Politik

Der Ministerrat hat beschlossen, die umfassende Maskenpflicht bei Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, Kinos et cetera ab 1. Juli zu lockern. Für die Besucher gilt Maskenpflicht nur noch, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden. (Foto: dpa/Sven Braun)

30.06.2020

Kino, Theater und Konzerte ohne Maske

Die bisher geltende umfassende Maskenpflicht entfällt

Zuschauer können Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte künftig ohne Mundschutz genießen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Damit stelle man den Kulturbereich den Kirchen gleich und übertrage das in Gottesdiensten geltende Modell. Danach muss jeder seine Maske nur solange tragen, bis er an seinem Platz sitzt.

Zuvor hatte Söder die Lockerung für den Kulturbereich im Interview der Augsburger Allgemeinen angekündigt. "Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen", hatte Söder dem Blatt erklärt. "Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren." Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. "Wir wollen eine Perspektive für die Kultur", sagte Söder.

Söder: "Eine Perspektive für die Kultur"

Viele Kinobetreiber sind auf die Barrikaden gegangen, weil Gäste in Restaurants ohne Mundschutz sitzen dürfen, im Kinosaal diesen aber während der gesamten Vorstellung tragen sollten.

Um Kinos in der schwierigen Anlaufphase zu unterstützen, stellt der Freistaat 12 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Starthilfen können ab dem 1. Juli von den Kinobetrieben auf der Internetseite www.coronahilfe-kino.bayern.de beantragt werden, die von dem für die Kino- und Filmwirtschaft zuständigen Digitalministerium betrieben wird. (BSZ/dpa)

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Kommentare (2)

  1. R.Tanghatar vor 5 Tagen
    Maskenfplicht abschaffen,lieber heute als morgen, aus gesundheitlichen Gründen!!!
    Begründung: das „unfreiwillige“ Tragen von einer Maske (Maskenzwang) in den Geschäften/Behörden/ÖPVB kann bei vielen Menschen Stress und ein Gefühl von Unbehagen auslösen. Die Maske ist dann ein Stressfaktor (Stressor). Sie nervt und macht wütend.Man fühlt sich bevormundet und gezwungen gegen den eigenen Willen etwas zu tun, mit dem man selbst keine Sinnhaftigkeit/Notwendigkeit verbinden kann.Die persönliche Freiheit wird täglich stark beeintächtigt. Das Sprechen und die Mimik stark eingeschränkt.Man ist kaum in der Lage sich zu entspannen und lachen.Man ist öfter angespannt und fühlt sich angegriefen.Es werden öfter Stresshormone frei gesetzt. Die Lebensqualität und die Gesundheit leidet und wird beeinträchtigt und zwar täglich. Der Schaden einer Maskenpflicht hinsichtlich der (psychosomatischen) Gesundheit der Menschen ist daher viel höher als ihr Nutzen.Rasoul Tanghatar (M.A.-Sozialpsychologe)
  2. Thomas H. vor 1 Woche
    Aggressive und Hasserfühlte Blicke, offene Anfeindungen wegen Maskenpflicht!!!
    Ich bin Asthmatiker und kann keine Mund-Nasen-Schutz (Maske) tragen. Ich habe auch ein Attest von meinem Arzt. Drin steht, dass ich keine Mund-Nase-Bedeckung tragen kann. Wenn ich privat und beruflich mit der Bahn oder dem Bus unterwegs bin, bin ich „öfter“ den aggressiven und hasserfüllten Blicken einiger Fahrgäste ausgesetzt. Manchmal kommt man zu mir ganz nah und starrt mich sehr wütend und zornig an. Es sieht manchmal „sehr bedrohlich aus“. Man bekommt dann richtig Angst. Sowas konnte ich mir nie im Leben vorstellen, dass man in Deutschland Angst um „sein Leben“ haben muss, weil man ein Asthmatiker ist.
    Ich wurde auch einige Male trotz Attest vom Arzt in den Geschäften nicht reingelassen und die Polizei wollte sich da nicht einmischen. Man kann ja nicht 10-mal am Tag die Polizei anrufen. Daher habe ich mich selbst isoliert und gehe ich erst in vielen Geschäften nicht rein. Wo sind hier Bundesverfassungsgericht (Verletzung des Artikels 3 des Grundgesetzes) und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes?
    Ich fühle mich in Deutschland 2020 wie in einem Polizeistaat. Überall wird kontrolliert, ob man eine Maske trägt oder nicht und ob man die Maske richtig aufgesetzt hat oder nicht? Als ob hier ums Leben und Tod geht? Jeder Mitarbeiter, der irgend vor einem Geschäft oder Kaufhaus steht oder in einem arbeitet, kann dich ansprechen und nach deinem Personalausweis fragen und deine persönliche Dokumente „prüfen“. Jeder darf hier offiziell ein Polizist spielen.
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass die ständigen Ansagen/Anzeigen in den Bahn-und Busstationen (schützen Sie sich und andere. Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz!!!) den Menschen „eine Gehirnwäsche“ verpasst haben.
    Es muss was geschehen, damit Hunderttausende Menschen, die keine Maske tragen können, nicht gemobbt/unterdrückt und bedroht und manchmal angegriffen und verletzt werden. Jeder Mensch muss sich in Deutschland sicher fühlen. Zurzeit ist aber das nicht der Fall…Haben wir immer noch eine Demokratie oder ist schon Diktatur…?

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