Politik

Erdölraffinerie. (Foto: dpa)

08.04.2026

Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein

Die Ölpreise sinken nach der Einigung auf eine Waffenruhe und der geplanten Öffnung der Straße von Hormus. Was das für den Markt bedeutet

Nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA sind die Ölpreise kräftig gesunken. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel kurz nach der Ankündigung um bis zu 16 Prozent auf 91,70 US-Dollar.

Am Morgen stieg der Kurs der Referenzsorte des weltweiten Ölmarkts wieder etwas, lag aber mit 95,12 Dollar immer noch rund 13 Prozent unter dem Niveau vom Vortag. Der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai fiel am Mittwochmorgen noch etwas stärker. 

Immer noch rund ein Drittel teurer als vor Iran-Krieg

Beide Ölsorten kosten trotz des Rückgangs aber immer noch rund ein Drittel mehr als vor Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen auf Staaten in der Region Ende Februar.

Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt.

Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi. Trump hatte die Öffnung zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges war die Straße von Hormus vom Iran faktisch blockiert worden. Das ließ die Ölpreise dramatisch steigen. (dpa)
 

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