Politik

10.03.2026

Sie wird keine Rolle mehr spielen: Merz feiert Abgesang auf FDP - die Liberalen widersprechen

Nach der Wahl in Baden-Württemberg erklärt CDU-Chef Merz die FDP für politisch tot. Er forderte die FDP-Anhänger in Rheinland-Pfalz auf, CDU zu wählen. Das lassen die Liberalen nicht auf sich sitzen

Nach den Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz über das politische Ende der FDP kommen aus den Reihen der Liberalen scharfe Reaktionen. Die FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, warf dem CDU-Vorsitzenden "politische Häme gegenüber Mitbewerbern" vor, die nur seine eigene Nervosität zeige. FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte der "Rheinischen Post", Merz stehe "offensichtlich das Wasser bis zum Hals".

Nach dem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Marke bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatte Merz gesagt, die FDP sei damit von der politischen Bühne in Deutschland verschwunden. "Sie wird keine Rolle mehr spielen." Der CDU-Vorsitzende rief FDP-Sympathisanten dazu auf, bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März seiner Partei ihre Stimmen zu geben.

Merz-Aussagen sind "Ausdruck eigener Schwäche"

"Die FDP in Rheinland-Pfalz ist alles andere als tot - und eines ist klar: Es steht einem Bundeskanzler nicht zu, ein solches Urteil über die politische Zukunft einer demokratischen Partei zu fällen", sagte FDP-Spitzenkandidatin Schmitt. Strack-Zimmermann sagte: "Ich bin immer wieder überrascht, wie tief jemand sinken kann - und das als Bundeskanzler, dessen Partei sogar das C im Namen trägt." 

Auch der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, wies die Merz-Aussagen zurück. Sie seien "Ausdruck eigener Schwäche", sagte der Chef der FDP-Nachwuchsorganisation dem ZDF. "Die FDP ist nicht am Ende."

Rheinland-Pfalz wird seit zehn Jahren von einem Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP regiert. Die CDU will nach 35 Jahren in der Opposition wieder stärkste Kraft werden und Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ablösen. Die FDP kämpft um den Wiedereinzug ins Parlament. In den Meinungsumfragen sind ihre Werte so niedrig, dass sie zum Teil gar nicht mehr einzeln aufgeführt wird. (dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Bundesforschungsministerin Dorothea Bär will mit ihrer Hightech-Agenda Deutschland technologisch auf ein neues Level bringen. Im Gespräch mit dem vbw Unternehmermagazin spricht sie über die Herausforderungen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.