Politik

Polizisten in Friedberg: Der Angriff eines 15-Jährigen mit einem Hammer auf ausländische Mitschüler in Friedberg löste bundesweit Debatten über Radikalisierung und Gewalt unter Jugendlichen aus. (Foto: dpa/Jason Tschepljakow)

13.03.2026

Schülerbanden verunsichern Bayern

Gewalt und Radikalisierung unter Jugendlichen nehmen zu – genaue Zahlen fehlen jedoch

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Im Herbst 2025 griff ein 15-Jähriger auf dem Pausenhof in Friedberg zwei Mitschüler mit einem Hammer an. Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Der Angriff steht beispielhaft für Radikalisierung und Gewalt unter Jugendlichen.

Die AfD-Landtagsabgeordnete Ramona Storm wollte in einer schriftlichen Anfrage von der Staatsregierung wissen, wie viele rechtsextreme Schülerbanden es im Freistaat gibt – und ob auch muslimische Schülerbanden existieren.

"Weit überwiegend besitzen die Mitglieder ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft"

Die Staatsregierung bestätigt eine wachsende Radikalisierung junger Menschen im Bereich Rechtsextremismus seit 2024. Konkrete Zahlen zu Schülerbanden liefert die Staatsregierung jedoch nicht. Weder die polizeiliche Kriminalstatistik noch der Meldedienst für politisch motivierte Kriminalität erfassen Jugendgangs gesondert, heißt es aus dem Innenministerium. Personen, die den bekannten rechtsextremistischen Gruppierungen zugerechnet werden, besitzen aber „weit überwiegend ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft“. Was nichts aussagt über mögliche Zugehörigkeit zum Islam.

Bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität setzt der Freistaat auf Prävention. Schulen arbeiten dafür mit Polizei, Beratungsstellen und Demokratiebeauftragten zusammen. Auch die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus bietet Infoveranstaltungen und Fortbildungen für Lehrkräfte an.

Storm kritisiert: „Der Blick der Staatsregierung geht nur nach rechts.“ Linke oder gar muslimische Täter scheine es nicht zu geben. „Hier trennt sich die Erfahrung vieler Schüler und Eltern von der Wahrnehmung der Staatsregierung.“ Sie fordert, alle Täter statistisch zu erfassen. (David Lohmann)

 

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