Politik

Nicht nur Marcus König (Mitte, CSU), amtierender Oberbürgermeister von Nürnberg, muss in die Stichwahl. Viele CSU-Bewerber müssen in zwei Wochen noch mal antreten. Laut CSU-Generalsekretär Martin Huber gehe man mit "Zuversicht" in den nächsten Wahlkampf. (Foto: dpa, Daniel Karmann)

08.03.2026

Kommunalwahl in Bayern: Erste Reaktionen der Parteien

Bayernweit werden bei der Kommunalwahl 39.300 Mandate vergeben. Das landesweite Ergebnis wird erst am Mittwoch feststehen, doch schon jetzt zogen die Parteien eine erste Bilanz

CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte der Deutschen Presse-Agentur in einer ersten Zwischenbilanz, es gebe heuer zahlreiche Stichwahlen, nicht zuletzt aufgrund der AfD. Man gehe aber voller Schwung und Zuversicht in die nächsten zwei Wochen bis zu den Stichwahlen am 22. März, betonte er.

Enttäuschend aus CSU-Sicht ist allerdings das Abschneiden in München, wo es OB-Kandidat Clemens Baumgärtner nicht in die Stichwahl geschafft hat.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagte im BR, es schaue so aus, dass man die Zahl der Freie-Wähler-Landräte mindestens werde verteidigen können.

AfD dürfte zulegen

Die AfD dürfte ihr landesweites Ergebnis steigern - schon deshalb, weil sie diesmal in allen kreisfreien Städten und in allen Landkreisen mit eigenen Listen antrat. Und genau das sind die Wahlergebnisse, aus denen das Statistische Landesamt am Ende das landesweite Kommunalwahlergebnis ermitteln wird. Vor sechs Jahren hatte die AfD landesweit 4,7 Prozent der Stimmen geholt. 

Zur Wahrheit gehört aber auch: Bei allen wichtigen Personenwahlen scheint die Partei chancenlos. Bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen gab es am Sonntag nirgendwo einen AfD-Sieg. Allerdings: Vereinzelt war nicht ausgeschlossen, dass es AfD-Kandidatinnen oder -Kandidaten in Stichwahlen schaffen könnten. 

Bayerns AfD-Landesvorsitzender Stephan Protschka schaffte es als wohl prominentester Kandidat seiner Partei auf Landratsebene in Niederbayern aber nicht, die CSU in Bedrängnis zu bringen: Mit 18,3 Prozent der Stimmen musste er sich im Landkreis Dingolfing-Landau CSU-Landrat Werner Bumeder geschlagen geben, der laut vorläufigem Ergebnis mit 65,2 Prozent wiedergewählt wurde. Im Bayerischen Rundfunk sagte Protschka zu dem Ergebnis: "Ich geb's zu, ich hätte mir ein bisschen was Besseres erhofft."

Warten auf das landesweite Ergebnis

Das landesweite Ergebnis wird erst am Mittwoch feststehen. Dafür müssen die Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten und die Kreistagswahlen in den Landkreisen zusammengezählt werden. Bei den Kommunalwahlen vor sechs Jahren war die CSU um gut fünf Prozentpunkte abgesackt und hatte landesweit nur noch 34,5 Prozent der Stimmen bekommen. 

Für die SPD war es 2020 um rund sieben Prozentpunkte auf historisch schlechte 13,7 Prozent nach unten gegangen. Die Grünen hatten vor sechs Jahren mit 17,5 Prozent ihr bisher bestes Kommunalwahlergebnis erreicht. Die Freien Wähler kam 2020 auf 11,9 Prozent, die AfD holte 4,7 Prozent geholt. Gemeinsame Wahlvorschläge mit anderen Parteien oder Gruppen sind bei diesen Zahlen jeweils eingerechnet. (dpa)
 

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