Politik

26.09.2019

Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen: eine sinnvolle Maßnahme?

Die Koalition plant in zwölf Berufen die Meisterpflicht wiedereinzuführen. Seit Jahren ein Anliegen des Zentralverbands des Deutschen Handwerk. Kunden könnten sich so wieder auf die Qualität verlassen. Der Berufsverbands unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker widerspricht: Ein guter Handwerksbetrieb zeichnet sich durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen fairen Preis aus – und das gehe auch ohne Meisterzwang.

JA

Hans Peter Wollseifer,
Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH)

Die Meisterpflicht in zwölf Gewerken wieder einführen zu wollen, ist ein starkes Signal für Qualität und Qualifikation im Handwerk und gleich in mehrfacher Hinsicht sinnvoll. Zukunftssicherung und nachhaltige Unternehmensentwicklung im Handwerk werden so auf einer breiteren Basis möglich. Ausbildung und Wissenstransfer an die nächste Generation werden gestärkt.

Das war seit Jahren unser Anliegen, ja unser Herzensanliegen. Denn seit der Novelle 2004 war es in einigen Gewerken besonders augenfällig zu Fehlentwicklungen gekommen: weniger Auszubildende, weniger Fachkräfte, weniger Qualität, schneller vom Markt verschwindende Betriebe und infolgedessen ein geringerer Gewährleistungs- und Verbraucherschutz. Das kann nicht im Sinne der Kunden sein, das war und ist ganz offensichtlich. Das wird in manchen Kommentaren dazu allerdings geflissentlich unter den Tisch gekehrt. Es wird sogar im Gegenteil so getan, als werde damit der Wettbewerb lahmgelegt, als hätten Kunden bald wieder weniger Wahlfreiheit und als würden allein zum Wohle von Lobbyinteressen wieder mittelalterlich anmutende Strukturen eingeführt.

All denen, die so argumentieren, kann ich nur sagen: Sie irren. Durch die Wiedereinführung der Meisterpflicht werden Kunden sich im Gegenteil endlich wieder auf Qualität und Gewährleistung in Problemfällen verlassen können. Zumindest in den zwölf Gewerken wird wieder mehr Ausbildung, mehr Qualifikation, mehr Qualität, mehr Gewährleistungs- und Verbraucherschutz möglich werden. Das ist Anlass zur Zuversicht, ganz besonders auch aus Kunden- und Verbraucherperspektive. Der Meisterbrief ist der Garant, um das Ausbildungs- und Qualifizierungssystem und damit auch Fachkräfte im Handwerk für die Zukunft zu gewährleisten.

Die Koalition sollte den Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Meisterpflicht nun zügig ins parlamentarische Verfahren einbringen und im Parlament verabschieden.

NEIN

Jonas Kuckuk,
Vorstand des Berufsverbands unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker (BUH)

Die Wiedervermeisterung ist keine sinnvolle Maßnahme, weil weiterhin berechtigte Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit und EU-Konformität bestehen. Die Große Koalition riskiert künftige Vertragsstrafen und ignoriert die Kosten der Verfolgung von „unerlaubter Handwerksausübung“. Betroffenen Unternehmen drohen langjährige juristische Auseinandersetzungen wegen einer unbestimmten Abgrenzungsproblematik.

Berufszugangsschranken neu zu errichten ist der falsche Weg. Fachkräftemangel begegnet man nicht mit der Reduzierung der Zahl ausbildungsberechtigter Betriebe. Das Handwerk muss seine Attraktivität deutlich steigern. Künstliche Marktverengung, ein altbackenes Menschenbild, Ausbildungspläne aus den 1970er-Jahren, Unterbringungskosten in Schulen, die Auszubildende selbst zu tragen haben und vieles mehr stehen dem jedoch entgegen. Doch all das hinterfragen Carsten Linnemann und Sören Bartol aus der Großen Koalition nicht.

Dem Klimawandel zu begegnen heißt, die Kräfte im Bereich der energetischen Gebäudesanierung oder der Erneuerung von Heizungsanlagen spürbar breiter aufzustellen. Das kann nur durch eine Marktöffnung gelingen. Motivierte, ideenreiche Facharbeiter müssen meisterfrei und schnell ihren eigenen Betrieb gründen können. Wie etwa in Industrie und Handel muss die Facharbeiterausbildung zur Betriebsgründung anerkannt werden. Der Meistertitel kann erworben und für die Vermarktung genutzt werden, darf aber nicht mehr als Berufszulassungsschranke missbraucht werden!

In offenen Märkten entscheiden Verbraucher frei, wen sie mit einer Leistung beauftragen. Meisterfreie Handwerker führen ihre Betriebe verantwortungsvoll, schließlich sind sie nicht dümmer oder bösartiger als Unternehmer in Handel, Industrie, Landwirtschaft oder anderswo.

Ein guter Handwerksbetrieb zeichnet sich durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen fairen Preis aus – und das geht auch ohne Meisterzwang.

Fotos: Boris Trenke und BUH

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Kommentare (9)

  1. Markus Bernhard am 02.10.2019
    Im Zuge der Umsetzung der Bauproduktenverordnung sehe ich die Folgen einer komplett von Fachkenntnis entkoppelten Qualitätssicherung. Im angelsächsischen Bereich gibt es kein System, das dem in den deutschsprachigen Ländern entspricht. Man geht deshalb davon aus, daß komplatt ahnungslose Menschen eine Leistung erbringen. Die Folge ist eine Flut von Dokumentationspflichten.
    Das kann man machen, muß es aber auch in der letzten Konsequenz umsetzen.
    Schon jetzt hat ein zahhlungsunwilliger Auftraggeber gerade wegen dieser umfassenden Anforderungen an die Verwendbarkeitsnachweise von Bauprodukten ein nahezu grenzenloses Quälpotential gegenüber den ausführenden Firmen. Das ist nur noch nicht weithin bekannt.

    Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn ein Haus explodiert, weil der Freie Elektriker durch unsachgemäße Arbeit einen Kurzschluß verursacht hat, der das aus der vom Freien Gasinstallateur undicht verlegten Gasleitung ausgetretene Gas zur Explosion gebracht hat.

    Gerade durch meine Tätigkeit als Sachverständiger ist mir vollkommen klar, daß ein Meisterbrief alleine keine Qualitätsgarantie ist, aber ich kann zumindest einen Mindeststandard erwarten. Wie so häufig, wird es auch hier so sein, daß all diejenigen, die sich an dieser Diskussion beteiligen, eher bei den Guten sein werden.

    Das mehrfach verwendete Argument, der Meister würde ja nichts mehr selber machen, halte ich nicht für stichhaltig. Es geht um die Aufsichts- und Führungsperson. Es muß in einem Betrieb jemanden geben, der für die Qualitätssicherung verantwortlich ist.
    Mein Vorschlag geht dahin, in allen sicherheitsrelevanten Sparten die Meisterpflicht zu fordern.

    Die Frage ist, wo die Grenze zu ziehen ist. Schneidet der Frisör die Haare nicht schön, wächst sich das raus. Verwendet er eine falsche Chemikalie, kann es sehr gefährlich werden. Andererseits wird maximal eine Person davon betroffen sein. Zieht der Monteur die Radmuttern am Schulbus nicht richtig an, sind es schon 40+X Menschen.
  2. Lio am 02.10.2019
    Ich selbst bin ausgebildete Tischlerin und relativ frisch gebacken. Für mich ist mein oberstes Ziel mich selbst aus und weiterzubilden. Weil meine Ausbildung mir alles andere als umfassend und genügend war. Wie oben schon gesagt, Schulbücher sind veraltet oftmals auch die Ansichten der lehrenden Personen. Es ist vollkommen klar, dass mein Lernweg gerade erst beginnt.
    Für mich kommt ein Meister aus finanzieller Sicht nicht in die Tüte. Noch dazu will ich noch einiges Lernen, jedoch nicht fest angestellt in nur einem Betrieb und auch nicht traditionell auf der Walz, was für eine Frau ja auch einfach schwieriger ist. Sondern frei sein in meiner Berufs und Weiterbildungswahl.
    Arbeiten erledigen die ich mir zutraue und weiß, dass ich sie kann. Und lernen was ich nich nicht kann.
    Menschen sind durchaus in der Lage sich selbst weiterzubilden ohne für einen Hungerlohn arbeiten zu müssen oder noch dazu tausende von Euros zu zahlen um Meisterkurse zu besuchen.
    Zeichnet sich Qualität tatsächlich dadurch aus, dass ich ein Jahr lang Meisterkurse besuche ? Ich kann theoretisch meine Ausbildung in 1,5 Jahren absolvieren und dann in nur einem Jahr noch Meister werden. Das soll ein Merkmal für Qualität sein ?
    Warum nicht eine Reform und mal ganz neu ?
    Anders denken. Nicht zurück fallen in schon erlebtes.
    Menschen die Lust haben auszubilden,und zwar aus der Freude heraus und nicht wegen der finanziellen Vorteile, können dementsprechende Weiterbildungen und Kurse belegen die nicht tausende von Euros kosten, sondern vielleicht sogar gefördert werden.
    Menschen die sich zutrauen gewisse Leistungen anzubieten können das tun. Ich bin mir sicher dass es keine Garantie für qualitativ hochwertige Arbeit ist, einen Meistertitel zu haben. Wenn meine Arbeit gut ist und die auftraggebenden Personen zufrieden mit mir sind kann mein Geschäft bestehen. Und nur dann wenn ich gut in dem bin was ich tue wird mein Geschäft laufen.
    Es können ja Beschränkungen ausgehandelt werden, was den öffentlichen Bereich betrifft oder Brandschutzanforderungen. Für die kann es Fortbildungen und Weiterbildungen geben die alle Menschen mit Vorkenntnissen besuchen können für angemessenes Geld. Es gibt IMMER andere Wege, wenn man sie nur suchen will. Sich Problemen stellen und nicht Altes schon abgeschafftes wieder ausprobieren und wieder scheitern lassen!
    Es wird auch immer so sein, dass Menschen ihre Arbeit nicht ordentlich erledigen oder schlechte Qualität abliefern. Daran wird ein Meisterzwang aber auch nichts ändern.
    Warum nicht mit den Menschen sprechen die es tatsächlich betrifft ? Junge Gesellinnen und Gesellen. Sie sind es doch die unser Handwerk und das Wissen weitertragen. Warum denen die Lust haben, finanzielle Steine in den Weg legen und Hürden aufbauen ?
    Wem hilft der Meisterzwang denn wirklich ?
  3. dietert@24h-trend.de am 02.10.2019
    Ich ging immer davon aus, dass ein Meister, mindestens einen qm Steine auch außerhalb der Prüfungsräume z.B. auf einer Baustelle , versetzen können sollte.
    Ich kenne allerdings nur Gesellen, die diese Leistung nach langjähriger Ausbildung erbringen.
    Fazit: Ein Geselle, der sich selbstständig macht, erbringt eine sicher qualitativ bessere Bauleistung und für die kfm. Arbeiten gibt's Hilfe.
  4. kathamue@gmail.com am 01.10.2019
    Einleuchtend - wenn es zu wenig Handwerker*innen gibt, lasst es uns möglichst schwer machen, als Handwerker*in zu arbeiten!
    Mit dem Standesdünkel der Meister*innenbetriebe muss endlich Schluss sein.

    Ich habe mit vielen Handwerksmeister*innen über das Thema gesprochen und niemand ist der Meinung, die Meisterschule habe ihn oder sie fachlich in ganz andere Sphären katapultiert... Es gibt keine Belege für die Annahme, Meister*innenbetriebe würden herausragende Qualität liefern und alle anderen seien nur Stümper*innen. Wer selbst kein Handwerk gelernt hat, weiß vielleicht auch nicht, dass Meister*innen vielfach ausschließĺich für Akquise, Arbeitsvorbereitung und administrative Aufgaben zuständig sind - die eigentliche handwerkliche Arbeit wird in aller Regel von den Gesell*innen und Auszubildenden erledigt. Die Erfahrung befähigt zu hochwertiger Handwerksarbeit, nicht der ohnehin bloß einjährige Meisterkurs (wenn in Vollzeit absolviert), in dem vor allem betriebswirtschaftliche Inhalte gelehrt werden und der auch direkt im Anschluss an die Berufsausbildung besucht werden kann. Alle Betriebe haben übrigens die gleichen Gewährleistungspflichten. Mängel können also durchaus geltend gemacht werden und schlampiges Arbeiten ist riskant.

    Die Meister*innen sind auch in der Regel nicht diejenigen, die tatsächlich ausbilden. Praktisch wird diese Aufgabe von den Gesell*innen erledigt, diese haben aber nicht einmal die fadenscheinige Ausbilder*inneneignung, die auch Teil der Meisterprüfung ist.

    Die duale Ausbildung in Deutschland ist ohnehin kritisch zu sehen. Die Literatur ist katastrophal veraltet, die Berufsschullehrer sind absolute Theoretiker, die meist bis auf die eigene Berufsausbildung vor zig Jahren keine Berufserfahrung und daher auch kein aktuelles Wissen haben. Im Ausbildungsbetrieb erledigen die Auszubildenden oft nur einfache Routinearbeiten, für die man eben eine billige Arbeitskraft braucht und das Lernen steht keinesfalls im Vordergrund. Ich bin eindeutig für eine reformierte schulische Ausbildung mit stark strukturierten Praxiseinheiten.

    @ Markus Bernhard: Natürlich muss die Einhaltung derartiger Vorschriften kontrolliert werden! Ich halte die Meisterpflicht jedoch nicht für ein probates Mittel, da fachlich in der Meisterschule kaum etwas gelehrt wird. Außerdem findet man die Meister*innen wie erwähnt ohnehin nicht auf der Baustelle. Die von Ihnen genannten Maler*innen sind übrigens aktuell schon vom Meisterzwang betroffen und Trockenbau ist überhaupt kein Handwerk, sondern ein IHK-Beruf, für den es daher noch nie eine entsprechende Meisterausbildung gab.
  5. easy68@posteo.de am 01.10.2019
    Wer bildet künftig noch Lehrlinge aus? Ein Meister kann und darf das, auf Grund seiner erworbenen Qualifikation.

    Wird die Ausbildung dann verstaatlicht und jeder Betrieb, der nicht ausbildet leistet einen Obolus?
  6. Jonas Kuckuk am 01.10.2019
    Dienen Berufszugangsbeschränkungen einer besserer Versorgung mit Dienstleistungen, dem Verbraucherschutz, der Innovation, der Bewahrung von Kulturgütern oder einer höheren Ausbildungsleistung? Wenn Sie das glauben, dann willkommen im Universum von Handwerkskammern und Bundesregierung. Außer Glauben oder „anekdotischer Evidenz“, wie es der Vorsitzende der Monopolkommission genannt hat, gibt es aber leider keine Belege für solch segensreiche Effekte einer Rückvermeisterung.

    Wenn Sie wissen möchten, wie diese Ziele tatsächlich und nicht allein im Handwerk erreicht werden können, dann gucken Sie im Referentenentwurf der Regierung zur Neufassung der Handwerksordnung unter „III. Alternativen“: „Berufsausübungsregelungen, Haftungsregelungen oder gesetzlich verankerte Qualitätsstandards“. sind harte Normen zum Schutz der Verbraucher gegenüber zünftiger Esoterik. Aber Normen müssten gegen Unternehmensinteressen durchgesetzt werden – keine so leichten Opfer wie die Privatverbraucher.

    Und weil die Privilegierung eines Gewerks und einer Tätigkeit kaum sicher von anderen, meisterfreien unterschieden werden kann, ist die Handwerksrolle rückwärts auch die Erweiterung des Beschäftigungsprogramms für unsere Gerichte, die sich seit Jahren mit solchen Abgrenzungsfragen herumschlagen. Und unsere EU-Nachbarn, die mit billig produzierten deutschen Konsumgütern überschwemmt werden, fragen sich, warum ausgerechnet im Bereich der handwerklichen Dienstleistungen „Germany First“ gelten soll. Kein Frage, dass die neuen Berufszulassungsbeschränkungen im Widerspruch zur Geist der EU-Verhältnismäßigkeitsrichtlinie steht. Die tritt nächsten Sommer in Kraft, weswegen es Musterschüler Deutschland jetzt eilig hat. Wir sind dabei, uns als rückständige Ökonomie zu blamieren, und werden erleben, dass außer knapperem Angebot, höheren Preisen und erweiterter staatlicher Verfolgung unzulässiger Handwerksausübung nicht viel dabei herauskommen wird.
  7. m16artin@gmail.com am 30.09.2019
    Hallo,
    seit 35 Jahren bin ich als Tischler unterwegs. Meine Kunden schätzen meine qualitativ hochwertige Arbeit und Kollegen kommen immer wieder gern auf meinen fachlichen Rat zurück, da fragt niemand nach dem Meisterbrief.
    Leider müssen immer wieder Andere als Sündenbock für die Probleme im Handwerk herhalten, auch wenn es in den meisten Fällen doch eher darum geht lästige Konkurrenz loszuwerden.
    Das ist bei Zünften, Innungen, Kammern und Dachverbänden ja eine über jahrhunderte gepflegte Tradition.
    Bei den auch von Herrn Wollseifer immer wieder genannten Argumenten für die Wiedereinführung der Meisterpflicht bzw. des Meisterzwangs an sich, fehlt es doch an Zahlen die das beweisen und an wirklich unabhängigen Gutachtern, die die Argumente überprüfen. So sind das dann wohl eher Behauptungen der Meisterlobby.
    Leider gibt es bei vielen politischen Entscheidungsträgern, die gerade die Wiedereinführung der Meisterpflicht so massiv nach vorn treiben keine kritische Überprüfung der Behauptungen.
    Die Wiedereinführung der Meisterpflicht wird sicherlich die Probleme von Herrn Wollseifer und seinen Mitstreitern teilweise lösen, nicht aber die zahlreichen Probleme der vielen gut arbeitenden Handwerkerinnen und Handwerkern ohne Meisterbrief und ihren Kunden die dann entstehen.
  8. Markus Bernhard am 30.09.2019
    Ich muß vorausschicken, daß ich öbuv Sachverständiger und Prüfingenieur für Standsicherheut bin. Als Sachverständiger stelle ich fest, daß es Betriebe mit erhebliche Defiziten bei der Qualität ihrer Leistungen gibt und das bei Betrieben ohne Meister häufiger der Fall ist.
    Darüber hinaus gibt es derzeit auch einige Handwerksberufe ohne Meisterpflicht, die sicherheitsrelevante Arbeiten ausführen. So werden von Malern z.B. Brandschutzbeschichtungen aufgebracht oder Trockenbaubetrieb erstellen Wände, die erhebliche Brandschutzanforderungen erfüllen müssen. Diese Aufgaben sind inzwischen derart komplex, daß ich die Meisterpflicht für dringend erforderlich erachte.
    Wenn jemand die Meisterschule durchlaufen hat, MUSS er/sie zumindest von den entsprechenden Sachverhalten gehört haben. Ohne Meisterpflicht kann jeder ohne Vorkenntnisse eine solchen Betrieb aufmachen.

    Ich halte die Ausweitung der Meisterpflicht für dringend angezeigt!

    @ Schreinerle:
    Das soll keineswegs die Qualität und Leistungsfähigkeit gut ausgebildeter Personen wir Ihnen schmälern!
  9. Marvin Schäfer am 26.09.2019
    Hallo,
    ich war 3 Jahre in Ausbildung, danach 3 Jahre auf Wanderschaft und habe nun weitere 7 Jahre als Geselle in Deutschland als Angestellter sowie Selbstständiger gearbeitet. Da soll jemand sagen, dass ich weniger Qualität abliefern kann, als jemand der 2,5 Jahre Ausbildung und 1 Jahr Meisterschule hinter sich hat. Nein der Meisterbrief allein sagt nicht viel über das Können eines Handwerkers aus!

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