach zunächst von Teilnehmenden-Zahlen im mittleren vierstelligen Bereich. Konkrete Zahlen nennt die Polizei erst nach Abschluss der Demonstration. Eine Sprecherin des Organisationsteams ging von rund 6.000 bis 7.000 Demonstrantinnen und Demonstranten aus. 

In Köln wurde eine Demo von der Polizei abgesagt

Wegen der Vermummung einiger Teilnehmer und dem Einsatz von Pyrotechnik hat die Polizei in Köln den Demonstrationszug der Initiative "Gen Z regelt" kurzfristig abgesagt. "Die Demo wird als Standkundgebung weitergehen", sagte eine Polizeisprecherin am Samstagnachmittag. Das bedeute, dass die Versammlung am Rheinufer weitergehe. Die Polizei appelliere an die Zurückhaltung der Teilnehmenden. Bislang sei die Teilnehmerzahl unter den 15.000 angemeldeten Menschen geblieben, sagte die Sprecherin. 

In NRW waren in mehreren Städten Demonstrationen geplant, deren Organisatoren sich den Forderungen der Initiative "Gen Z regelt" angeschlossen hatten. Bezogen auf die Anmeldezahlen sollte diejenige in Köln die größte sein.
Die Polizei hatte sich angesichts bundesweit angekündigter Jugendproteste auf einen Großeinsatz eingerichtet. Es waren Drohnen im Einsatz, Wasserwerfer standen bereit. 

Die "Gen Z regelt"-Initiative hat in ganz Deutschland zu Aktionen aufgerufen. Demonstriert werden soll für mehr Geld für das Schulsystem, konsequenten Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Einführung der Wehrpflicht.
(dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll es eine Stromsteuersenkung für alle geben?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Start-up-Investor Carsten Maschmeyer meint, dass ein Staat, der offensichtliche Probleme nicht löst, von seinen Bürgerinnen und Bürgern als dysfunktional wahrgenommen wird. Politiker, die viel versprechen und wenig halten, sorgen für Ablehnung.

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.