Politik

18.07.2019

Soll man Krankenkassen die Kostenerstattung von Homöopathie verbieten?

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach will Krankenkassen verbieten, für Homöopathie zu zahlen. Und bekommt Unterstützung vom Hals-Nasen-Ohrenarzt Christian Lübbers, der sagt: Homöopathie leistet keinen Betrag zur Gesundheitsversorgung. Allgemeinmedizinerin Marieluise Schmittdiel widerspricht

JA

Christian Lübbers, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Sprecher des Informationsnetzwerks Homöopathie (INH)

Seit 2012 dürfen gesetzliche Krankenkassen neben den verbindlichen Regelleistungen sogenannte Satzungsleistungen in ihre Tarife einbauen, die dem Wettbewerb untereinander dienen sollten. So kam auch die Homöopathie in die Kassenportfolios.

In Öffentlichkeit, Medien und auch in der Politik wird zunehmend realisiert, dass die Homöopathie keinen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leistet. Homöopathie ist nach dem begründeten Konsens der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft nicht mehr als eine Scheintherapie, die keine spezifische Wirkung entfaltet. Die Basis-prinzipien sind unplausibel und widersprechen wissenschaftlichen Grunderkenntnissen.

Dass viele Menschen der Homöopathie vertrauen, mag zutreffen. Aber tun sie das im Wissen darum, was sie da anwenden? Im Wissen, dass sich niemals eine spezifische Wirkung der Homöopathie hat nachweisen lassen? Im Wissen, dass Homöopathie keine wirksame Naturheilkunde ist? Wohl nicht. Und diese Fehleinschätzung wird genau dadurch befördert, dass Homöopathie als „Kassenleistung“ geadelt wird und damit einen falschen Glaubwürdigkeitsbonus erhält.

Längst ist bekannt, was die scheinbare Wirkung der Homöopathie erklärt: der natürliche Krankheitsverlauf, die Regression zur Mitte, suggestive Faktoren und dazu der Placebo-Effekt. Gute Medizin bietet all das auch – zusätzlich zur spezifischen Wirksamkeit. Letztere ist die Scheidegrenze zwischen Medizin und Scheinmethoden, die immer dann zum Risiko werden, wenn die Grenzen dieser unspezifischen Effekte erreicht oder missachtet werden.

Wer Homöopathie für sich anwenden will, möge das tun. Aber erstens informiert, denn nur so ist Patientenautonomie möglich und zweitens nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft. Dass Krankenkassen Marketinginteressen über wissenschaftliche Erkenntnisse stellen dürfen, ist nur sekundär eine Frage der Kosten. Primär ist es eine Frage von Kompetenz und Redlichkeit – und von Vertrauen.

NEIN

Marieluise Schmittdiel, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatzbezeichnung Homöopathie, Beirätin für Politik im Landesverband Bayern, Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)

Die Erstattung für Homöopathie durch die gesetzliche Krankenversicherung beträgt gerade einmal ein Promille der Gesamtausgaben. Zu wenig, um von relevanten Ausgaben zulasten der Solidargemeinschaft zu sprechen, aber eine gut angelegte Investition in die medizinische Versorgung der Patienten vor Ort.

Der Zeitgeist der Blogosphäre fühlt sich wohl in der Bevormundung. Auch darüber, was gute und was schlechte Medizin ist. Das wirkt ansteckend. Dabei kennen die Wenigsten die Zusammenhänge. Auf der Basis der randomisierten kontrollierten klinischen Studien, der Grundlagen- und Versorgungsforschung ist der therapeutische Nutzen der homöopathischen Behandlung belegt. Vier Metaanalysen zur Wirksamkeit potenzierter Arzneien weisen ein eindeutig positives Ergebnis nach (www.wisshom.de). Homöopathie ist ganz klar evidenzbasierte Medizin.

Ein Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftspolitik zeigt zudem, dass es beim vermeintlichen Aufstand um Daten und Wissenschaftlichkeit um mehr geht. Einer Untersuchung des US Office of Technology Assessment zufolge waren nur zehn bis 20 Prozent der in der Medizin genutzten Verfahren wissenschaftlich geprüft.

Es geht auch anders, mit Blick für den Patienten. In einer unvoreingenommenen Evaluierung wurden in der Schweiz Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit homöopathischer Konsultationen in einer Analyse bewertet und unter Einbeziehung des Votums der Bevölkerung in den gesetzlichen Leistungskatalog aufgenommen.

Von den ‘Halbgöttern in Weiß’ zur heutigen Therapiefreiheit und pluralistischer Medizin war es ein langer Weg. Nicht die Homöopathie, sondern die Ausgrenzung von Methoden, nur weil sie theoretisch als nicht plausibel erachtet werden, ist ein Tabubruch an „Vernunft und Aufklärung“. Eine Kombination von wissenschaftlicher Evaluation und demokratischer Mitbestimmung sollte das Vorbild auch für Deutschland sein!

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Kommentare (85)

  1. Anna vor 2 Wochen
    Da wir in unserer Familie seit über 40 Jahren und bereits in der 3. Generation durch die Behandlung mit homöopathischen Mitteln nur gute Erfahrungen und Heilerfolge erzielt haben, sind wir der Meinung, dass die Krankenkassen in jedem Fall die Kostenerstattung von Homöopathie weiterhin übernehmen sollen.
  2. Ulli Maas vor 3 Wochen
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 16

    Zitat aus Christinas G´schichten

    1) Ich bin ein durchaus realistisch denkender, kritikfähiger Mensch, und sehr wohl fähig, zu erkennen, ob ein gegebenes Medikament Wirkung zeigt.

    2) Auch aus dem großen Kreis unserer Familienangehörigen können Erfolge genannt werden, so z.B. erfolgreiche Behandlung von Neurodermitis im Kleinkindalter.

    3) So stellt sich mir auch die Frage: Placebo-Effekt bei Säuglingen oder auch bei Tier-Behandlungen? Wie lässt sich der erklären?

    Anmerkung dazu:

    Werte Freundin der heilsamen Zuckerkugel. Es dauert großzügig geschätzt eine 1/2 Stunde Recherche, um sicher festzustellen, dass Sie einerseits Ihren festen Überzeugungen mit kritischer Distanz begegnen sollten, und andererseits, für die Sachverhalte, bei denen sich Ihnen Fragen stellen, belastbare Erklärungen umfänglich vorliegen.

    Ich erspare Ihnen die Zeit für die Recherche:

    Zu 1) https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/104-neu-der-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen-fehlschluss

    Zu 2) Zur Erklärung der vermeintlichen Erfolge der Homöopathie bei der Behandlung der kindlichen Neurodermitis.

    „Natürlicher Krankheitsverlauf“

    Die Neurodermitis manifestiert sich bei etwa der Hälfte der Patienten in den ersten sechs Lebensmonaten, in 60% der Fälle im ersten Lebensjahr und in über 70 bis 85% der Fälle vor dem fünften Lebensjahr [22-24]. Bis zum frühen Erwachsenenalter sind etwa 60% der erkrankten Kinder symptomfrei [25, 26].

    Quelle: AWMF-Leitlinie atopisches Ekzem, atopische Dermatitis (S.7)
    https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-027l_S2k_Neurodermitis_2016-06-verlaengert.pdf

    Zu 3) https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/22-aber-bei-kindern-und-tieren-hilfts-doch-auch-die-koennen-sich-die-wirkung-doch-nicht-einbilden

    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/197-placebo-by-proxy-was-ist-denn-das
  3. Christine vor 3 Wochen
    Auch wenn so mancher Beitrag der letzten Tage dem Empfänger homöopathischer Behandlung so etwas wie dümmliche Gutgläubigkeit unterstellt,möchte ich hier von durchaus erfolgreicher Behandlung mit den so genannten"Zuckerkügelchen" berichten. Ich bin ein durchaus realistisch denkender, kritikfähiger Mensch, und sehr wohl fähig, zu erkennen, ob ein gegebenes Medikament Wirkung zeigt.Sehr erfolgreich konnten z.B.meine Wechseljahresbeschwerden von Frau Dr.Schmittdiel durch die Gabe von Globuli behoben werden. Es war also keine in diesen Fällen wohl sonst übliche Behandlung mit Hormonpräparaten nötig. Auch aus dem großen Kreis unserer Familienangehörigen können Erfolge genannt werden, so z.B. erfolgreiche Behandlung von Neurodermitis im Kleinkindalter. So stellt sich mir auch die Frage: Placebo-Effekt bei Säuglingen oder auch bei Tier-Behandlungen? Wie lässt sich der erklären?
    Ausserdem sollte es in unserer aufgeklärten Zeit möglich sein, auch gegenteilige, in allen Fachblättern so oder so dokumentierten Ergebnisse und Meinungen so zusammenzufassen, daß es dem Wohl des Patienten dient. Da genau dieser die Beiträge zur Kasse leistet, sollte er auch die Möglichkeit haben, in Absprache mit seinem Arzt, die gewünschte Behandlungsmethode weiterhin als Kassenleistung wählen zu können.
  4. Heinrich Hümmer vor 3 Wochen
    @Aleksandar
    @Maas:
    Da muß ich Aleksandar quasi "homöopathie-intern" widersprechen:
    Herr "Dr." Maas weiß so viel über die ("alte") Homöopathie, dass es im tiefenpsychologischen Sinn fast schon verdächtig wird:
    Wenn die Homöopathie bei einem Medizin-Fachfremden einerseits einen so verbissenen Kampf dagegen und andererseits eine derart intensive Beschäftigung mit dem Gegenstand der Abwehr hervorruft, ist dies nur dadurch erklärbar, dass das Objekt der Verteufelung im Unterbewußtsein und insgeheim eine grosse Faszination auf ihn ausübt.
    Man hätte AUCH ihm das GLÜCK eines zweiten Studiums für einen realeren Einblich in die konventionelle und komplementäre Medizin ["Menschen sind keine Bauwerke"] und auch die Erfüllung eines verborgenen Berufs-Wunsches gewünscht!
    Wahrscheinlich wäre er ein hervorragender, kritischer und verantwortungsvoll handelnder Arzt oder Heilpraktiker geworden, der die Homöopathie mit Begeisterung und Überzeugung dort einsetzt, wo es sich anbietet, sinnvoll erscheint und keine andere erforderliche und ebenfalls evidenzgesicherte, Erfolg-versprechende konventionelle Therapie verhindert wird.
    Wir und die PatientInnen hätten ihn gut gebrauchen können!
  5. Momo vor 3 Wochen
    Meine beiden Kinder und ich kennen die Homöopathie bei akuten wie auch bei chronischen Erkrankungen als äußerst schnellheilendes, wirkungsvolles und nachhaltiges Medikament.

    Im HNO-Bereich kann ich über folgende, positive Wirkung berichten: Mein Sohn hatte chronischen Tubenkatarrh und eine starke auditive Wahrnehmungsstörung. Mit 4 Jahren war er zum ersten Mal in Behandlung bei Frau Dr. Arnold, der HNO-Spezialistin für Jugendliche in München, wurde mit 6 Jahren an den Ohren operiert, es wurden ihm Röhrchen zur Belüftung eingesetzt, mein Sohn hatte anschließend sofort wieder Tubenkatarrh und eine weitere OP stand an. Nun fragte ich unsere Haus-HNO-Ärztin Frau Dr. Sendtner-Gress, bei der mein Sohn fast wöchentlich in Behandlung war, ob sie für eine gemeinsame Behandlung mit unserer homöopathischen Kinderärztin Frau Dr. Dorcsi-Ulrich offen wäre. Gott sei Dank war sie dies und es folgten viele Jahre gemeinsamer Zusammenarbeit dieser beiden Ärztinnen mit größten Erfolgen im akuten und im chronischen Bereich. Die klassische Behandlung eines Tubenkatarrhes dauert normalerweise mindestens 6 Wochen, mit der homöopathischen Globuli-Gabe von Frau Dr. Dorcsi-Ulrich war der Erguss nach einer Woche vollständig verschwunden, mein Sohn konnte hören, dem Unterricht folgen und sich entwickeln. Nach einem Unfall und damit verbundenen Trommelfellriss stand eine Trommelfelltransplantation zur Diskussion, da die Narbe wulstartig und schlecht verheilte. Die jahrelange Zusammenarbeit von HNO- und homöopathischer Kinderärztin bewirkte eine vollständige Heilung des Trommelfelles. Mein heute 17-jähriger Sohn war dieses Jahr zur Nachkontrolle bei Frau Dr. Arnold, HNO-Spezialistin für Jugendliche in München. Er hört fast so gut wie ein Jugendlicher, der nie eine auditive Wahrnehmungsstörung hatte, die Narbe ist nicht mehr sichtbar. Frau Dr. Arnold äußerte sich wie folgt: Es ist ein Wunder, dass ein Kind mit dieser frühen, enormen Störung überhaupt das Gymnasium besucht. Mein Sohn ist einfach glücklich, dass er so gut hört wie alle anderen.

    Vor 4 Jahren erlitt ich aufgrund von Elektrosmog und damit verbundener starker Schlaflosigkeit ein schweres, physiologisches Hirntrauma. Ich hatte schwere Hirnleistungsstörungen im kognitiven Bereich, mir wurde Geschäftsunfähigkeit attestiert. Meine Genesung wurde durch starken psychischen Druck enorm behindert, die psychische Belastung war beim Erwachen aus dem Trauma vor 1,5 Jahren und erneut seit einigen Wochen so stark, dass es zu einer Depression mit stärksten psychosomatischen Störungen kam. Durch das physiologische sowie das psychische Trauma war ich so stark geschwächt, dass ich zweimal akut in die Frauenabteilung des Krankenhauses Dritter Orden musste. Ich informierte die Kinderärztin Frau Dr. Dorcsi-Ulrich über unsere familiäre Situation und bat um Unterstützung für meinen Sohn Konstantin. "Wir müssen die Mutter stützen. Darf ich Sie behandeln? Sie müssen wieder stark werden", meinte die Ärztin. Sie gab mir über einen Zeitraum von 9 Tagen jeweils täglich morgens Coffea, mittags ein Mittel zum Öffnen für weitere Globuli-Gaben und abends dann Aurum, soweit ich nachgelesen habe, ein Mittel gegen Trauma. Die schweren psychosomatischen Erscheinungen ließen sofort nach. Ebenso verspürte ich nach 2-3 Tagen eine enorme Hirnleistungssteigerung im kognitiven Bereich. Mein Erinnerungsvermögen verbesserte sich stark, genauso meine Fähigkeit zu kombinieren und Lösungen zu finden. Das Schöne ist, dass sich dieser Entwicklungsschub nicht wie frühere Schübe ruckartig und angsteinflößend sondern behutsam, gleichmäßig, intensiv und nachhaltig vollzog. Frau Dr. Dorcsi-Ulrich fragte nach 4 Tagen telefonisch nach meinem Befinden, nach 9 Tagen begann eine 8-wöchige Kur der gleichen Mittel in niedrigerer Potenz. Die Homöopathie hat mir schnellstens und effizient geholfen, in meinem physischen und psychischen Zustand absolut wichtig und lebensrettend. Meinen herzlichen Dank. Wir alle können und sollten auf diese medizinische Behandlungsmethode nicht verzichten.
  6. Aleksandar vor 3 Wochen
    Ich finde, Herr Maas hat recht, nur von Homöopathie weiß er leider gar nichts!
    Und das seltsame, er merkt es noch nicht einmal!
  7. Ulli Maas vor 3 Wochen
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 15

    Zitat(e) aus EMS G´schichten:

    1) Stil-, niveau- und würdelos.

    2) Zählen Sie doch mal lieber alle Nebenwirkungen allopathischer Mittel auf!! Da haben Sie viel zu tun.

    Anmerkungen dazu:

    1) Nun, EMS, das mag sein, andererseits gilt aber immer noch die Regel der Scholastiker
    „De gustibus et coloribus non est disputandum“. Mein Worte dürfen Ihnen also gerne nicht gefallen, ich will Ihnen da nicht widersprechen, aber sie haben einen großen Vorteil: sie sind völlig schwurbelfrei. Und das ist doch auch schon mal was, nicht wahr?


    2) Die finden Sie im Beipackzettel seriöser Medikamente aufgelistet – ich kann mir also die Mühe sparen.
    Im Gegensatz dazu konnte ich bisher auf keinem Globuli-Fläschchen mal Herings Hinweise zu den möglichen Auswirkungen homöopathischer Arzneien lesen.

    Nach Herings Auffassung (ich hoffe, der Name sagt Ihnen was) gibt es folgende Reaktionen auf die Mittelgabe:

    1. Eine rasche Heilung findet statt, ohne Verschlechterung der Symptome
    2. Die Verschlechterung verläuft schnell, kurz und heftig, gefolgt von rascher Besserung des Patienten.
    3. Lange Verschlechterung mit abschließender und langsamer Besserung des Patienten.
    4. Lange Verschlechterung mit abschließendem Verfall des Patienten.
    5. Andauernde Besserung der Symptome ohne spezielle Linderung.
    6. Zuerst Besserung mit nachfolgender Verschlechterung.
    7. Zu kurze Linderung der Symptome.
    8. Alte Symptome erscheinen.
    9. Neue Symptome tauchen auf, nachdem das Mittel verabreicht worden ist.
    10. Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.
    11. Die Symptome schlagen die falsche Richtung ein.

    Also ich finde, das sollte man wissen. Allein schon wegen der Nr. 10, also den Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.

    Wenn ich da mal mein Repertitorium öffne, und beispielweise bei der heilsamen Blausäure (homöopathisch Acidum hydrocyanicum) nachsehe, präsentieren sich mir folgende Symptome:

    Rapider Kräfteverfall, eiskalte Haut, Cyanose, Praecordialangst, Dyspnoe, epileptiforme Zustände mit tetanoiden Muskelkrämpfen und Aura, Trismus, Apoplexie mit Atemnot und Cyanose, Asthmoider Krampfhusten, arrhytmischer Herzschlag, inaequale Pulsamplituden… Der schwere Kollaps mit Todesgefahr beherrscht das Arzneimittelbild…

    Also angesichts solcher Aussichten gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder war Constantin Hering genau so ein Spinner, wie Bönnighausen, Allen, Boericke, oder der Kent, oder die nicht vorhandene Patienteninformation ist ein veritabler Skandal.
  8. Heinrich Hümmer vor 3 Wochen
    @Maas
    Sehr geehrter Herr Dr. Maas,
    wie gesagt, ICH hätte mir nach MEINEM Bauingenieur-Studium nicht zugetraut, die alltägliche medizinische Praxis zu beurteilen, denn das Spektrum dessen, was hilft, differiert "geringfügig" von dem schulmedizinisch gelernten.
    Und gestern hatte ich tatsächlich im Rahmen einer "Verteidigung" die Ehre, mit einem Nobelpreisträger zu sprechen, der komischerweise keine Berührungsängste zeigte.
    Hab ih dann gefragt, ob er Chancen für mich sehe..Aber nein, das war jetzt ein Witz.
    @Kuhn
    meine Frau sagt immer, wenn ich glaubte, einen besonders guten Scherz gemacht zu haben: 75% ist Ernst!
  9. EMS vor 3 Wochen
    Herr Maas,
    Sie diskreditieren sich durch Ihre Beiträge.
    Stil-, niveau- und würdelos.
    Ist schon klar, dass der Groß-Pharmaindustrie Homöopathika ein Dorn im Auge sind.
    Cui bono?!
    Wer heilt, hat recht. Sie verunglimpfen Millionen von PatientInnen, die ausdrücklich eine homöopathisch Behandlung wünschen.
    Zählen Sie doch mal lieber alle Nebenwirkungen allopathischer Mittel auf!! Da haben Sie viel zu tun.
  10. Joseph Kuhn vor 3 Wochen
    @ Heinrich Hümmer:

    Danke für die Links zum Belladonna-Fall und den anderen Bemerkungen zum Thema. Ob diese Beschreibungen nun so zu verstehen sind, dass hier die Homöopathie nicht gewirkt hat oder ob - aus Ihrer Sicht - nur das richtige Mittel nicht gefunden wurde, sei hier einmal dahingestellt, immerhin haben Sie geantwortet, das ist in solchen Diskussionen ja eher selten.

    Eine Anmerkung noch zur Epigenetik-Studie von Marzotto et al. (2014), die Sie vor ein paar Tagen hier verlinkt hatten: Sehen Sie die wirklich als Plausibilisierung der Homöopathie? Die Dosis-Wirkungs-Beziehung, die beschrieben wird, spricht doch eher dagegen?

    Lesenswert zu möglichen Verzerrungen in solchen Studien: Chirumbolo/Bjørklund (2018): https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S097594761630482X?via%3Dihub. Dort geht es um eine ähnliche Studie von Marzotto, die, wenn ich es recht sehe, von PLoSOne inzwischen zurückgezogen wurde.
  11. Ulli Maas vor 3 Wochen
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 14

    Zitat aus Hümmers G´schichten

    1) „@Ulli Maas oder wer auch immer du bist:“

    2) Also Ulli, das ist nur wirklich anmaßende Arroganz vom feinsten, die hat mit wissenschaftlichem Denken und Diskurs nichts mehr gemein, das hätte ich von DIR nicht erwartet. Ich bin enttäuscht!

    3) Willst du wirklich allen (meinen) homöopathisch behandelten Patienten und WissenschaftlerInnen, die sich mit der Homöopathie befaßt haben (Akademiker, Mikrobiologen und Professorinnen der Hämatologie mit vielen hochaktuellen und anerkannten Veröffentlichungen, Piloten, Lehrer, Rechtsanwälte...) ausschließlich Selbst- und Fremdtäuschungsmechanismen unterstellen?

    4) Dass ein maligner Lymphknoten (…)

    5) Samuel Hahnemann war bei aller Genialität in der Tat in etwa so dogmatisch wie du daherkommst.
    Inzwischen hat sich die Homöopathie aber wie jede Wissenschaft ein bischen weiterentwickelt und moderne, undogmatische Homöopathen verstehen sehr wohl, dass JEDE Seite ihre Grenzen hat.....

    Anmerkung dazu:

    1) Worauf hat uns Goethe schon hingewiesen? Genau, Name ist Schall und Rauch.
    Aber sag´ Heinerich, standen wir schon irgendwann einmal, sturzbetrunken, zusammen an einer Pinkelrinne, und haben uns dort verbrüdert? Ich mein, wegen des frohgemuten Duzens. Wenn nicht, dürfen Sie mich gerne weiter Siezen, Herr Hümmer.

    2) Ich kann nicht ganz nachvollziehen, worin eine Arroganz liegen soll, wenn man von vernunftorientierten Wissenschaftlern verlangt, dass diese in der Lage sind, inkonsistente, widersprüchliche Irrlehren, deren Wesenselemente allesamt nicht belastbar sind, zu identifizieren – wobei, was die Beurteilung der Homöopathie angeht, eine wissenschaftliche Ausbildung im Grunde schon eine Überqualifikation darstellt.

    Aber weil wir gerade beim Thema sind: Was arrogant, oder boniert, oder auch nur strunzendumm ist, das ist die von Homöopathen so gepflegte Attitüde, sich über wissenschaftliche Gepflogenheiten hinwegzusetzen, und die Beurteilungen höchster wissenschaftlicher Institutionen als unvollständig, fehlerhaft, und dilettantisch abzuwerten, im Gegenzug aber die eigene, vollständig subjektive, jeder kongnitiven Fehlleistung ausgesetze, Wahrnehmung zum Maß aller Dinge zu erheben.

    3) Nein! Nicht doch, Herr Hümmer! Ich schere doch nicht alle über einen Kamm, wo denken Sie hin?

    Diejenigen Ihrer illustren Klienten, die sich nicht nur ganz bewusst für die Therapie mit überteuerten Placebos entschieden, und zusätzlich auch noch mehr Geld als Verstand haben, die sind natürlich ausgenommen.

    Nicht ausgenommen vom Vorwurf der Selbst- und Fremdtäuschung ist aber der professionelle Verordner, dem die intellektuellen Fähigkeiten gegeben sind, die Beurteilungsfehler in der Bewertung der Therapie zu erkennen.

    In diesem Zusammenhang fällt mir immer ein Zitat ein. Nein, nicht das von Colin Goldner, in welchem Psychiater oder Staatsanwälte vorkommen (obwohl das auch angemessen wäre), vielmehr der Hinweis des Philosophen Harry G. Frankfurt: „Wenn jemand sich exzessiv dem Bullshitten hingibt, also nur noch danach fragt, ob Behauptungen ihm in den Kram passen oder nicht, kann seine normale Wahrnehmung der Realität darunter leiden oder sogar verloren gehen.“ Sollten Sie mal drüber nachdenken.

    4) Ja doch, Herr Hümmer, man kann es einfach nicht oft genug wiederholen: Ihnen bzw. der Homöopathie ist die sensationelle Heilung eines Tumorgeschehens mit den geistartigen Kräften des Schierlings gelungen. Ich bin mir sicher, dass Sie schon auf die Liste der nächsten Nobelpreisträger für Medizin stehen. Mindestens.

    Ich wundere mich bloß, warum Sie Ihr Lichtlein so unter den Scheffel stellen, und Ihre hieb- und stichfeste Studie in Walachs Kuriositäten-Blättchen mit unterirdischem Impact Factor veröffentlicht haben – und nicht, dem Erfolg angemessen, in The Lancet, Nature, oder wenigsten im Focus, der ja auch immer ein offenes Ohr für die Heilerei jenseits des Verstandes hat, solange die Werbeflächen gebucht werden.

    5) Auch der moderne völlig undogmatische Homöopath kommt nicht an der Einsicht vorbei, dass die Homöopathie in ihren Grundzügen nicht die geringste Veränderung erfahren hat.

    Geht auch gar nicht, Herr Hümmer. Da ist an den Fundamenten der Homöopathie nichts, was geändert werden könnte, ohne dass das gesamte wackelige Gebäude wie ein Kartenhaus zusammenfällt.

    Wenn Sie das geflissentliche Ignorieren der ganz üblen Sentencen des Chefideologen nun als „geistige Öffnung“ der Homöopathie in Richtung der postmodernen Beliebigkeitskultur gewertet wissen wollen – Du lieber Himmel, Herr Hümmer, wer soll Ihnen denn das abkaufen?

    Diese Attitüde „Schaut her, wie offen wir sind!“, ist doch nur die zweite Maßnahme der Überlebensstrategie der „besonderen Heiler, deren erster großer Coup darin bestand, 1976 die Neuformulierung des Arzneimittelgesetzes so zu beeinflussen, dass anthroposophische und homöopathische Arzneien von dem Zwang befreit wurden, normgerechte Dokumentationen zur Wirksamkeit vorzulegen, und sich standardisierten Prüfungs-Verfahren zu unterziehen.Damit war der Weg frei, weiterhin alles behaupten zu können, jedoch nichts beweisen zu müssen.

    Der zweite großer Coup bestand dann in der Umfirmierung des Gegenwarts-Schamanismus von „Alternativmedizin“ in „Komplementärmedizin“, nachdem es allzu offensichtlich wurde, dass die universellen Heilsversprechungen „alternativer“ Verfahren nicht nur unhaltbar waren, sondern sich, durch den Verzicht auf wissenschaftsmedizinische Therapien, eher als Unheilsversprechen entpuppten, und nur durch die komplementäre Anbiederung an die Wissenschaftsmedizin – auch „Trittbrettfahrerei“ genannt – die größten Katastrophen für die Patienten zu verhindern waren.

    In diesem Zusammenhang frage mich regelmäßig, wie oft und wie viel Angstschweiß wohl den Protagonisten der Alternativheilerei auf der Stirn gestanden haben muss, als in den Anfängen der Alternativmedizin, so zu Zeiten der NewAge Bewegung, diese wirklich noch ausschließlich „alternativ“ war, und vor allem die Laienheiler mit ihren Jodeldiplomen sich plötzlich einer Klientenschaft gegenübersahen, die sie mit medizinischen Problemen konfrontierten, die schon der Wissenschaftsmedizin erhebliche Schwierigkeiten bereitete.

    Was für eine Erleichterung, als man endlich „komplementär“ wurde, zumal sich damit die wundervolle Möglichkeit eröffnete, bei erfolgreicher Therapie den als Add-on verordneten Haushaltszucker als maßgeblich für die „Heilung“ zu apostrophieren, aber dann, wenn es mal nicht so gut lief, der „Schulmedizin“ den Schwarzen Peter zuzuschieben.
    An und für sich eine tolle Win-Win Situation für die Homöopathie, nur eben etwas einseitig.

    Insoweit ist das Ganze eben auch nicht mehr als der gewohnte Homöopathen-Bullshit.
  12. Heinrich Hümmer vor 3 Wochen
    @Kuhn zur Anfrage wegen Belladonna-Fall:

    https://www.irl22.de/leseprobe-homoeopathie-konkret.html
    "Praxissplitter"
    oder der Stramonium-Fall aus MMW (nicht von mir):
    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2962
    "Kommentar Andi, 8.Dezember 2016
    oder
    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2006
    Kommentar Hümmer 25.7.14

    Das paßt doch alles ganz gut zu Ihrer Bemerkung bei

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/209035/Homoeopathie-Kein-Sommerlochthema#comments

    "Daran ändert auch nichts, dass der Nutzen von Antidepressiva wohl überschätzt wurde - obwohl ganz viele Ärzte und Patienten sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben ;-)"

    Die Diskussion mit Ihnen macht Spaß!
    Schönes Wochenende noch!
  13. Joseph Kuhn am 27.07.2019
    @ Heinrich Hümmer:

    Sie sprechen von einem "Belladonna-Fall" als Beispiel für einen Bericht über eine erfolglose homöopathische Behandlung. Wo kann man das nachlesen? Und könnten Sie netterweise noch ein paar ähnliche Berichte verlinken?

    @ stefanie:

    Sie schreiben, die Krankenkassen würden durch Homöopathie Kosten sparen. Leseempfehlung: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/09/22/homoeopathie-mit-hoeheren-kassen-ausgaben-verbunden

    Weiter schreiben Sie: "Vielleicht ist das ja das 'Gefährliche' an der Homöopathie? Für wen denn eigentlich?" Da soll man sicher im Geiste ergänzen: für die Pharmaindustrie? Aber wenn gleichzeitig immer gesagt wird, für Homöopathie würde im Vergleich zu anderen Arzneimitteln so gut wie nichts ausgegeben, warum genau soll die Pharmaindustrie dann Angst haben? Und warum verteidigt dann der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (bei dem die Homöopathiehersteller übrigens Mitglied sind) die Kostenerstattung durch die Krankenkassen? Kann es sein, dass da irgendetwas nicht zusammenpasst?
  14. Heinrich Hümmer am 26.07.2019
    Herr Maas,
    für die Kompetenz in dieser Diskussion hätten Sie , so glaube ich, AUCH noch ein Medzinstudium dranhängen sollen und Erfahrungen aus der reellen Praxis eines niedergelassenen Arztes sammeln sollen.
    Denn das, was sie jetzt in zunehmendem "Maase" vorbringen, wird immer haarsträubender und praxisferner.
    Da wird immer deutlicher, dass hier einer spricht, der noch nie Kranksein an der Basis erlebt und behandelt hat.
    Menschen sind keine Bauwerke!
    oder wie
    @EMS es so gut ausdrückt:
    "Wie viel Materie besitzt denn eine Seele? Wenn Sie operiert werden, kann der Operateur Ihr Gehirn sehen, aber Ihren Verstand sieht er nicht!"
    Aussage @Maas:"Wer mit Homöopathika anstatt Antibiotika zurechtkam, hätte ohnehin keine Antibiotika benötigt.
    Wer aber Antibiotika benötigt, und Homöopathika bekommt, der wird erleben, wie mörderisch die Homöopathie sein kann."
    Ich will garnicht detailiert auf solch pauschale Aussagen eingehen, da sie nur aus Hass, Angst und Unwissen gespeichert sein können, nur soviel dazu:
    Unqualifizierte, polemische, durch nichts zu rechtfertigende SCHLAG-Worte!
    Ihrer nicht würdig!
  15. Ulli Maas am 26.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 13

    Zitat(e) aus EMS G´schichten:

    1) „Was treibt Sie eigentlich an, so viel Hass zu verbreiten, Herr Maas?
    2) „Nehmen Sie die Warnungen der WHO bzgl des Verbrauchs der Antibiothika nicht ernst.“
    3) „Schlucken Sie doch, was Sie wollen.“

    Anmerkung dazu:

    1) Hass, EMS? Gut, Sie können mir alles unterstellen, was Ihnen gerade in den Sinn kommt, solche stereotypen Parolen berühren mich längst nicht mehr, zumal ich täglich im Beruf erlebe, welchen Druck kognitiven Dissonanzen erzeugen. Und irgendwie muss man den ja loswerden, oder?

    Was Sie aber nachdenklich machen sollte, EMS: Schreiben Sie mal in irgendeinem amerikanischem Internet-Forum irgendeine kritische Anmerkung zum Enfant terrible im Weißen Haus. Spätestens die zweite Reaktion lautet, und es ist völlig egal, was Sie kritisiert haben, und wie gut die Kritik begründet war: „Haters gonna hate!“

    2) Sie glauben ernsthaft, man könnte mit Homöopathika auch nur ein Gramm Antibiotika einsparen? Finde ich unglaublich. Antibiotika kann nur durch eine restriktivere Verordnungspraxis eingespart werden, aber doch nicht durch Zuckerkügelchen.

    Wer mit Homöopathika anstatt Antibiotika zurechtkam, hätte ohnehin keine Antibiotika benötigt.
    Wer aber Antibiotika benötigt, und Homöopathika bekommt, der wird erleben, wie mörderisch die Homöopathie sein kann.
    Was mich in diesem Zusammenhang übrigens auf den Kronleuchter treibt, EMS, ist der gerade unter homöopatisch verpeilten Jungmüttern nicht seltene Irrsinn, dem Nachwuchs solange wie möglich eine notwendige antibiotische Therapie vorzuenthalten.

    Bei der Nichtbehandlung von Kindern findet meine Toleranz für Dummheit eindeutige Grenzen, und ich wünsche mir sehnlichst - wenn ich, wie leider viel zu häufig, vom durchgeknallten Mütterchen Mü lesen darf, welches, voller Begeisterung für den Hahnemannschen Schwachsinn, beispielweise die postinfektiöse Endokarditis nach einer mit nicht vorhandenem Atropin (aka Belladonna D30) nicht behandelten Scharlach-Infektion, für die "Erstverschlimmerung" bei Klein Kevins Weg zur "ächten Heilung" hält - dass dem gequälten Nachwuchs die Mitralklappen nicht so ganz dolle geschreddert werden, damit Kevin später noch genügend Luft hat, seine Erzeuger in Zuckerwasser zu ersäufen.
    Uns sei es nur aus Rache für lebenslänglichen Therapiebedarf...

    Wenn ich diesen Homöopathen-Unfug lese, bin ich jedesmal äußerst dankbar dafür, dass wir eine gut funktionierende Notfall-Medizin haben, die meistens auch die Folgen außerordentlicher Blödheit noch in den Griff bekommt, wenn es sich nicht gerade um solche Fälle handelt, bei denen schon wenige Stunden Therapieverzögerung über Leben und Tod entscheiden können. Inn der Pädiatrie begegnet uns deshalb das zweite homöopathische Tryptichon, dieses mal das gespreizte, was besagt, dass man drei Dinge möglichst weit auseinander halten soll: Kranke Kinder - Homöopathen - Überlebenshoffnung


    3) Na sicher, und ich freue mich, wenn es lecker ist.

    Aber wenn es denn mal Sachen sind, die ich zwar eigentlich nicht schlucken will, aber deren Einnahme aus nachvollziehbaren Gründen opportun erscheint, beispielsweise Arzneimittel, dann will ich mich – als selbstverantwortlicher Patient - nicht nur darauf verlassen können, dass tatsächlich drin ist, was drauf steht, sondern auch, dass mir der professionelle Verordner voll umfänglich darüber berichtet, welche Belege für den Einsatz des Mittels sprechen, und was mich an Unerwünschtem überraschen könnte. Also alles das, was der überzeugte Homöopath, auf Gedeih und Verderb auf den Placebo-Effekt angewiesen, tunlichst unterlässt.

    Und das Schlimme ist, dass der Zucker-Verordner Ihnen, EMS, nicht nur nicht erzählt, was er aus wissenschaftlicher Perspektive erzählen müsst, sondern Ihnen auch die Informationen vorenthält, die Sie aus homöopathischer Sicht wissen sollten.

    Oder haben Sie, EMS, schon einmal eine homöopathische Patientenaufklärung erlebt, bei der der Homöopath, mit bedeutsamen Blick, den Hering aufschlägt (dort nämlich findet man umfängliche Hinweise zu den vielfältigen Reaktion auf eine homöopathische „Arznei“), und zu folgenden erhellenden Erläuterungen anhebt:

    „Tja, Frau Müller-Lüdenscheid, nachdem wir nun Ihre psychischen und physischen Bedingtheiten geklärt hätten, die allesamt von wesentlichen Bedeutung für die Beurteilung der geistartigen Störung Ihrer Lebenskräfte sind, deren wesentliches Symptom dieses mal der Schmerz in der rechten Ferse ist (schlechter in Ballerinas, besser bei hochgelegtem Stelzchen) - und ich alle diese Erkenntnisse in meine Repertorisations-Software sorgsam eingegeben habe, wirft mir diese „Hekla Lava e lava“ aus.

    Nun gut, das kann helfen. Aber wir müssen aber auch anderes einkalkulieren, und das sollten Sie wissen:

    Also, möglicherweise tut´s erst einmal noch mehr weh, aber dann wird´s besser.
    Oder es tut gaaaanz lange weh und dann erst wird´s dann langsam besser – aber dafür auch auf Dauer.
    Möglicherweise aber schmerzt es nicht nur außerordentlich lange, sondern Sie gehen daran auch elend zugrunde.

    Was noch passieren kann:

    Sie fühlen sich nur heute ein wenig besser, aber das Grundübel bleibt, und meldet sich bei passender Gelegenheit.
    Oder es geht Ihnen morgen ein wenig besser, aber übermorgen fällt Ihnen die Haxe ab.
    Möglicherweise fühlen Sie sich heute noch ein wenig erleichtert, das war´s dann aber auch.

    Ach, bevor ich es vergess´:

    Natürlich ist es auch möglich, dass das Symptom Hallux Valgus wiederkommt, oder dass sich zu den vorhandenen Malaisen auch noch ´ne Achillessehnenreizung (besser bei Vollmond, schlechter bei Höhenwandertouren) addiert.

    Last but not least:

    Was wir nicht wünschen, womit wir aber rechnen müssen, ist, dass meine Software einen kleinen Fehler gemacht hat, und „Hekla Lava e lava“ nicht das passende Mittel ist, was bedeutet, dass Sie alle 1345 beschrieben Symptome von „Hekla Lava e lava“, z.B. Karies, als Folge einer ungewollten Arzneimittelprüfung entwickeln - und möglicherweise auch noch ein paar andere dazu, was dann natürlich „hochspannend“ wäre.

    Aber, Kopf hoch! Irgendetwas davon wird schon passieren.“
  16. Dani am 25.07.2019
    Unser Sohn hatte von klein an Probleme mit der Lunge (da Ihm nach der Geburt die von der Schulmedizin empfohlene Spritze zum Aufbau der Lunge verfgessen wurde zu geben...) Es folgen wiederholte Atemwegsprobleme (Nachts Atemnot usw ) - die vom Kinderarzt immer mit Cortisonzäpfchen und Inhalation behandelt wurden. Es wurde mir geraten bei einem sonst kern gesunden 3 Jährigen einfach den ganzen Winter mit Cortison zu inhalieren.
    Daraufhin ging ich zu Frau Dr. Schmittdiel. Sie machte eine Anamnese und riet uns zur Homöopatie. Unser Kleiner wurde von Ihr so gut eingestellt, dass 2 x im Jahr eine Globuli Gabe reichte um die meißten Symptome von vorne herein in den Griff zu bekommen. Für nächtliche Atemnot Anfälle gab sie mir ein Globuli Set mit 3 Komponenten.
    Bis jetzt habe ich 1 x nachts die Erstgabe gebraucht. Ohne diese hätte ich aufgrung akuter Atemnot ins Krankenhaus mit unserem Sohn fahren müssen. Über die letzen 4 Jahre habe ich immer seltener die Globli für Ihn gebraucht. Er wurde von Frau Dr Schmittdiel perfekt eingestellt.
    Man braucht nicht immer teure Medikamente (an denen die Pharma Industrie sehr sehr gut verdient). Die homöopathische Behandlung meines Sohnes (ohne Cortison und Krankenhaus!) ist nicht nur gesünder und effektiver gewesen - sondern auch eine enorme Kostenersparniss. Statt provitablen Chemiekeulen sollte man gerade in unserer Zeit auf natürliche Heilmittel zurückgreifen.
    Ich danke Frau Dr Schmittdiel für Ihren Einsatz, und hoffe das sie noch vielen Kindern und Eltern homöopathisch helfen kann.....
  17. Heinrich Hümmer am 25.07.2019
    @Ulli Maas oder wer auch immer du bist:
    zu:
    "1) Also wer als vernunftorientierte Wissenschaftlerin schon daran scheitert, die offensichtlichen Selbst- und Fremdtäuschungsmechanismen hinter der Homöopathie zu erkennen, sollte sich bei der Bekanntgabe seiner Profession in äußerster Zurückhaltung üben." (Kommentar zu Dr. O.G.)
    Also Ulli,
    das ist nur wirklich anmaßende Arroganz vom feinsten, die hat mit wissenschaftlichem Denken und Diskurs nichts mehr gemein, das hätte ich von DIR nicht erwartet. Ich bin enttäuscht!

    Willst du wirklich allen (meinen) homöopathisch behandelten Patienten und WissenschaftlerInnen, die sich mit der Homöopathie befaßt haben (Akademiker, Mikrobiologen und Professorinnen der Hämatologie mit vielen hochaktuellen und anerkannten Veröffentlichungen, Piloten, Lehrer, Rechtsanwälte...) ausschließlich Selbst- und Fremdtäuschungsmechanismen unterstellen?

    Ist das dein Ernst, oder ist das aus purer Rechthaberei, Angst vor Irrationalem und polemischer Umnachtung in die Tasten gehämmert?
    Dass ein maligner Lymphknoten sich genau am Tag nach Beginn der homöopathischen Therapie zurückzubilden beginnt, und im exzidierten Lymphknoten nach 2 Wochen NICHTS MEHR MALIGNES nachweisbar ist, ist sicherlich auch nur Selbst- und Fremdtäuschungsmechanismus!
    Ich glaube, da ist einer ziemlich blind oder "selbstgetäuscht".

    https://www.karger.com/Article/FullText/500122

    Und zum Punkt
    "2) „Ich verurteile die moderne Medizin nicht, bin für ein miteinander unterschiedlicher Richtungen…“
    .....Hahnemann......"
    Samuel Hahnemann war bei aller Genialität in der Tat in etwa so dogmatisch wie du daherkommst.
    Inzwischen hat sich die Homöopathie aber wie jede Wissenschaft ein bischen weiterentwickelt und moderne, undogmatische Homöopathen verstehen sehr wohl, dass JEDE Seite ihre Grenzen hat.....
  18. Joseph Kuhn am 25.07.2019
    Da sich die Homöopathie-Freunde offensichtlich zum kollektiven „Mir hat‘s aber geholfen“-Posten verabredet haben, hier eine Sammelantwort: http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2019/07/20/nein-das-ist-kein-argument/

    Es ist ein Angebot zum Nachdenken. Angebote kann man annehmen oder ablehnen.
  19. Ulli Maas am 25.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 12

    Zitat aus Stefanies G´schichten

    „Die Krankenkassen erstatten homöopathische Leistungen - und das sollten sie auch weiterhin tun - weil sie damit nachweislich Kosten einsparen. Vielleicht ist das ja das "Gefährliche" an der Homöopathie? Für wen denn eigentlich?“

    Anmerkung dazu:

    Das mit der Kosteneinsparung ist mittlerweile eine, sagen wir mal, haltlose Behauptung.
    Die Homöopathie „spart“ keine Kosten, sondern verursacht höhere.

    Festgestellt hat das übrigens die Frau Witt im Auftrag der TK – und bisher hat sich, was diese Untersuchungen (1,2) angeht, nicht der geringste Protest seitens der Homöopathie-Gemeinde ereignet, was wohl auch der statistischen Power dieser Studien zu verdanken ist.

    Man ignoriert das alles – und erzählt weiterhin das Märchen von der Kostenreduktion durch gut gereinigten Haushaltszucker.

    (1) Can Additional Homeopathic Treatment Save Costs? A Retrospective Cost-Analysis Based on 44500 Insured Persons.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26230412

    (2) A retrospective cost-analysis of additional homeopathic treatment in Germany: Long-term economic outcomes

    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0182897
  20. EMS am 25.07.2019
    Und sie wirkt doch - die Homöopathie!
    Was treibt Sie eigentlich an, so viel Hass zu verbreiten, Herr Maas?
    Schlucken Sie doch, was Sie wollen. Nehmen Sie die Warnungen der WHO bzgl des Verbrauchs der Antibiothika nicht ernst.
    Wir wissen durch unsere Erfahrung, dass die Homöopathie wirkt, auch bei schwersten Erkrankungen. Ich bin nicht gegen die "moderne" Medizin, sondern für ein gleichberechtigtes Miteinander.
    Und bzgl der Materie in homöopathischen Mitteln sei gefragt:
    Wie viel Materie besitzt denn eine Seele? Wenn Sie operiert werden, kann der Operateur Ihr Gehirn sehen, aber Ihren Verstand sieht er nicht!
    Es bleibt dabei: ein Hoch auf die Homöopathie, sie wirkt, sie ist kostengünstig, soll erstattet werden und muss unbedingt in Forschung und Lehre einbezogen werden.
    Wir fordern alle in der Politik tätigen auf, die Homöopathie in allen Belangen zu stärken.
  21. Ulli Maas am 25.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 11

    Zitat aus Dr. O. G. G´schichten

    1) „Ich bin Wissenschaftlerin, vernunftorientiert und für die Homöopathie.“

    2) „Ich verurteile die moderne Medizin nicht, bin für ein miteinander unterschiedlicher Richtungen…“

    3) „…und werde mein Wahlverhalten auch davon abhängig machen, welche Partei sich für die Homöopathie einsetzt.“

    Anmerkung dazu:

    1) Also wer als vernunftorientierte Wissenschaftlerin schon daran scheitert, die offensichtlichen Selbst- und Fremdtäuschungsmechanismen hinter der Homöopathie zu erkennen, sollte sich bei der Bekanntgabe seiner Profession in äußerster Zurückhaltung üben. Es könnte ja ein, dass ein Drittmittelverwalter mitliest.
    Ansonsten: Schön! Also ich meine, Schön formuliert! - dieses Triptychon der intellektuellen Bankrotts. Aber machen Sie sich nichts draus. Nicht umsonst hat Richard Feynman immer wieder daran erinnert: „The first principle is that you must not fool yourself and you are the easiest person to fool.“
    Soll ich´s übersetzen?

    2) Nun, was das Miteinander angeht, da sah der Erfinder der clevergeschüttelten 4-O-(β-D-Galactopyranosyl)-D-glucopyranose die Sache wohl ein wenig anders:

    „Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische.
    Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!“

    Und weil das noch nicht reichte, hat der Samuel noch ein wenig nachgelegt:

    Ein Wort an die Leipziger Halbhomöopathen: Ich höre schon lange mit Widerwillen, dass Einige, die sich in Leipzig für Homöopathiker ausgeben, es ihren Kranken freistellen, ob sie homöopathisch oder allöopathisch behandelt wollen seyn – sei es nun, daß sie noch nicht in den wahren Geist der neuen Heilkunst eingedrungen sind, oder daß es ihnen an echter Menschenliebe fehlt, oder daß sie wider besserer Überzeugung, schnöden Gewinnes wegen, ihre Kunst so zu entehren keine Bedenken tragen.

    (Ich habe zwar nichts dagegen, den Hahnemann immer wieder zu zitieren - aber schön wäre es doch, wenn die Freunde des Zückerchens den Worten ihres Chefideologen mal Folge leisten würden.)

    3) Was für eine gute Idee. Das mach ich schon seit etlichen Legislaturperioden…
  22. Ulli Maas am 24.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 10

    Zitat aus Leschs G´schichten:

    „Wir haben homöopathische Einzelmittel z.B. in der Notfallambulanz bei Patienten mit anhaltendem Erbrechen bei akuter Magen-Darm-Infektion neben der Flüssigkeitsgabe gegeben und konnten erleben, wie das Erbrechen aufhörte.“

    Anmerkung dazu:

    Also das ist ja mal ein handfester Beleg.

    Obwohl – ich selbst habe bei den Gastroenteritiden, die einen ab und an überfallen, feststellen dürfen, dass die Sitzung vor der Kloschlüssel sich, selbst ohne Antiemetika, meist recht flott erledigt, und man wieder auf die Brille wechseln kann, was nicht nur gewohnt, sondern meist auch ein wenig bequemer ist.

    Darf ich jetzt darauf schließen, dass „keine Behandlung“ im Grunde so wirksam ist, wie „Homöopathie“?

    Was mich, ganz nebenbei, interessiert: Was haben Sie den Patienten denn so verabreicht?
    Nicht vorhandenes Apomorphin? Oder, aus Verehrung für Vroni Carstens, hochverdünnten afrikanischen Rindenmulch?
  23. stefanie am 24.07.2019
    Die Krankenkassen erstatten homöopathische Leistungen - und das sollten sie auch weiterhin tun - weil sie damit nachweislich Kosten einsparen. Vielleicht ist das ja das "Gefährliche" an der Homöopathie? Für wen denn eigentlich?
  24. Heinrich Hümmer am 24.07.2019
    @Kuhn:
    Sie wissen glaube ich genau , welche "Schwierigkeiten" einer homöopathischen Studie gerade in einer Uni-Klinik entgegenstehen....
    Auf diese pluralistisch-wissenschaftliche Offenheit wird man bei den Leitern der Kliniken (siehe aktuell..) vergeblich hoffen.
    Und weil sie auf die Veröffentlichung eines negativen Fallberichts hoffen:
    1. mein Belladonna-Fall
    2. wo finden sie solche zur konventionellen Medizin?

    Aus den Diskussionen in
    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=461#comment-37711

    wissen Sie zudem, dass ich bei Herrn Aust eine Studie zu Mercurius-corrosivus bei Divertikulitis angeregt hatte, wo ich natürlich die Hilfe von Aust-(Hübner)-chirurg. Klinik bräuchte ----> nicht zustande gekommen

    @Wolf
    @EMS
    @Rita Lesch
    Danke für die offenen und persönlichen Berichte. Davon können wir Homöopathen in den Medien noch viele gebrauchen, damit wir den polemischen Kommentaren von Leuten, die z.T. noch gar keine Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben und die im technokratischen Denken steckengeblieben sind, etwas entgegenzusetzen haben.
    Danke von Herzen.
  25. Dr.O.G. am 24.07.2019
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit langer Zeit werde ich von einer sehr kompetenten Internistin, die ebenso erfahren die Homöopathie in die Behandlung mit einbezieht behandelt, übrigens auch bei schwerster Erkrankung. Das gilt auch für meine Familie. Hier geht es nicht Glaubenssätze, sondern um die Tatsache, dass die Homöopathie hilft und heilt. Warum versuchen Gegner der Homöopathie diese zu verunglimpfen? Der Klimawandel wurde bislang auch geleugnet. Haben Sie den Mut und den Verstand, die Homöopathie zu stärken. Das ist heutzutage angesagt.
    Ich bin Wissenschaftlerin, vernunftorientiert und für die Homöopathie. Ich verurteile die moderne Medizin nicht, bin für ein miteinander unterschiedlicher Richtungen und werde mein Wahlverhalten auch davon abhängig machen, welche Partei sich für die Homöopathie einsetzt.
  26. EMS am 24.07.2019
    Mein Wunsch an die Bayerische Landesregierung und alle im Landtag vertetenen Parteien:

    - Bleiben Sie offen.
    - Stärken Sie die Vielfalt im medizinischen Bereich, dazu gehört unabdingbar die Homöopathie.
    - Unterstützen Sie Forschung und Lehre der Homöopathie an Universitäten.
    -Setzen Sie sich dafür ein, dass an der Haunerschen Kinderklinik die homöopathische Behandlung weiter fortgeführt werden kann. Die Patienten wünschen das!
    -Bedenken Sie, dass gerade und insbesondere die Homöopathie ins Nachhaltigkeitskonzept unserer Tage passt. Hahnemann war unserer Zeit weit voraus.
    - Integrieren Sie Homöopathie in die Landwirtschaft, auch das ist nachhaltig und damit modern!
    -Beziehen Sie die alternative Medizin und Homöopathie in Ihre Wahlprogramme mit ein. Das ist alternativlos! Wir messen Sie daran!
  27. Wolf am 24.07.2019
    ich bin nicht erstaunt. immer wieder werden solche Feldzüge gegen die Homöopathie geführt. Ein seit über 200 Jahren erfolgreiches Verfahren wird das leicht überleben.
    War es nicht so, daß auch vor wenigen Jahren Akkupunktur und Chiropraktik verteufelt wurden?
    Bedeutet Wissenschaftlichkeit nicht, Fragen zu stellen? Was wissen wir überhaupt von allem, was werden wir in 50 oder 100 Jahren wissen? Ich habe den Eindruck, daß auch viele Mediziner noch nicht im Informationszeitalter angekommen sind: mit Verlaub - den Menschen nur auf Chemie oder Mechanik zu reduzieren und darin das Heil zu suchen, scheint mir sehr verwegen, aus der Zeit gefallen.
    Das ist ja gerade der Vorteil der Homöoaothie, daß sie eine individuelle Therapie ist, in jedem Fall bezogen auf diesen "einmaligen" Patienten mit seinen Beschwerden.
    Ich wende Homöopathie seit Jahrzehnten mit großem Erfolg an, kann mir meist selbst helfen, könnte ein Buch schreiben über die vielen, z.T. erstaunlichen Erfolge bei kleinen, aber sehr lästigen Erkrankungen wie auch in schweren Fällen. Viele der Zuschriftzen auf der Seite beschreiben das sehr eindrucksvoll. Kleines Beispiel: mit homöopathischen Mittel wird eine 20 jährige Leidenszeit mit Migräne beendet. Hautrisse an den Füssen, 5 Jahre vergeblich behandelt, mit Petroleum D6, dann D 12, dannn D 30 erfolgreich behandelt.
    Wer damit nicht zurechtkommt, soll machen, was seinem Heil dient, aber nicht versuchen, anderen Vorschriften zu machen. In welchem Staat leben wir denn??
    Noch ein Wort zur Anmaßung derer (z.T. sogar Ärzte) die den Menschen, die ihren eigenen Weg zur Gesundheit gefunden haben und diesen für die Allgemeinheit sehr kostengünstig Weg beschreiten, Knüppel zwischen die Beine werfen oder dieser Therapierichtung gar die ohnehin spärliche Erstattung versagen wollen.
    Wer mit solchen Einstellungen an die Behandlung von Kranken geht, sollte sich das "Wer heilt hat recht!" an seine Tür schreiben.
    Wolf Schindler
  28. EMS am 24.07.2019
    Pro Homöopathie
    Ich werde seit langer Zeit homöopathisch behandelt, und zwar erfolgreich. Ich gehöre keinesfalls zu den gutgläubigen Menschen, habe mehrere Fächer erfogreich studiert (mit Abschluß), bin rational.
    Die Homöopathika heilen. Was heute mit unseren beschränkten wissenschaftlichen Methoden noch nicht gemessen werden kann, ist morgen vielleicht schon möglich. Wer hätte einst gedacht, dass Menschen auf dem Mond landen können?!
    Wenn alle allopathischen Mittel heilen könnten, wäre keiner mehr krank.
    Ich habe nichts gegen die moderne Medizin, werde aber mit Sicherheit KEINE Partei wählen, die eine homöopathische Behandlung einschränkt. Gerade unter dem Kostenaspekt, müßten Politiker die Krankenkassen bzgl der Bezahlung homöopathischer Mittel stärken.
    Wer heilt, hat recht!
    Und sie (die Homöopathie) hilft doch!
  29. Joseph Kuhn am 24.07.2019
    @ Rita Lesch:

    Wenn die Homöopathie 24 Jahre lang am Haunerschen Kinderspital angewandt wurde, wäre das nicht Zeit genug für eine saubere Studie gewesen? Aus den 24 Jahren gibt es keine einzige, in einem peer reviewten Journal veröffentlichte gute Studie, statt dessen nur Fallberichte mit all den damit verbundenen Irrtumsmöglichkeiten. Und seltsamerweise gibt es nie negative Fallberichte. Nie.

    Dass Sie und Frau Kruse, die homöopathische Kinderärztin dort, viele positive Erfahrungen mit der Homöopathie am Haunerschen gemacht haben, will ich nicht in Abrede stellen. Aber ob eine gute Kinderärztin, die an Astrologie glaubt, oder wie die Anthroposophen an das Karma als Ursache von Krankheiten, nicht ähnliche Erfahrungen machen würde?
  30. Rita Lesch am 23.07.2019
    Den Krankenkassen soll die Kostenerstattung für Homöopathie nicht verboten werden!
    Ich arbeite seit 44 Jahren als Kinderkrankenschwester. Aus meiner persönlichen Erfahrung, aber auch durch das Erleben am Patienten in der Klinik kann ich sagen, dass die Homöopathie sehr wohl positiv wirkt und zur Gesundheitsversorgung beiträgt. Die Homöopathie wurde im Haunerschen Kinderspital der Universität München 24 Jahre angewendet, meist als begleitende Therapie, zum Wohle der Kinder und der Eltern, die sich eine Zusammenarbeit zwischen den konventionellen und homöopathischen Ärzten wünschen (vgl. Forsa-Umfrage 2019). Wir haben homöopathische Einzelmittel z.B. in der Notfallambulanz bei Patienten mit anhaltendem Erbrechen bei akuter Magen-Darm-Infektion neben der Flüssigkeitsgabe gegeben und konnten erleben, wie das Erbrechen aufhörte. Auch bei Kopfschmerzen, bei Wundheilungsstörungen und bei Unruhe der Kinder nach der Narkose sahen wir schnelle Besserung. Ich kann sagen, die Homöopathie ist effektiv und vor allem ohne schädigende Nebenwirkungen. Daher sollte die Kostenerstattung für Homöopathie durch die Krankenkassen ausgebaut werden.
  31. Joseph Kuhn am 23.07.2019
    @ PapaStefan:

    "warum sollen Versicherungsnehmer dann nicht mit seiner Versicherung einen entsprechenden Vertrag aushandeln dürfen"

    Sie durften es bis vor kurzem, wollten aber nicht. Deswegen wurden die Homöopathie-Wahltarife wieder abgeschafft. Bei den Satzungsleistungen finanzieren alle Versicherten die Homöopathie.

    "Die Wut und Irrationalität mancher Homöopathie-Hasser grenzt ans Absurde."

    Können Sie einmal ein Beispiel aus der Diskussion hier zitieren? Oder gibt es keines?

    "Interview der ZEIT mit der Chefin der BKK VBU, Frau Galle"

    Frau Galle hat gesagt, dass sie auch Schokolade bezahlen würde, wenn sie dürfte. Die Debatte um die Wirksamkeit interessiert sie nicht. Wenn sie das gleiche über ein Medikament wie Contergan sagen würde, würden sie diese Ignoranz auch noch so toll finden?

    In diesem Zusammenhang sei auf den Sonderbericht des Bundesversicherungsamtes zum Wettbewerb in der GKV verwiesen, da kann man nachlesen, dass die Kassen wissen, dass die Homöopathie nicht wirkt, aber im Wettbewerb hilft: https://www.bundesversicherungsamt.de/fileadmin/redaktion/Presse/2017/20180404Sonderbericht_web.pdf.
  32. Dr. KK am 23.07.2019
    Die Homöopathie leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Sie ist eine effektive Therapieform beispielsweise bei Infektionen und kann den Verbrauch von Antibiotika senken, sowohl in der Human- wie in der Veterinärmedizin.
    Die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen weltweit stellen eine große Herausforderung dar. Ein Grund dafür ist der häufige Einsatz von Antibiotika, wenn sie nicht indiziert sind, beispielsweise bei viralen Infekten. Die homöopathische Einzelmittel-Therapie kann die Selbstregulation des Patienten bei einer Virusinfektion unterstützen und damit die Krankheitsdauer abkürzen sowie die Lebensqualität verbessern. Dies konnte in Studien der Versorgungsforschung gezeigt werden: Homöopathische Ärzte verschreiben weniger Antibiotika, haben ähnliche Effekte wie die konventionelle Therapie bei deutlich geringeren Nebenwirkungen und niedrigeren Kosten (Teut M., 2016).
    Als Beispiel sei die akute Mittelohrentzündung genannt. In der Leitlinie wird das „beobachtende Abwarten“ (watchful waiting) mit der Gabe von Schmerzmittel empfohlen. Eine gut gewählte homöopathische Arznei führt rascher zur Schmerzfreiheit und kann den akuten Krankheitsverlauf verkürzen. Das konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden. Außerdem wurden in der homöopathisch behandelten Gruppe weniger häufig Antibiotika verordnet. Bezüglich der Rezidivhäufigkeit finden sich in den Studien deutliche Hinweise, dass es seltener zur erneuten akuten Mittelohrentzündung kommt (Friese K-H. et al. 1997, Jacobs J. et al., 2001, Sinha M. et al., 2012). Das bestätigt sich täglich in der homöopathischen Praxis.
    Ein weiteres Beispiel ist die wiederholt auftretende Harnwegsinfektion. Sie kann zwar in der Akutsituation antibiotisch behandelt werden. Allerdings gibt es kaum Möglichkeiten, einer erneuten Infektion vorzubeugen. Die Antibiotika-Prophylaxe, die häufig gegeben wird, zeigt in Studien kaum positive Ergebnisse, fördert aber die Entwicklung antibiotika-resistenter Bakterien. Eine individuell durchgeführte homöopathische Therapie kann die Rezidivhäufigkeit der Harnwegsinfektionen reduzieren.
    Als drittes Beispiel nenne ich die Anwendung der Homöopathie in der Veterinärmedizin. Bei Anwendung potenzierter Arzneien im Schweinestall konnte gezeigt werden, dass die Ferkel signifikant weniger an bedrohlichem Durchfall leiden und dadurch weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen. Auch die Sterberate ist bei den Ferkeln in der Homöopathie-Gruppe deutlich geringer (Ellinger E. et al). Das hat zu einer Empfehlung des Schweinezuchtverbandes Deutschland geführt, Homöopathie im Schweinestall einzusetzen. Ähnliche Ergebnisse gibt es bei der Euterentzündung der Milchkühe. Oder bei Problemen mit zu dünnen Eierschalen im Geflügelhof. Homöopathie kann in diesen genannten Bereichen nicht als Placebo-Therapie bezeichnet werden, sondern sie zeigt spezifische Wirkungen und ist effektiv.
    Die Homöopathie kann dazu beitragen, den Antibiotika-Verbrauch sowohl in der Human- wie in der Veterinärmedizin zu senken und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Deutschland. Daher sollten die Kosten für Homöopathie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
  33. Carl am 23.07.2019
    Die Homöopathie leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Viele Menschen vertrauen der Homöopathie, weil sie wirkt und ihnen hilft ohne schädigende Nebenwirkungen zu verursachen. Die homöopathische Behandlung wird häufig dann gewählt, wenn ein Therapie-Notstand besteht. Das bedeutet, wenn die konventionellen Behandlungsmöglichkeiten entweder 1) erfolglos ausgeschöpft oder 2) unbefriedigend durch Nebenwirkungen und/oder hohe Kosten oder 3) gar nicht vorhanden sind.
    Beispiel zu 1) konventionelle Therapie ist erfolglos ausgeschöpft. Dann wird vielen Patienten gesagt „Damit müssen Sie jetzt leben“. Ein Beispiel sind Kinder mit einer Ticstörung, die nicht auf die konventionelle Therapie mit Tiaprid reagieren. Hier kann eine homöopathische Anamnese erhoben und eine Einzelmittel-Therapie versucht werden. Oft verschwindet der Tic, und das Bewegungsmuster normalisiert sich wieder.
    Beispiel zu 2) konventionelle Therapie ist unbefriedigend durch starke Nebenwirkungen, z.B. während der Chemotherapie in der Onkologie. Immer wieder ist Übelkeit und Erbrechen ein großes Problem trotz des Einsatzes von Antiemetika. Hier kann begleitend zur Chemotherapie eine passende homöopathische Arznei eingesetzt werden, ohne dass dadurch weitere Nebenwirkungen auftreten. Dadurch bessert sich sehr oft die Übelkeit, so dass die Lebensqualität des Patienten während der Chemotherapie deutlich verbessert werden kann.
    Weiteres Beispiel zu 2) konventionelle Therapie ist unbefriedigend durch Nebenwirkungen, z.B. bei hyperaktiven Kindern. Das Hauptmedikament ist Methylphenidat, als Ritalin® bekannt. Dabei handelt es sich um ein Kokain-Derivat, das das Frontalhirn hemmt. Einige Kinder vertragen dieses Medikament nicht, so dass deren Eltern nach anderen Therapiemöglichkeiten suchen. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie konnte der Schweizer Kinderarzt Dr. Heiner Frei zeigen, dass der Verlauf unter homöopathischer Einzelmittel-Therapie sich signifikant von der Placebo-Gruppe unterscheidet. (Frei H. et al., 2005). Auch die Langzeit-Beobachtung der Studienteilnehmer zeigt, dass der positive Effekt bei den meisten Kindern anhält, nur ¼ der Kinder benötigte im weiteren Verlauf konventionelle Therapie mit Methylphenidat.
    Beispiel zu 3) fehlende konventionelle Therapie, z.B. Infektanfälligkeit der Kinder. Zwar gelten zwölf Infekte der oberen Luftwege pro Jahr und Kind als normal, dennoch führt das zu häufigen Fehlzeiten im Kindergarten bzw. in der Schule und stellt die Eltern vor große Herausforderungen bezüglich der eigenen Berufstätigkeit. Mithilfe der homöopathischen Therapie kann die Häufigkeit der Infekte gesenkt werden. Das konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden (Fixson A. et al., 2017)
    Da die Homöopathie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Deutschland beitragen kann, sollten diese Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
  34. PapaStefan am 23.07.2019
    Nein.
    Gesetze und Einschränkungen sollten nur dort erfolgen, wo sie nötig sind.
    Wenn Menschen sich und ihre Kinder seit Jahrzehnten ausschließlich homöopathisch behandeln lassen und damit bessere Erfolge haben als bei der Schulmedizin (so wie ich), warum sollen Versicherungsnehmer dann nicht mit seiner Versicherung einen entsprechenden Vertrag aushandeln dürfen?
    Die Wut und Irrationalität mancher Homöopathie-Hasser grenzt ans Absurde.

    Ein Interview der ZEIT mit der Chefin der BKK VBU, Frau Galle, die die Suggestivfragen der homöopathiefeindlichen Interviewerin souverän und sachlich abhandelt, zegt schön auf, dass es wiederum nur um eines geht: Die Homöopathie, die so Manchem gegen den Strich geht, soll mit allen verfügbaren Mitteln unter Beschuss genommen und endlich versenkt werden.

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-07/homoeopathie-kassenleistung-krankenkasse-bkk-vbu-interview?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x&utm_medium=sm&utm_source=facebook_zonaudev_ext&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_share_link_x&fbclid=IwAR1JI4znp2b0uode25Nt4P5pG8alvZk1fYfHXxNLiBiVRpDdOaVG0W9l4wc
  35. Heinrich Hümmer am 23.07.2019
    @ Ulli Maas (50.)
    Ich bleibe dabei:
    Primär, blos weil man mit dem "derzeitigen Wissenschaftshorizont" sich die Wirkweise nicht erklären kann, unter anderem auch
    „Datenmanipulation zu unterstellen
    finde ich gewagt!"

    Wie schon gesagt, Ihr Vorzeige-Wissenschaftler, Edzard Ernst, hat da in Altersweisheit schon ein bischen weiter sinniert:

    „As far as I can see, there are the following possibilities:
    fraud,
    coincidence,
    some undetected/undisclosed bias,
    HOMEOPATHY WORKS AFTER ALL.“

    Und als Gegenpart zum ominösen Biometriker:

    Sie wissen, was Prof. HAHN (Forscher und Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universität von Linköping, Schweden. Hahn hat über 300 wissenschaftliche Artikel im Bereich Anästhesie und Intensivmedizin veröffentlicht und bereits mehrere Forschungspreise erhalten) über Edzard Ernst bei der Besprechung der Metaanalysen zur Homöopathie gesagt hat:

    "Ich habe noch nie einen wissenschaftlichen Schriftsteller gesehen, der so offensichtlich voreingenommen war, wie Edzard Ernst."

    https://www.narayana-verlag.de/spektrum-homoeopathie/wissenschaftlicher-beitrag-beweise-fuer-die-homoeopathie .......BEWEISE FÜR DIE HOMÖOPATHIE.....!!!!

    Und zum
    "Homöopathen-LYSSENKOISMUS oder Wie peinlich muss es noch werden?"
    Tja, der wahrscheinlichste Wirkort homöopathischer Mittel ist in der Tat die GENexpression bzw. EpiGENETIK
    und nicht Umweltbedingungen (sprich Zuwendungseffekt, Placeboeffekt etc.)

    https://www.karger.com/Article/FullText/500122
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=24642002

    https://scholar.google.de/scholar?hl=de&as_sdt=0%2C5&q=H%C3%BCmmer+H%2C+Pachmann+K%2C+Pachmann+U.+Adjuvante+hom%C3%B6opathische+Therapie+bei+konventionell+behandeltem+Mammakarzinom.+Verlaufs-+und+Therapiekontrolle+mittels+quantitativer+Bestimmung+im+Blut+zirkulierender+epithelantigen-positiver+Zellen.+AHZ.+2005%3B250%3A127%E2%80%9333.+&btnG=

    Kügelchen flach gehalten und in die linke untere Ecke eingeschossen!
  36. Ulli Maas am 23.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 9

    Zitat aus Hümmers G´schichten / Beitrag Nr. 41 :

    „Datenmanipulation zu unterstellen finde ich gewagt!"

    Anmerkung dazu:

    Ich nicht.

    Beispielweise ist die Last-Observation Carried-Forward-Methode (LOCF), gezielt eingesetzt, eine massive Datenmanipulation durch selektiven Eingriff in die auszuwertenden Daten.

    Ein prägnantes Beispiel dafür ist die

    „Klinische Kontrollstudie zum Vergleich des homöopathischen und chemotherapeutischen Behandlungsverfahrens bei der Therapie der akuten katarrhalischen Mastitis des Rindes, von Promotionsschrift Christina Werner / Uni Leipzig“

    LOCF setzt man nicht „mal einfach so“ ein. Dahinter steht eine bewusste Entscheidung der Veranstalter insbesondere des Biometrikers. Soll ich Ihnen sagen, wer das war, Herr Hümmer? Ach nee, ich lass´ das mal, den Namen finden Sie bestimmt selbst heraus.

    Dankbar ist man, auch das erwähnte ich schon, wenn sich jemand die Mühe macht, den präsentierten Murks auseinanderzupflücken:

    https://www2.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/WernerDissKomm.html

    Ich hätte da noch einem weiteren Fall im Angebot:

    Die (nur kurzfristig) in der homöopathischen Gemeinde gefeierte und preisgekrönte Belladonna-Rattendarm-Groteske Leipziger Pharmazeuten aus dem Jahre 2005, an deren hässlichem Ende die Pressestelle der Uni Leipzig offiziell darüber informierte, „dass Frau Nieber (die Professorin) aufgrund der Diskussionen in den letzten Monaten, der Auswertung unabhängiger Fachgutachten und nach einer nochmaligen Prüfung aller Daten Fehler bei der Gestaltung der Versuchsdurchführung und der Auswertung eingeräumt hat. Das betreffe vor allem das Fehlen von notwendigen Kontrollversuchen und das Nichteinbeziehen aller erhobenen Daten in die statistische Auswertung bei einigen Messreihen.“

    Fast hätte ich einen ganz großen Klassiker der Datenmanipulation vergessen:

    Benveniste, Wassergedächtnis! Sie erinnern sich, Herr Hümmer, was zu dem Super-Gau führte? Genau, fehlerhafte Auszählungen – und keine Kontrollmaßnahmen, die das hätten verhindert können.

    Also, Herr Hümmer, halten Sie mal das Kügelchen flach. Datenmanipulation heißt nicht nur, eine 1 dort hinzuschreiben, wo eigentlich eine 2 stehen müsste.

    (Bedeutsamer Hinweis für Herrn Bannier: Ich betreibe heute Überstundenabbau.)
  37. Ergänzung zur konvertionellen Medizin am 23.07.2019
    Für mich ist die Homöopathiebehandlung als wieder gesunder Patient ein großer Segen- nach jahrelangen Beschwerden und wirkungsloser konventioneller Behandlung eines Colon irritabile hat hier eine Hömöopatische Behandlung mit Bärlapp Lycopodium C 200 innerhalb von 2 Wochen einen unglaubliche Verbesserung gebracht, die auch seitdem anhält. Gerade die Diagnose Reizdarm wird von vielen Ärzten als nicht heilbar angesehen und die Patienten werden hier allein gelassen.
    Nie hätte ich gedacht, dass hier so schnell eine Verbesserung durch Homöopathie möglich ist. Eine Homöopathiebehandlung sollte allen Patienten offen stehen und ist eine sinnvolle, effektive und dann auch kostengünstige Behandlungsmethode.
  38. Kerstin am 23.07.2019
    Viele Wege führen nach Rom!
    Man möchte meinen, dass in der aufgeklärten Gesellschaft des 21.Jahrhunderts mehrere Methoden zugelassen werden können, um die im Vordergrund stehende Genesung des Patienten zu erzielen.
    Wichtig ist eine humane Betrachtungsweise, weder von politischem noch von wirtschaftlichem Interesse oder Machtstreben geleitet. Bei Krankheit ist der einzelne Mensch das Maß!
    Von kompetenten, umsichtigen und weltmännischen Ärzten angewandt, ist die Homöopathie einer von mehreren Bausteinen auf dem Genesungsweg. Eine Koexistenz und Synergien der einzelnen Fachbereiche aus Schulmedizin, Naturheilverfahren und Homöopathie ist fortschrittlich, nicht der Rückwärtsblick zum „Aderlass als Allheilmittel“. Deshalb stellt es einen herben Verlust dar, wenn deutsche Krankenkassen die Homöopathie ausschließen.
  39. SP am 23.07.2019
    Die Wirkung der Homöopathie wissenschaftlich nachzuweisen ist unumstritten schwierig. Dies ist bei vielen anderen Behandlungsmethoden jedoch ganz klar auch der Fall. Alternativmethoden wie Ostheopathie, TCM etc. werden jedoch von den Krankenkassen zumindest teilweise übernommen, ohne dass es gesetzlicher Regularien bedarf.
    Wenn die Krankenkassen davon überzeugt sind, ihren Mitgliedern alternative Heilmethoden guten Gewissens ermöglichen zu können, warum will der Gesetzgeber dies verbieten? Ist dies wirklich ein Aspekt, in den der Gesetzgeber regulierend eingreifen sollte? Hat der Staat nicht andere größere Probleme, um die er sich endlich einmal kümmern sollte?
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: bei mir wirkt die Homöopathie!
    Ich habe seit dem Kleinkindalter in großen Mengen cortisonhaltige Salben zur Hautbehandlung bei Neurodermitis benötigt, die alle von der Krankenkasse bezahlt wurden. Jetzt brauche ich ca. 1mal im Halbjahr einen Termin beim Arzt und eine neue Gabe Globuli. Gleichzeitig regulieren die selben Globuli nachweislich meinen Blutdruck und meine Migräneanfälle. Statt regelmäßiger Arzttermine und nicht endender Tablettenverschreibungen, die ja auch die Krankenkasse tragen müsste, werden nun auch diese Probleme mit dem gleichen Termin und der gleichen Globuligabe erledigt.
    Synergien in Reinkultur. Klare Einspareffekte für die Krankenkasse.
    Und von medikamentenverursachten Nebenwirkungen, die auch wieder mit neuen Salben, Tabletten etc. überdeckt würden, die ohne weitere Diskussionen die Krankenkassen bezahlen müssten, habe ich noch gar nicht angefangen.
    Ist es dann nicht sinnvoller, in großen Abständen kleine Mengen "Zuckerkügelchen" zu verabreichen statt in immer kürzeren Intervallen die Wartezimmer der bereits jetzt überlasteten Arztpraxen zu überfüllen?
    Homöopathie ist kein Allheilmittel, aber aus meiner Sicht kann es vieles heilen oder lindern, so dass die Ärzte mehr Zeit für die wirklich behandlungsbedürftigen Patienten haben.
    Allerdings, das gebe ich zu, würde dies ein Umdenken bei vielen Ärzten erfordern, die Gewinne der Pharmaindustrie gewaltig schmälern und den Politikern etliche Spenden weniger für ihre Wahlkämpfe und Lobbyarbeit in die Kassen spülen.
    Und das scheint es ja zu sein, worum es im Hintergrund in Wahrheit geht: Geld, Macht und Einfluss für die Industrie.
  40. Prakticus am 23.07.2019
    Theorie ist gut, Praxis ist besser. Wer keine praktische Erfahrung besitzt, muss mit der Theorie leben. Ich bevorzuge den "Responder" Patient, der Hilfe braucht und diese auch durch die homöopathische Medizin tagtäglich weltweit erfährt.
  41. Joana am 22.07.2019
    Ich hatte chronische Bronchitis vom Lungenfacharzt diagnostiziert. Trotz zahlreicher Verordnungen von Kortison zur Inhalation und Antibiotika keine wesentlichen Besserungen nach Behandlungsende. Immer wieder neue Bronchitisanfälle, immer wieder neue Verschreibungen der Medikamente. Auf der Suche nach Alternativen wurden mir von einer Homöopathin nach ausführlicher Anamnese Globoli verabreicht, sowie das sofortige Ausschleifen der Inhalation mit Kortison angeraten. Nach 2 Jahren vergeblicher Kortison und Antibiotika Behandlung hatte ich danach keine Bronchitis mehr und dies blieb so!!! Bei anderen Erkrankungen benötige ich durch die homöopathische Behandlung viel weniger Medikamente, das erspart mir viele Nebenwirkungen und der Krankenkasse viel Geld.
  42. Aleksandar am 22.07.2019
    Es gibt 3.600 Studien zur Homöopathie. Darunter 358 Placebokontrollierte Doppelblindstudien.
    Z.B. die Metaanalyse 1993 von Prof. Kleijnen (Mitbegründer der Evidenzbasierten Studienrichtung; Cochrane Collaboration). Dabei wurden 107 Homöopathie Studien ausgewertet.
    ERGEBNIS: "Das Ausmaß der positiven Bestätigungen zur Homöopathie war überraschend für uns. Aufgrund dieser Belege wären wir bereit, die HOMÖOPATHIE als WIRKSAME METHODE anzuerkennen ...." Prof. J. Kleijnen, Cochrane Collaboration.
    Auch in anderen Metaanalysen bestätigen bis zu 90% der Studien die Wirksamkeit der Homöopathie. So auch eine Vielzahl an klinischen Studien, z.B. ADS-Studie UNI Bern. SEPSIS Studie, Prof. Frass, Wien und viele viele andere. Wo die Homöopathie bei schweren und schwersten Erkrankungen mit größten Erfolgen eingesetzt wurden. Was deutlich und weit (!) über den Ergebnissen der schulmedizinischen Behandlungen lag. Wer da von Unwirksamkeit der Homöopathiem spricht, dem muss man ja fast schon üble Absichten unterstellen. Was ich aber hier nicht tue!
    Von den sog. "Homöopathiekritikern" werden grundsätzlich die ca. 10% Negativstudien ziitiert, als Beleg der angeblichen Unwirksamlkeit. Dabei tut man so, als würde es die vielen Positiv-Studien gar nicht geben. So in der sog. Lancet Studie (2005) und auch in der sog. Australien Studie (2015), wo ein ganz überzeugender Teil an ausgezeichneten positiv Wirkbelegen zur HOMÖOPATHIE einfach ausgeschlossen wurden.
    Prof. Hahn, vom Karolinska Institut Stockholm hat als unabhängiger Betrachter der Homöopathie-Studienlage festgestelle:
    "Um zu dem Ergebnis zu kommen, dass Homöopathie nicht wirkt, müssen Sie 90% der Homöopathie-Studien unberücksichtigt lassen und unter den Tisch kehren. Es gibt mehr Studien zur Homöopathie, als zu vielen Methoden der Schulmedizin. die Studienlage zeigt eindeutig: HOMÖOPATHIE IST WIRKSAM."- Prof. Hahn, Karolinska Institut

    Thema PLACEBO: Die Studienlage zur "Wirkung" von Placebos sagt eindeutig: "Mit Placebos lässt sich Krankheit nicht beeinflussen. Mit Placebos können zwar kurzfristige Effekt erzielt werden, mitunter auch erstaunliche, die sind aber immer nur von kurzer Dauer (der Patient schläft besser ein; der Schmerz lässt nach usw.), aber die die dahinterstehende Krankheit bleibt bestehen und die Symptome kommen wieder. Und nach einer Weile reagiert der Körper auch auf Placebos nicht mehr. (Metaanalysen Nordic Cochrane Center, 2001, 2004).
    Dagegen zeichnet sich ja die Homöopathie gerade dadurch aus, dass sie langfristige Effekte erzielt, bis hin zu echten Heilungen (dies mit wenigen Arzneigaben). Was mit Placebo-Pillen noch nie jemand geschafft hat!! Insofern ist das ständige Placebolied ein ganz schwaches "Pseudo-Argument", um der Öffentlichkeit Nebel in die Augen zu treiben.
    Und noch ein Wort an Herrn Dr. Lübber: Wenn wir in der homöopathischen Praxis, Kinder mit heftigen Tonsillitiden behandelt haben, dann wachten diese nach homöopathischer Behandlung "am nächsten Tag singend und fröhlich auf" (so eine Mutter). Wogegen die Nachbarkinder, die mit Antibiotika behandelt wurden, noch taglang mit der Mandelentzündung zu tun hatten und hinterher lustlos wirkten. Ich entnehme Ihren Aussagen zur Homöopathie, sehr geehrter Herr Dr. Lübber, dass Sie sich nicht wirklich mit Homöopathie befasst haben. Vor allem keine fundierten klinischen Erfahrungen haben.
    Ich empfehle das Buch. DAS KANN DIE HOMÖOPATHIE,
    erstaunliche Heilungen, wissenschaftliche Belege

    das ich selbst geschrieben habe, um einmal über die vielen Missverständnisse aufzuklären und um zu zeigen, was Homöopathie kann. Und dies selbst bei Krankheiten, die schulmedizinisch austherapiert waren. Ich sage nicht, dass das immer geht, aber es hat sich oft gezeigt, dass die Homöopathie auch dann noch deutliche Besserungen erzielen konnte, wenn andere Methoden am Ende der Fahnenstange angelangt waren!
    Mit freundlichen Grüßen
    Aleksandar Stefanovic
  43. Homöopathie mehr als nur Placebo am 22.07.2019
    Als ich mich vor vielen Jahren das erste Mal habe homöopathisch behandeln lassen, glaubte ich ehrlich gesagt selbst nicht daran, dass die Homöopathie wirken würde. Denn auch ich war - wie viele der heutigen Kritiker der Homöopathie - der Ansicht, dass ein Mittel, dessen Wirkstoff 1:1000000 und mehr verdünnt sei, nicht wirken könne. Ich bin damals nur auf Wunsch meiner Freundin zum Homöopathen gegangen. Die "Über-Nacht-Wirkung" des homöopathischen Mittels war alllerdings dann derart durchschlagend, dass ich ins Nachdenken gekommen bin und diese Therapieform noch öfter ausprobiert habe. Nicht immer hatte das erste gewählte Mittel des Homöopathen Erfolg; manchmal erst das dritte oder vierte. Aber die Erfolge der homöopathischen Therapie - die ich übrigens von Anfang an selbst bezahlt habe (weil Heilpraktiker von gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden) - haben meine Weltsicht insofern verändert, als ich sage: Wer heilt, hat Recht! Es kann mir (und allen anderen Patienten) doch egal sein, ob der dahinter stehende Wirkmechanismus nun wissenschaftlich schon ergründet und belegt ist oder nicht!
    Inzwischen sind viele Jahre vergangen und ich habe nicht nur meine eigenen gesundheitlichen Beschwerden homöopathisch behandeln lassen, sondern auch die meines inzwischen erwachsenen Sohnes. Darunter waren auch Krankheiten wie: Eiternde Augenentzündung, Bronchitis und sogar eine Borreliose (!), also Infektionen, die man allein mit Placebo-Kräften wohl kaum wird heilen können!
    Wenn ich immer wieder lese, dass die Homöopathie ihre Wirkung nur dem Placebo-Effekt verdankt, kann ich nur lachen:
    - Ich habe meinem Sohn schon nachts im Schlaf (während heftiger Hustenanfälle) ein homöopathisches Mittel verabreicht - wie soll da der "Placebo-Effekt" funktionieren?
    - Wenn man kleinen Babies, die beim Zahnen vor Schmerzen schreien und nicht zu beruhigen sind, 'Chamomilla' (homöopathisch) verabreicht, bewirkt das ganz oft Wunder: Nur Placebo?
    - Ich habe auch schon mal bei einer Kuh eine langanhaltende Entzündung der Hufe mit Homöopathie heilen können (zur Überraschung des Bauern): Werden Tiere auch nur gesund, "weil sie dran glauben"?
    - Wenn in der Homöopathie allein der Glaube (bzw. der Placebo-Effekt) zum Tragen käme, dann müsste ja eigentlich gleich das erste von der Homöopathin verabreichte Mittel wirken... Leider tut es das oftmals nicht. Auch Homöopathen sind keine Zauberer und sind nicht immer gleich mit dem ersten Mittel erfolgreich. Manchmal wirkt auch erst das dritte oder vierte verabreichte Mittel (dann, wenn der Patient schon wegen des Nicht-Wirkens der ersten Mittel enttäuscht ist und seine Hoffnung oder seinen Glauben verliert). Alles nur Placebo? Wer die Wirkungen der Homöopathie erlebt und aufmerksam verfolgt hat, kann darüber nur lachen!
    Ich bezahle alle Behandlungen beim Homöopathen bzw. bei der Homöopathin selbst (weil es Heilpraktiker und keine Ärzte sind). Ich wäre ja bekloppt, dafür Geld auszugeben, wenn es keinen Erfolg hätte!!! Die Behandlung der Borreliose meines Sohnes (vor 13 Jahren - ohne jede Folgeschäden!) hat damals alles in allem ca. 60.- Euro gekostet. Allein das Antibiotikum, dass alternativ zur Verfügung gestanden hätte, hätte 100.- Euro gekostet, ohne die Kosten für den Arzt.
    Zudem ist die Homöopathie - im Gegensatz zu so manchem schulmedizinsichen Medikament - nebenwirkungsfrei. Daher gebe ich das Geld gerne aus - meiner Gesundheit zuliebe! - weil ich mir manche Folgekosten (durch Nebenwirkungen schulmedizinischer Medikamente) damit erspare.
    Die Kosten beim Homöopathen machen (bis auf das Erstgespräch, das meistens 1-2 Stunden dauert) im übrigen nur einen Bruchteil dessen aus, was Artztermine kosten (müsste man sie denn selbst bezahlen). In vielen Fällen reicht ein Telefonat mit der Homöopathin (anschließende Rechnung: 10.- bis 30.-, je nach Dauer) und man erspart sich langes Sitzen in Wartezimmern. Die homöopathischen Mittel selbst kosten ebenfalls nur einen Bruchteil, wenn man sie sich in spezialisierten Apotheken in 1-gr-Röhrchen abfüllen lässt (2.-). Und wenn man mit der Homöopathie mal keinen Erfolg hat (was ja durchaus auch mal vorkommen kann), kann man immer noch zum Arzt gehen (oder zu einer besseren Homöopathin).

    Es ist ein merkwürdiger Zug der Zeit heute, dass (nicht nur in der Medizin) nicht mehr die Erfahrung der Menschen "zählt" und ernst genommen wird, sondern nur das, was "wissenschaftlich beweisbar" ist (mit den heutigen wissenschaftlichen Methoden). Alle Wirkungen, deren Funktionsweise die Wissenschaft mit ihren heutigen Methoden noch nicht schlüssig erklären kann, werden als nicht-existent abgetan. Dabei vergisst man, dass auch wissenschaftliche Methoden begrenzt sind und ihre Ergebnisse oft davon abhängen, wie die Forscher denn überhaupt ihre Fragen stellen (so ist es wissenschaftlich z.B. möglich, dass "die Wissenschaft" vor 30 Jahren noch festgestellt hat, dass der Konsum von viel Milch gesund ist, während "die Wissenschaft" heute feststellt, dass der Konsum von viel Milch ungesund ist!).

    Homöopathie wird von Millionen von Menschen in aller Welt erfolgreich angewendet (besonders in ärmeren Ländern wie z.B. Indien). Das Erfahrungswissen von all diesen Menschen in Abrede zu stellen, nur weil sich das materialistisch-wissenschaftliche Denken einer kleinen Klasse von Wissenschaftlern die Wirkprozesse der Homöopathie nicht erklären kann, ist wissenschaftliche Hybris.

    Ich kann nur allen Kritikern der Homöopathie wünschen: Probiert es doch mal aus, trotz aller Skepis! Lasst euch - wenn Ihr gesundheitliche Beschwerden habt - doch mal für eine gewisse Zeit auf diese Therapieform ein und urteilt erst anschließend (statt besserwisserisch vorher). Und probiert es nicht beim kleinen Schnupfen, sondern durchaus bei ernsten Krankheiten (entweder akute Krankheiten wie Bronchitis o.ä. oder chronische, wie z.B. Neurodermitis o.ä.) - wenn die Homöopathie keinen Erfolg hat, könnt Ihr immer noch wieder auf die Schulmedizin zurückkommen!

    Angesichts des Umstandes, dass die Kosten für homöopathische Mittel nur wenige Promille des Krankenkassen-Etats ausmachen, erstaunt mich doch der geradezu fanatische "Glaubenskrieg", der da zur Zeit gegen die Homöopathie gefahren wird.
    Wer erst einmal an sich selbst erfahren hat, mit welch geringen Kosten die Homöopathie auch schwere Krankheiten heilen konnte, weiß, dass - was die Kosten der Solidargemeinschaft betrifft - in Wirklichkeit umgekehrt ein Schuh draus wird:
    Würden wir das Krankenkassenprinzip heute umdrehen und sagen: "Alle Patienten müssen zunächst eine homöopathische Behandlung machen und nur, wenn diese nicht wirkt, zum Schulmediziner gehen" - dann würden unsere Krankenkassenbeiträge schlagartig billiger werden und alle hätten etwas davon! Dann würde die Schulmedizin ihre Aufgaben dort erledigen (und von den Krankenkassen finanziert), wo wir sie wirklich brauchen!
  44. Hans-J. Bannier am 21.07.2019
    @ Joseph Kuhn:

    Bitte genau lesen: Ich habe keineswegs behauptet, dass jeder, der die Homöopathie kritisiere, "ein Pharmaknecht" sei. Im Gegenteil: ich habe (@ 36) sogar Verständnis dafür geäußert, dass Menschen sich nicht vorstellen können, dass die Homöopathie Wirkung zeigen könne.
    Wenn ich allerdings beobachte, dass eine Person gleich in mehreren Medien die Kommentarspalten geradezu "flutet" (an dieser Stelle mit 9 ausufernden Kommentaren), überkommen mich Zweifel, ob das noch rein privates Engagement ist oder ob derjenige das quasi "berufsmäßig" (im Auftrag) betreibt.
    Daher: Tut mir leid, dass Sie sich den Schuh angezogen haben, obwohl ich Sie gar nicht gemeint habe.
  45. Heinrich Hümmer am 21.07.2019
    @ Kuhn
    @besserwisser (dieser Nickname ist wirklich passend gewählt!)
    „Ginge es um eine Medikamentenzulassung, käme das Mittel mit diesen "Ergebnissen" nicht einmal in die Nähe einer Zulassung. Die weltweite Wissenschaftsgemeinde beurteilt all diese Metaanalysen als Scheitern der Ausgangshypothese, Homöopathie habe eine Wirkung über Placebo hinaus.“
    Sie kennen sicherlich die Studienlage zur konventionellen Medizin?
    …....Nur für 1,4 % [!] aller medizinischen Verfahren, die nach Cochrane-Standards untersucht wurden, gilt, dass sie SICHER WIRKSAM und WISSENSCHAFTLICH EINDEUTIG belegt sind.......(El Dib et al.)

    @Ulli Maas (oder wer auch immer Sie sind):
    Ich bin in der Tat auch (selbst)kritisch, was allerdings in der Gemeinde der Skeptiker ein Fremdwort zu sein scheint.
    Ich hinterfrage sowohl die Dogmen der Homöopathie als auch meine Ergebnisse (wie Sie aus der Fallstudie gut ersehen können) und auch die Studienlage der Homöopathie sehr kritisch.
    Aber sowohl die Einzelfallstudie als vor allem die neuere doppelblinde, placebokontrollierte Schlafstudie, die signifikante Ergebnisse zugunsten der Homöopathie zeigt, weisen WEITER in Richtung der signifikanten Evidenz - sodass sogar euer Monstranz-Wissenschaftler Edzard Ernst über die Ergebnisse dieser Studie altersweise sinnierte:

    „As far as I can see, there are the following possibilities:
    fraud,
    coincidence,
    some undetected/undisclosed bias,
    HOMEOPATHY WORKS AFTER ALL.“

    Und:
    Der Belladonna-Fall muß Sie schon nachhaltig beeindruckt haben [der Ehepartner der Patientin hat nach dem Anruf bei der Giift-Notrufzentrale mich auch ziemlich "beeindruckt"]

    Aber dann kommt´s bei Ihnen ganz dicke:
    „ Erfolgreiche homöopathische Studien sind drei Kategorien zuzuordnen: Entweder sind sie statistische Artefakte, also banale nicht reproduzierbare Zufallsergebnisse, oder sie basieren auf mehr oder weniger geschickten Datenmanipulationen, oder sie enthalten methodische Fehler, die nicht sofort sichtbar sind. „….oder: siehe Edzard Ernst!
    Datenmanipulation zu unterstellen finde ich gewagt!
    „…..Dass aber Fehler da sind, davon kann und muss man zwangsläufig ausgehen – wird doch versucht, mit solchen Studien Sachverhalte zu beweisen, die mit den Naturgesetzen unvereinbar sind.“
    Das "Knüppel aus dem Sack Argument" mit den [derzeit „gültigen“] Naturgesetzen finde ich langsam albern und fast schon unwissenschaftlich peinlich und Ihre Folgerung daraus abenteuerlich!

    Da fällt mir nur wieder das Zitat von Lord William Thompson Kelvin, Mathematiker und Erfinder, Präsident der Royal Society 1895, ein, dem der Knüppel auch irgendwann nicht mehr gehorchte....:
    „Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen.“

    Und nochmals: -----war/ist übrigens auch keine Materie drin——
  46. Joseph Kuhn am 21.07.2019
    @ Hans-J. Bannier:

    Ich werde weder von der Pharmaindustrie noch ihr nahestehenden Verbänden bezahlt. Der immerwiederkehrende Vorwurf, wer die Homöopathie kritisiere, müsse ja wohl ein Pharmaknecht sein, ist nicht nur ehrabschneidend, sondern auch irreführend: Auch Homöopathika werden von der Pharmaindustrie hergestellt, nicht vom Bäcker nebenan.
  47. susanna am 21.07.2019
    Als homöopathische Kinder- und Jugendärztin seit über 30 Jahren in Kassepraxis in München niedergelassen, mit intensivmedizinischen Hintergund, habe ich folgende Meinung zur ärztlichen, homöopathischen Therapie in der Praxis: Die kritischsten Beobachter einer erfolgreichen Therapie sind heute die Eltern der kranken Kinder und Jugendlichen in meiner Praxis. Hier geht es um eine Erfahrungmedizin mit der Homöopathie, die übrigens das erfolgreichste medizinische Exportgut Deutschlands ist in die Schwellenländer dieser Welt, z.B nach Indien. Dort werden 100 Millionen Menschen im Jahr, von einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden mit der homöopathen Therapie behandelt. Es gibt in Indien eine Bundes-Gesundheitsministerium für Ayurveda, Homöopathie und Naturheilverfahren sowie international anerkannte Studien über die Wirksamkeit der homöopathischen Therapie. Die Grenzen der Homöopathie und der Schulmedizin als Ärzte zu erkenen ist hier die erste ärztliche Pflicht.
    79% der Patienten wollen, nach Forsa Umfrage 4/2019, Homöopathie in der Kassenpraxis. Das ist Volkeswille und wir Ärzte sollten da genau hinhören. Die Homöopathie gehört auch unbedingt in die Klinik, wo sie auf den Prüfstand durch unvoreigenomme Ärzte, besonders bei Therapienotstand in der Medizin, beurteilt werden sollte. Das ist meine ärztliche Meinung und erfahrung als Kinder-und Jugendärztin.
  48. Hans-J. Bannier am 21.07.2019
    @ 24, 25, 26, 27, 29, 30, 32, 33, 34:

    Wenn ich diese Diskussion hier aufmerksam verfolge, frage ich mich: Wer ist eigentlich dieser "Ulli Maas", der hier die Zeit hat, gleich 9 Kommentare zu verfassen. Versuche ich das im Internet zu recherchieren, komme ich darauf, dass derselbe "Ulli Maas" auch in der 'TAZ' in den Kommentarspalten präsent ist, um gegen die Homöopathie zu Felde zu ziehen. Ich frage mich, wie weit hier überhaupt Privatpersonen aktiv sind, oder wie weit es sich um Personen handelt, die von der Pharma-Industrie oder ihr nahestehenden Verbänden dafür bezahlt werden, systematisch die Kommentarspalten und sozialen Netzwerke zu "fluten".
    So wie dieser Herr vorgibt, alle wissenschafltichen Erkenntnisse und Studien in der Sache zu kennen und einschätzen zu können, kann es sich ja kaum um eine Privatperson handeln. Denn eigentlich ist der Anlass der Diskussion - die wenigen Promille an Krankenkassen-Ausgaben - doch eher zu banal, als dass man sich darüber - rein privat - so derart ereifern und seine Zeit verschwenden kann.

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich für meinen Teil bin von niemandem bezahlt für meinen Kommentar. Ich habe (@ 36) lediglich meine eigenen Erfahrungen mit der Homöopathie berichtet, weil die behauptete "Nicht-Wirkung" der homöopathischen Globuli mit meinen persönlichen und langjährigen Erfahrungen ganz und gar nicht übereinstimmt. Die Globuli haben bei mir über die Jahre weit öfter als 100x gewirkt, auch gegen schwere Krankheiten. Wenn das alles Placebo gewesen sein soll, wäre ich ja ein wahres "Placebo-Wunder"...! (Da kann ich nur alle diejenigen bemitleiden, die es nicht wenigstens mal ausprobierr haben).
    Hans-J. Bannier (von Beruf Bio-Obstbauer).
  49. Joseph Kuhn am 21.07.2019
    @ Bundesverband, Kommentar #16:

    Dass Patienten mitbestimmen, wie sie behandelt werden, ist essentiell. Es ist eine der drei Säulen der evidenzbasierten Medizin (neben der ärztlichen Erfahrung und der Studienlage). Aber was den Leistungskatalog der Krankenkassen angeht, gelten im Allgemeinen andere Regeln, siehe § 12 SGB V. Nur die sog. "besonderen Therapierichtungen" haben davon abweichend durch erfolgreiche Lobbyarbeit für sich eine Mövenpick-Regelung durchgesetzt.

    @ Heinrich Hümmer, Kommentar #21:

    Natürlich gibt es größere Sparpotentiale als die Homöopathie. Aber was ist das für ein Argument? Weil woanders noch mehr Geld unnötig ausgegeben wird, soll die Homöopathie einen Freibrief haben? Das kann doch nicht ihr Ernst sein, wo ist denn da die Logik? Gleiches Recht auf unnötige Ausgaben? Die richtige Konsequenz ist, erst recht bei den anderen Ausgaben kritischer hinzuschauen, bei den von Ihnen genannten Antidepressiva tut dies z.B. der Arzneiverordnungsreport.
  50. Hans-J. Bannier am 21.07.2019
    Als ich mich vor vielen Jahren das erste Mal habe homöopathisch behandeln lassen, glaubte ich ehrlich gesagt selbst nicht daran, dass die Homöopathie wirken würde. Denn auch ich war - wie viele der heutigen Kritiker der Homöopathie - der Ansicht, dass ein Mittel, dessen Wirkstoff 1:1000000 und mehr verdünnt sei, nicht wirken könne. Ich bin damals nur auf Wunsch meiner Freundin zum Homöopathen gegangen. Die "Über-Nacht-Wirkung" des homöopathischen Mittels war alllerdings dann derart durchschlagend, dass ich ins Nachdenken gekommen bin und diese Therapieform noch öfter ausprobiert habe. Nicht immer hatte das erste gewählte Mittel des Homöopathen Erfolg; manchmal erst das dritte oder vierte. Aber die Erfolge der homöopathischen Therapie - die ich übrigens von Anfang an selbst bezahlt habe (weil Heilpraktiker von gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden) - haben meine Weltsicht insofern verändert, als ich sage: Wer heilt, hat Recht! Es kann mir (und allen anderen Patienten) doch egal sein, ob der dahinter stehende Wirkmechanismus nun wissenschaftlich schon ergründet und belegt ist oder nicht!
    Inzwischen sind viele Jahre vergangen und ich habe nicht nur meine eigenen gesundheitlichen Beschwerden homöopathisch behandeln lassen, sondern auch die meines inzwischen erwachsenen Sohnes. Darunter waren auch Krankheiten wie: Eiternde Augenentzündung, Bronchitis und sogar eine Borreliose (!), also Infektionen, die man allein mit Placebo-Kräften wohl kaum wird heilen können!
    Wenn ich immer wieder lese, dass die Homöopathie ihre Wirkung nur dem Placebo-Effekt verdankt, kann ich nur lachen:
    - Ich habe meinem Sohn schon nachts im Schlaf (während heftiger Hustenanfälle) ein homöopathisches Mittel verabreicht - wie soll da der "Placebo-Effekt" funktionieren?
    - Wenn man kleinen Babies, die beim Zahnen vor Schmerzen schreien und nicht zu beruhigen sind, 'Chamomilla' (homöopathisch) verabreicht, bewirkt das ganz oft Wunder: Nur Placebo?
    - Ich habe auch schon mal bei einer Kuh eine langanhaltende Entzündung der Hufe mit Homöopathie heilen können (zur Überraschung des Bauern): Werden Tiere auch nur gesund, "weil sie dran glauben"?
    - Wenn in der Homöopathie allein der Glaube (bzw. der Placebo-Effekt) zum Tragen käme, dann müsste ja eigentlich gleich das erste von der Homöopathin verabreichte Mittel wirken... Leider tut es das oftmals nicht. Auch Homöopathen sind keine Zauberer und sind nicht immer gleich mit dem ersten Mittel erfolgreich. Manchmal wirkt auch erst das dritte oder vierte verabreichte Mittel (dann, wenn der Patient schon wegen des Nicht-Wirkens der ersten Mittel enttäuscht ist und seine Hoffnung oder seinen Glauben verliert). Alles nur Placebo? Wer die Wirkungen der Homöopathie erlebt und aufmerksam verfolgt hat, kann darüber nur lachen!
    Ich bezahle alle Behandlungen beim Homöopathen bzw. bei der Homöopathin selbst (weil es Heilpraktiker und keine Ärzte sind). Ich wäre ja bekloppt, dafür Geld auszugeben, wenn es keinen Erfolg hätte!!! Die Behandlung der Borreliose meines Sohnes (vor 13 Jahren - ohne jede Folgeschäden!) hat damals alles in allem ca. 60.- Euro gekostet. Allein das Antibiotikum, dass alternativ zur Verfügung gestanden hätte, hätte 100.- Euro gekostet, ohne die Kosten für den Arzt.
    Zudem ist die Homöopathie - im Gegensatz zu so manchem schulmedizinsichen Medikament - nebenwirkungsfrei. Daher gebe ich das Geld gerne aus - meiner Gesundheit zuliebe! - weil ich mir manche Folgekosten (durch Nebenwirkungen schulmedizinischer Medikamente) damit erspare.
    Die Kosten beim Homöopathen machen (bis auf das Erstgespräch, das meistens 1-2 Stunden dauert) im übrigen nur einen Bruchteil dessen aus, was Artztermine kosten (müsste man sie denn selbst bezahlen). In vielen Fällen reicht ein Telefonat mit der Homöopathin (anschließende Rechnung: 10.- bis 30.-, je nach Dauer) und man erspart sich langes Sitzen in Wartezimmern. Die homöopathischen Mittel selbst kosten ebenfalls nur einen Bruchteil, wenn man sie sich in spezialisierten Apotheken in 1-gr-Röhrchen abfüllen lässt (2.-). Und wenn man mit der Homöopathie mal keinen Erfolg hat (was ja durchaus auch mal vorkommen kann), kann man immer noch zum Arzt gehen (oder zu einer besseren Homöopathin).

    Es ist ein merkwürdiger Zug der Zeit heute, dass (nicht nur in der Medizin) nicht mehr die Erfahrung der Menschen "zählt" und ernst genommen wird, sondern nur das, was "wissenschaftlich beweisbar" ist (mit den heutigen wissenschaftlichen Methoden). Alle Wirkungen, deren Funktionsweise die Wissenschaft mit ihren heutigen Methoden noch nicht schlüssig erklären kann, werden als nicht-existent abgetan. Dabei vergisst man, dass auch wissenschaftliche Methoden begrenzt sind und ihre Ergebnisse oft davon abhängen, wie die Forscher denn überhaupt ihre Fragen stellen (so ist es wissenschaftlich z.B. möglich, dass "die Wissenschaft" vor 30 Jahren noch festgestellt hat, dass der Konsum von viel Milch gesund ist, während "die Wissenschaft" heute feststellt, dass der Konsum von viel Milch ungesund ist!).

    Homöopathie wird von Millionen von Menschen in aller Welt erfolgreich angewendet (besonders in ärmeren Ländern wie z.B. Indien). Das Erfahrungswissen von all diesen Menschen in Abrede zu stellen, nur weil sich das materialistisch-wissenschaftliche Denken einer kleinen Klasse von Wissenschaftlern die Wirkprozesse der Homöopathie nicht erklären kann, ist wissenschaftliche Hybris.

    Ich kann nur allen Kritikern der Homöopathie wünschen: Probiert es doch mal aus, trotz aller Skepis! Lasst euch - wenn Ihr gesundheitliche Beschwerden habt - doch mal für eine gewisse Zeit auf diese Therapieform ein und urteilt erst anschließend (statt besserwisserisch vorher). Und probiert es nicht beim kleinen Schnupfen, sondern durchaus bei ernsten Krankheiten (entweder akute Krankheiten wie Bronchitis o.ä. oder chronische, wie z.B. Neurodermitis o.ä.) - wenn die Homöopathie keinen Erfolg hat, könnt Ihr immer noch wieder auf die Schulmedizin zurückkommen!

    Angesichts des Umstandes, dass die Kosten für homöopathische Mittel nur wenige Promille des Krankenkassen-Etats ausmachen, erstaunt mich doch der geradezu fanatische "Glaubenskrieg", der da zur Zeit gegen die Homöopathie gefahren wird.
    Wer erst einmal an sich selbst erfahren hat, mit welch geringen Kosten die Homöopathie auch schwere Krankheiten heilen konnte, weiß, dass - was die Kosten der Solidargemeinschaft betrifft - in Wirklichkeit umgekehrt ein Schuh draus wird:
    Würden wir das Krankenkassenprinzip heute umdrehen und sagen: "Alle Patienten müssen zunächst eine homöopathische Behandlung machen und nur, wenn diese nicht wirkt, zum Schulmediziner gehen" - dann würden unsere Krankenkassenbeiträge schlagartig billiger werden und alle hätten etwas davon! Dann würde die Schulmedizin ihre Aufgaben dort erledigen (und von den Krankenkassen finanziert), wo wir sie wirklich brauchen!
  51. Homöopathie -ist -gut am 21.07.2019
    Ich verwende seit über 30 Jahren homöopathische Arzneimittel für mich und meine Kinder. Es wirkt!
    Ich habe es somit selbst erlebt. Und das erleben auch immer mehr Menschen und haben mehr Vertrauen dazu, als zur Schulmedizin. Mir scheint, die Wirksamkeit ist so groß, dass die Kassen zwar nicht viel dafür ausgeben müssen, da hoch und nachhaltig wirksam und sehr günstig! Allerdings vermindert sich der Umsatz der Pharmaindustrie dadurch. Sonst müsste ja nicht so ein Hype um dieses Thema gemacht werden mit der Antiglobuli-Kampangne. Und ein Gesetz zur Masernimpfung, das den Umsatz steigert. Das ist offensichtlich, dass es da um Umsätze geht und nicht um das Wohl der Menschen!
    Viele Patienten bezahlen ja sowieso schon Komplementärmedizin aus eigener Tasche. Ich möchte, dass nicht weniger, sondern mehr davon übernommen wird. In einer Demokratie möchte ich wählen können.
  52. Ulli Maas am 21.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 8

    Zitat aus Hümmers G´schichten:

    "Auch eine neuere doppelblind placebokontrollierte Studie und eine Fallstudie zeigen signifikant positive Wirkungen der Homöopathie und kausale unmittelbare Wirkungen hpmöopathischer Mittel"

    Anmerkung dazu:

    1) Zur Fallstudie: Ich bin mir ziemlich sicher, dass der sich selbst gerne als „kritischer Homöopath“ bezeichnende Herr Hümmer ganz genau weiß, welche Beweiskraft eine Einzelfallstudie besitzt – vor allem dann, wenn sie die Wirksamkeit des nicht vorhandenen gefleckten Schierlings belegt...

    Mich erinnert die Story ein wenig an eine andere aus dem Hause Hümmer, als der „kritische Homöopath“ berichtete, die Giftnotrufzentrale München hätte angeblich, nach (verdeckter) Gabe einer Belladonna-Hochpotenz, bei einer seiner Patienteninnen die Symptome einer Atropinvergiftung festgestellt...

    2) Zur Studie: Erfolgreiche homöopathische Studien sind drei Kategorien zuzuordnen: Entweder sind sie statistische Artefakte, also banale nicht reproduzierbare Zufallsergebnisse, oder sie basieren auf mehr oder weniger geschickten Datenmanipulationen, oder sie enthalten methodische Fehler, die nicht sofort sichtbar sind.

    Die manchmal nicht ganz einfache Aufgabe besteht nur darin, nach Fehlern – im Studiendesign, in der Datenauswertung , in der Interpretation (oder in allem gleichzeitig) zu suchen, oder, im schlimmsten Fall, bewusste Datenmanipulation nachzuweisen.
    Dass aber Fehler da sind, davon kann und muss man zwangsläufig ausgehen – wird doch versucht, mit solchen Studien Sachverhalte zu beweisen, die mit den Naturgesetzen unvereinbar sind.

    Man muss sich halt nur an die mühsame Analyse begeben...
    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5159#more-5159
  53. Ulli Maas am 21.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 7

    Zitat aus Schmittdietels G´schichten:

    „Eine Kombination von wissenschaftlicher Evaluation und demokratischer Mitbestimmung sollte das Vorbild auch für Deutschland sein!“

    Anmerkung dazu:

    Georg Orwell war zwar der Meinung, dass es für eine offene und vor allem freie Gesellschaft ausreicht, die Gleichung 2+2 = 4 als intersubjektive Wahrheit zu akzeptieren, aber im Grunde ist das eine nicht hinzunehmende Diktatur der Wissenschaft.

    Wirkliche Freiheit ist doch erst gegeben, wenn wir abstimmen können – beispielweise darüber, als Lösung für die Addition 2+2 zwischen 3,4,5,6,7 oder 8 auswählen zu können. Das hat zwar keinen Sinn, aber es ist demokratisch, nicht wahr?

    Und wir könnten ja über so viele Sachverhalte abstimmen…
    Was Frau Schmittdiels Metier angeht, wäre es sinnvoll, dass wir endlich, basisdemokratisch, dem zwar verlässlichen, aber doch hochgradig engstirnigen Konzept der Verdünnung die nötige Erweiterung zukommen lassen. Lassen Sie uns also darüber abstimmen, der bisherigen Relation zwischen Wirkstoffgehalt und Wirkpotential, die bis jetzt nach dem stabilen Muster „viel-wenig-weg“ verlief, hinsichtlich des Wirkpotentials die für die homöopathische Welt notwendige Attributen-Kette „unwesentlich-geht so-überwältigend“ hinzuzufügen, wenn nur die Verdünnung rituell geschüttelt wird. Warum sollten wir uns von naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten daran hindern lassen, so etwas zu beschließen?

    Wenn wir schon gerade abstimmen, sollten wir auch Ihrem Kollegen Hümmer einen Gefallen tun: Lassen Sie uns darüber demokratisch entscheiden, dass der Einzelfallkasuistik genau die gleiche Beweiskraft eingeräumt wird, wie der randomisierten, mehrarmigen, doppelt verblindeten Studie mit 4 oder 5-stelliger Probandenzahl.

    In diesem Zusammenhang würde es sich auch anbieten, mit gleicher Abstimmung ganz grundsätzlich zu entscheiden, "Wirksamkeitsnachweise" durch "Wirksamkeitsvermutungen", und "systematisierte Kontrollen" durch den "Binnenkonsens der jeweiligen Therapierichtung" zu ersetzen.

    Aber es gibt ja auch noch andere Sachverhalte, die einer demokratischen Entscheidung harren:

    Da wäre beispielweise der biblische Schöpfungsbericht. Hier könnte man sich per Abstimmung darüber einigen, die Erdgeschichte vor etwa 6.000 Jahren beginnen zu lassen – und damit den bisher als „fundamentalreligiös“ diskreditierten Glauben als satisfaktionsfähige Theorie salonfähig machen.

    Meine Frau merkt gerade an, dass sie im Studium solche Fächer wie „Anatomie, Physiologie und Pathologie von Drachen, Einhörner und anderen magischen Geschöpfen“ vermisst hat, und genauso die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Humanmedizinern bei „Krankheiten von Sphinxen, Nixen, Zentauren und anderen Zwitterwesen“. Außerdem sei ihr aufgefallen, dass in keinem der zahlreichen Anatomie-Atlanten, die unsere Regale füllen, die Meridiane eingezeichnet waren. Da könne man doch auch mal eine entsprechende Mehrheitsentscheidung herbeiführen...

    Möglicherweise fände sich auch unter den Ingenieuren ein entsprechend großes Votum für den Kurs „Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten eines Perpetuum mobile“.

    Studenten der Meteorologie könnten sich für „Wetterbeeinflussung durch schamanische Rituale: Regentänze und andere Beschwörungen“ begeistern, und unter zukünftigen Chemiker fände sich eine Mehrheit, die der „Herstellung des Steins der Weisen sowie diverser Edelmetall mittels Transmutation“ wohlwollend gegenübersteht.

    Für Juristen böte sich eine Abstimmung über den Kurs „Prozessuale Beweisführung und Methoden der Wahrheitsfindung nach Institoris“, und Architekten könnten sich, selbstverständlich streng demokratisch festgelegt, endlich mit der „Konstruktion von häuslichen Wasserkreisläufen nach Maurits Escher“ befassen.

    Wir sollten einfach mehr Demokratie wagen – und deshalb ist es dringend an der Zeit, auch über Curricula und Prüfungsinhalte diverser Studienfächer abstimmen zu lassen, und nicht nur darüber, ob die solidarfinanzierten Krankenkassen eine paramedizinische Therapie-Imitation finanzieren sollten, die auf insuffizienten ätiologischen Vorstellungen, einem Behauptungskatalog mit dem Wissenstand des Mittelalters, und, vor allem, auf vielfältigen - einem eklatanten Wissensmangel zu verdankenden - Phantastereien besteht.
  54. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 6

    Zitat aus Rikers G´schichten:

    „Freibier für alle - auf Kassenkosten" taugt bestenfalls für den Stammtisch, nicht aber zur Kritik an einer Heilmethode, die sich seit 200 Jahren und weltweit millionenfach bewährt hat! Wäre Homöopathie lediglich Unfug, dann hätte sie sich längst selbst erledigt und statements wie von Kollegen Lübbers (ohne eigene homöopathische Erfahrung und ohne entsprechende qualifizierte Weiterbildung), von INH oder anderen "Besserwissern"(!) wären komplett überflüssig.“

    Anmerkungen dazu:

    Was mich persönlich wundert, und was, ganz grundsätzlich betrachtet, auch furchtbar peinlich ist, dass wir - trotz unseres naturwissenschaftlichen und medizinischen Wissens - diese Diskussionen führen, und dabei, leider unvermeidbar, den Vertretern der Homöopathie, dieser Mutter aller Quacksalbereien, immer wieder ein Podium für die Verbreitung ihrer reaktionären, regressiven, und im Hinblick auf den tatsächlich leidenden Patienten, durch und durch menschenverachtenden Thesen zu bieten.

    Wenn wir es doch nur einmal, anstatt uns mit absurden anekdotischen Evidenzen zu beschäftigen, mit Logik und Überprüfbarkeit (obwohl diese Werkzeuge einer rationalen Welterkundung in Homöopathie-Diskussionen eher Exotenstatus besitzen) versuchen - und uns dann die richtigen Fragen stellen würden...

    Wenn wir mal, was nun wirklich abwegig wäre, davon ausgehen würden, dass die Hahnemannschen Ideen tatsächlich der große Wurf in Form eines universellen Heilsystem gewesen wären (wie von Homöopathen stoisch behauptet wird), wenn Miasmentheorie und die ganze homöopathisches Ätiologie (sofern man überhaupt von einer solchen sprechen kann), zusammen mit dem Simile-Prinzip, der Dynamisierung durch Potenzierung, und der vollends beknackten homöopathischen Arzneimittelprüfung, alle pathophysiologischen und pharmazeutischen Fragestellungen umfänglich hätte beantworten können, warum haben sich im frühen 19. Jahrhundert so viele Forscher auf den steinigen Weg gemacht, gründlich zu schauen, wie es sich nun wirklich verhält mit unseren Krankheiten?

    Würde die Homöopathie wie behauptet funktionieren, hätte es doch nicht den geringsten Anlass dafür gegeben, oder?

    Warum also, um aller Herren Willen, warum haben sich damals so viele Menschen (wie z.B. Semmelweis, Koch, Pasteur), deren Wirken als Wegbereiter einer naturwissenschaftlich basierten Medizin nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, überhaupt an die Arbeit begeben, um die tatsächlichen Ursachen (und Therapiemöglichkeiten) unserer Erkrankungen zu erforschen?

    50 Jahre nach Hahnemanns Heureka hätte es sich, selbst in Zeiten ohne Internet, doch wohl herumgesprochen, wenn an der Homöopathie nur irgendetwas heilsam wäre bzw. dass mit wohlinformierter Hexose praktisch jedem Übel abgeholfen werden könne...

    Nun, es war anders: Schon zu Hahnemanns Lebzeiten war die Haltlosigkeit seines Konzepts klar – und, wie wir alle wissen, hatte die Homöopathie, in ihrer ideologischen Sackgasse hausend, an der Entwicklung der modernen Medizin nicht den geringsten Anteil.

    Man hätte den Beitrag deshalb auch mit einer anderen Frage beginnen können:

    Hält es, mit Blick auf den gegenwärtigen naturwissenschaftlichen und medizinischen Wissenstand, irgendjemand für möglich, dass sich, gäbe es die Homöopathie nicht, ein Gegenwartsmensch, der nicht vollends den Kontakt mit der Realität verloren hat, darum bemühen würde, ein derartig abwegiges, mit einem Behauptungskatalog auf dem Wissenstand des Mittelalters ausgerüstetes, Therapiesystem zu erfinden?

    Was meinen Sie, Herr Riker?
  55. Jürgen Behring am 20.07.2019
    Nach über 30 Jahren als Patient klassischer Homöopathie - privat finanziert - wundere ich, 61 J., mich immer wieder, wie die Wirksamkeit der klassischen Homöopathie in Frage gestellt werden kann. Die Frage ist eher, wie kann homöopathische Behandlung verbessert werden?
    Wie kann die Ausbildung homöopathischer Ärzte weiter gefördert und verbessert werden?
    Ich kann mich nur immer wieder als dankbarer Patient positionieren - ich wäre oft hilflos gewesen ohne Homöopathie und konnte dank ihrer Hilfe wesentliches durchheilen statt zu unterdrücken und/oder Symptome zu verschieben.
    Prognosen und langfristige medikamentöse Behandlungsempfehlungen homöopathieunkundiger Ärzte waren wiederholt in meinem Leben anders - erstmals als ich 13/14 Jahre alt war.
  56. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 6

    Zitat aus Rikers G´schichten:

    „Freibier für alle - auf Kassenkosten" taugt bestenfalls für den Stammtisch, nicht aber zur Kritik an einer Heilmethode, die sich seit 200 Jahren und weltweit millionenfach bewährt hat! Wäre Homöopathie lediglich Unfug, dann hätte sie sich längst selbst erledigt und statements wie von Kollegen Lübbers (ohne eigene homöopathische Erfahrung und ohne entsprechende qualifizierte Weiterbildung), von INH oder anderen "Besserwissern"(!) wären komplett überflüssig.“

    Anmerkungen dazu:

    Was mich persönlich wundert, und was, ganz grundsätzlich betrachtet, auch furchtbar peinlich ist, dass wir - trotz unseres naturwissenschaftlichen und medizinischen Wissens - diese Diskussionen führen, und dabei, leider unvermeidbar, den Vertretern der Homöopathie, dieser Mutter aller Quacksalbereien, immer wieder ein Podium für die Verbreitung ihrer reaktionären, regressiven, und im Hinblick auf den tatsächlich leidenden Patienten, durch und durch menschenverachtenden Thesen zu bieten.

    Wenn wir es doch nur einmal, anstatt uns mit absurden anekdotischen Evidenzen zu beschäftigen, mit Logik und Überprüfbarkeit (obwohl diese Werkzeuge einer rationalen Welterkundung in Homöopathie-Diskussionen eher Exotenstatus besitzen) versuchen - und uns dann die richtigen Fragen stellen würden...

    Wenn wir mal, was nun wirklich abwegig wäre, davon ausgehen würden, dass die Hahnemannschen Ideen tatsächlich der große Wurf in Form eines universellen Heilsystem gewesen wären (wie von Homöopathen stoisch behauptet wird), wenn Miasmentheorie und die ganze homöopathisches Ätiologie (sofern man überhaupt von einer solchen sprechen kann), zusammen mit dem Simile-Prinzip, der Dynamisierung durch Potenzierung, und der vollends beknackten homöopathischen Arzneimittelprüfung, alle pathophysiologischen und pharmazeutischen Fragestellungen umfänglich hätte beantworten können, warum haben sich im frühen 19. Jahrhundert so viele Forscher auf den steinigen Weg gemacht, gründlich zu schauen, wie es sich nun wirklich verhält mit unseren Krankheiten?

    Würde die Homöopathie wie behauptet funktionieren, hätte es doch nicht den geringsten Anlass dafür gegeben, oder?

    Warum also, um aller Herren Willen, warum haben sich damals so viele Menschen (wie z.B. Semmelweis, Koch, Pasteur), deren Wirken als Wegbereiter einer naturwissenschaftlich basierten Medizin nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, überhaupt an die Arbeit begeben, um die tatsächlichen Ursachen (und Therapiemöglichkeiten) unserer Erkrankungen zu erforschen?

    50 Jahre nach Hahnemanns Heureka hätte es sich, selbst in Zeiten ohne Internet, doch wohl herumgesprochen, wenn an der Homöopathie nur irgendetwas heilsam wäre bzw. dass mit wohlinformierter Hexose praktisch jedem Übel abgeholfen werden könne...

    Nun, es war anders: Schon zu Hahnemanns Lebzeiten war die Haltlosigkeit seines Konzepts klar – und, wie wir alle wissen, hatte die Homöopathie, in ihrer ideologischen Sackgasse hausend, an der Entwicklung der modernen Medizin nicht den geringsten Anteil.

    Man hätte den Beitrag deshalb auch mit einer anderen Frage beginnen können:

    Hält es, mit Blick auf den gegenwärtigen naturwissenschaftlichen und medizinischen Wissenstand, irgendjemand für möglich, dass sich, gäbe es die Homöopathie nicht, ein Gegenwartsmensch, der nicht vollends den Kontakt mit der Realität verloren hat, darum bemühen würde, ein derartig abwegiges, mit einem Behauptungskatalog auf dem Wissenstand des Mittelalters ausgerüstetes, Therapiesystem zu erfinden?

    Was meinen Sie, Herr Riker?
  57. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 5

    Zitat aus Hümmers G´schichten:

    „Mathie 2014: „Individualisierte Homöopathische Verschreibung hat >>>wahrscheinlich<<< einen kleinen, (aber) spezifischen Behandlungs-Effekt....“

    Anmerkung dazu:

    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2299

    https://excanwahn.wordpress.com/2014/12/31/homoopathie-tricky-mathie-betrug-oder-daten-kosmetik/

    Leitsatz: „Wahrscheinlich“ ist das neue „Absolut sicher“.
  58. Claudia am 20.07.2019
    Ich frage mich seit 20
    Jahren, wie Homöopathie funktionieren soll. Ich wundere mich, dass insbesondere in Elternkreisen ein Feldzug gegen das Impfen und Wissenschaft betrieben wird. Es gilt als en Vogue , nicht zu impfen und seine Kinder homoöpathisch zu behandeln . Als Argument kommt immer nur, dass die Pharmaindustrie verdienen will (Homöopathen natürlich nicht ). Solange man unter Beschwerden leidet, die der Körper von selbst in den Griff bekommt, kann man natürlich schnell von Homoöpathie überzeugt sein. Bei allen anderen Krankheiten sieht es schon anders aus. Das Argument, dass es sich um verschwindend geringe Ausgaben handele, ist haarsträubend . Dann könnten wir auch Halbedelsteine bezahlen . An deren Wirkung glauben auch viele Menschen. Sie gehören aber wie Globuli weder in Apotheken noch in Arztpraxen noch in Krankenkassenkataloge, sondern können von mir aus neben Traumfängern auf Märkten verkauft werden. Die Menschen, die einen Hang zum Mystischen haben, werden dort weiterhin einkaufen .
  59. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 4

    Zitat aus Sunds G´schichten:

    „Besonderen Wert lege ich darauf, dass vor jeder homöopathischen Therapie die gründliche schulmedizinische Abklärung steht, einschließlich der Zusammenarbeit mit den Fachärzten. Viele Menschen haben heutzutage in allen Altersstufen so viele Probleme gleichzeitig, dass das Augenmerk mehr auf die Prävention und Ursachenforschung gelegt werden muss.“

    Anmerkungen dazu von:

    1) Hahnemann, Samuel (Erfinder der Homöopathie)

    "Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische.

    Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!"

    2) Witt, Claudia (Stiftungsprofessur Komplementärmedizin an der Charité)

    Zur Krankheitslehre der Homöopathie:

    "Diese Darstellung (gemeint ist die im davorstehenden Text zu lesende Erklärung zu Hahnemanns Vorstellungen von der Lebenskraft; Anmerkung des Verfassers) lässt erkennen, dass die Homöopathie auf einen wichtigen Erkenntnisanspruch der konventionellen Medizin, die Suche nach den kausalen Ursachen der Krankheit, verzichtet."

    Zur Problematik wirkstofffreier Hochpotenzen:

    "Das jedoch am kontroversesten diskutierte Prinzip der Homöopathie ist die Potenzierung der Arzneimittel mit der starken Verdünnung (s.o.), die in Hochpotenzen (ab den Potenzstufen D23 und C12) die Avogradro’sche oder Loschmidt’sche Zahl überschreitet. Der Widerspruch dieser Annahme zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen hat in der Vergangenheit zu deutlicher Kritik an der Homöopathie geführt [Maddox, 1988]."

    Zur Problematik der angeblich ausschließlichen Potenzierung des Wirkstoffes:

    "Auch Annahmen, dass homöopathische Arzneien mehr Verunreinigungen als Inhaltstoffe enthalten, sind nicht von der Hand zu weisen [Wünstel, 1979]."

    Zur Qualität homöopathischer Forschung:

    "Dieser Mangel an systematisch erhobenen Daten bei gleichzeitig hoher Inanspruchnahme und starken Kontroversen in der Komplementärmedizindiskussion führt zu einer großen Lücke zwischen dem Anspruch vorhandener Studien auf Repräsentativität einerseits und der tatsächlich vorhandenen Studienlage andererseits."

    Und schließlich:

    "Voraussetzung für die Akzeptanz jeglicher Therapiemethode ist ein naturwissenschaftlich nachvollziehbares Erklärungsmodell für ihre Wirkweise. Dies existiert jedoch für die Homöopathie bisher nicht."
  60. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 3

    Zita aus Hümmers G´schichten:
    „Lüdtke 2008 bei der Besprechung der ShangStudie: „Die Ergebnisse der Metaanalysen ändern sich empfindlich je nach gewähltem Schwellenwert, der eine ausreichende Grösse der Probe definiert.... Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen von Shang sind weniger eindeutig als dargestellt.“

    Anmerkung dazu: Lüdtke (ehemaliger Chef-Statistiker der Carstens-Stiftung) in einem Interview mit WDR 5:
    „Das Grundkonzept der Homöopathieforschung, die allgemeine Wirksamkeit der Homöopathie an der isolierten Wirksamkeit der homöopathischen Arzneimittel festzumachen, muss insgesamt als gescheitert angesehen werden.“
  61. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es noch werden?
    Nr. 2

    Zitat aus Rikers G´schichten:

    „Patient*innen sind im Zeitalter von Internet und Google weit kritischer und reflektierter als noch zu Hahnemanns Zeiten und wissen, wann und warum sie sich der Homöopathie zuwenden. Mündigen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Ärzten*innen die Urteilskraft auf dem Boden eigener Erfahrung absprechen zu wollen ist eine Melange aus Zynismus und Hybris.“

    Zitat aus der Habilitationsschrift von Dr. Claudia Witt, seinerzeit durch die Carstens-Stiftung mit dem Auftrag der wissenschaftlichen Evaluation der Homöopathie finanzierte Stiftungsprofessorin an der Charité:

    „„Eigene Erfahrungen zeigen jedoch, dass sowohl Patienten als auch Medizinstudenten oft nicht zwischen Phytotherapie und Homöopathie differenzieren. Dies könnte die hohen Prozentzahlen für Deutschland erklären (…)“
  62. Ulli Maas am 20.07.2019
    Homöopathen-Lyssenkoismus oder Wie peinlich muss es eigentlich noch werden?
    Nr. 1

    Zitat aus Hümmers G´schichten:

    "Linde 1997: „Die Ergebnisse unserer Metaanalyse stimmen nicht mit der Hypothese überein, dass die klinischen Effekte der Homöopathie vollständig auf den Placebo-Effekt zurückzuführen sind....“

    Anmerkung dazu:

    Zitate aus dem Schriftwechsel Linde / „Lancet“ (2005)

    „We agree that homoeopathy is highly implausible and that the evidence from placebo-controlled trials is not robust.“
    (Wir sind uns einig, dass die Homöopathie höchst unwahrscheinlich ist und dass die Evidenz aus placebokontrollierten Studien nicht belastbar ist.)

    „Our 1997 meta-analysis has unfortunately been misused by homoeopaths as evidence that their therapy is proven.“
    ("Unsere Metanalyse von 1997 wurde unglücklicherweise von Homöopathen als Beleg für die Wirksamkeit der Homöopathie missbraucht.)

    https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(05)67878-6/fulltext
  63. Peter am 20.07.2019
    Alle Dinge im Universum haben zwei Seiten. Eine materielle Seite und eine immaterielle Seite. Das Materielle widerspiegelt sich im Immateriellen. Bei uns Menschen widerspiegeln sich das Geistige und Psychische im Materiellen. Wir Menschen sind alles Individuen. In der homöopathischen Anamnese fragen wir nach den körperlichen Beschwerden und nach der Psyche können dann ein homöopathisches nicht-materielles Mittel geben, welches zu den geistig-psychischen und zu den körperlichen Beschwerden passt. Wenn das Mittel passt, wird sich erstaunliches tun, das geistig-psychische wird sich positiv verändern, was sich dann auch im materiellen sich erholt. Wir Homöopathen sind auch nur Menschen, die bei vielen Menschen nicht gleich das richtige findet oder auch gar nicht.
    Wir sind homöopathisch ausgebildete Ärzte, die auch Schulmediziner sind, welche mit Fachärzten zusammen arbeiten, vor allem bei den wichtigen diagnostischen Möglichkeiten.
    Warum sollen die gesetzlichen die Krankenkassen diese Behandlungen nicht bezahlen??
  64. Wolfgang Nobis am 20.07.2019
    @Lübbers:
    Warum unterstellen Sie den Patienten, dass sie über die Wirkungen der Homöopathie nicht oder falsch informiert sind und nur aus Unkenntnis dieser Therapie vertrauen? Oder sich ihr nur zuwenden, weil sie durch die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen "geadelt" wird?
    Gerade das Gegenteil ist der Fall!
    Patienten fordern diese Therapiemethode ein, weil sie im eigenen Krankheitsgeschehen damit positive Erfahrungen gemacht haben, sehr wohl im Wissen, dass diese Methode wirkt.
    Der informierte Patient als Beitragszahler soll bei der Auswahl der gesetzlichen Krankenversicherung auch weiterhin entscheiden dürfen, welche Leistungen durch seine Beiträge finanziert werden.
    Wo ist da das Problem?
    Wolfgang Nobis, Patentanwalt
  65. Heinrich Hümmer am 20.07.2019
    Antidepressiva: Sie wirken laut einer Studie kaum besser als Placebos, dennoch werden sie massenweise verschrieben
    https://www.nzz.ch/wissenschaft/antidepressiva-sie-wirken-laut-einer-studie-kaum-besser-als-placebos-dennoch-werden-sie-massenweise-verschrieben-ld.1495251

    Lieber Herr Kuhn,@Peter und die anderen anonymen Skeptiker:
    gemäß Ihrer Forderung, keine ausreichende Evidenz=keine Erstattung durch Krankenkassen, sehe ich hier ein
    PHANTASTISCHES KOSTENEINSPRARPOTENTIAL
    (weit über die lächerlichen 0,03% der homöopathischen Mittel hinaus), da die Evidenz der Antidepressiva offensichtlich unterirdisch ist im Vergleich zur Homöopathie...

    Hey, ihr Skeptiker, wenn ihr es wirklich ernst meint mit eurer Evidenz, müsst ihr das sofort Herrn Dr. Lauterbach melden, denn er behauptet ja, dass es ihm einzig und allein um die Evidenz geht!
    Auf Euch Skeptiker hört er ja!

    Und dann sehe ich noch die PHANTASTISCHE Möglichkeit, die SPREU VOM WEIZEN zu TRENNEN:
    Wem geht es wirklich nur um Evidenz-Kostenerstattung
    ODER
    wem ist die unheimliche und (bislang noch) irrationale Homöopathie willkommene Gelegenheit, alle seine irrationalen Ängste auf sie zu projizieren (wie auf die Hebammen des Mittelalters mit ihrem intuitiven Wissen), und diese Ängste dann zusammen mit der Homöopathie auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu hoffen?
  66. besserwisser am 20.07.2019
    Lieber Herr Hümmer, in diese Euphemismen lesen Sie belastbare Evidenz hinein? Ernsthaft?
    Ginge es um eine Medikamentenzulassung, käme das Mittel mit diesen "Ergebnissen" nicht einmal in die Nähe einer Zulassung. Die weltweite Wissenschaftsgemeinde beurteilt all diese Metaanalysen als Scheitern der Ausgangshypothese, Homöopathie habe eine Wirkung über Placebo hinaus.

    Auch R.T. Mathie selbst und das Homeopathy Research Institute treten angesichts der eigenen Ergebnisse den Rückzug an:
    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5247
  67. Joseph Kuhn am 20.07.2019
    Herr Hümmer, Ihnen ist sicher bekannt, dass Klaus Linde in einem Brief an den Lancet 2005 schrieb: "Unsere Meta-Analyse von 1997 wurde unglücklicherweise von Homöopathen als Beleg dafür missbraucht, dass die Wirksamkeit ihrer Therapie bewiesen sei. Wir stimmen zu, dass die Homöopathie höchst unplausibel ist, und dass die Belege aus placebokontrollierten Studien nicht überzeugend sind."

    Klaus Linde hält eine spezifische Wirksamkeit zwar nicht für völlig ausgeschlossen, da ist er "Skeptiker", aber für belegt hält er sie gewiss nicht. Auch Ihre selektive Liste klingt im Übrigen nicht nach "weisen ein eindeutig positives Ergebnis nach".

    Frau Sundermeyer: Wollen Sie ernsthaft behaupten, die Kritik hier sei "Radikalismus (...), wie er sich auch in anderen Gesellschaftsbereichen ausbreitet und entbehrt jeder Vernunft und Erfahrung"? Wo bitte agitiere ich wie die Pegida? Was ist an den Literaturhinweisen von Herrn Harder "Radikalismus"?

    Nur nebenbei: Die Homöopathie wird nicht "in allen Ländern der Erde" praktiziert, von Indien abgesehen auch nicht bevorzugt in den "ärmsten Ländern", und schon gar nicht auf Kosten der Krankenversicherung.
  68. besserwisser am 20.07.2019
    Antwort an Herrn Hümmer:

    Die Falschaussage, die ich beanstandet habe, ist die Darstellung in Sachen Schweiz von Frau Schmittdiel. Und die ist nicht nur falsch, die ist offensichtich mit dem Ziel getätigt, die Leserschaft auf eine falsche Fährte zu leiten.

    Im übrigen würde ich Sie sehr bitten, endlich einmal die Fakten zur Studienlage zur Kenntnis zu nehmen. Seit 1991 gibt es elf große systematische Reviews bzw Metaanalysen, keine dieser Arbeiten konnte eine belastbare Evidenz pro Homöopathie belegen.
    Ich nehme an, mit den "vier" Reviews meinen sie die, die R.T. Mathie im Auftrage des Homeopathy Research Institute durchgeführt hat. Nun, auch bei denen hat sich, wie alle Conclusions (obwohl euphemistisch formuliert) keine positive Evidenz ergeben. Der Rest ist Wunschdenken.

    Ich habe Sie, Herr Hümmer, an anderer Stelle als verständigen Diskutanten erlebt. Dass Sie hier in gewisser Weise mit Drohungen kommen, enttäuscht mich sehr. Nichts an meinem Statement ist justiziabel, ich denke, das wissen Sie.

    Und anonym - entgegen sonstiger Gewohnheit - bin ich, weil ich gerade vor wenigen Tagen aus der "alternativmedizinischen" Szene eine überdeutliche Drohung erhalten habe. Die Polizei hat mir geraten, bis auf weiteres meinen Klarnamen in öffentichen Diskursen nicht zu verwenden.
  69. Claudio am 20.07.2019
    Also gut, dann hätte ich gerne eine Erklärung, weshalb bei diesem Experiment die Pflanzen auf das homöopathische Arzneimittel reagiert.
    Wahrscheinlich sind die Kritiker zu faul, zu verbohrt, zu unwissenschaftlich und zu selbsteingenommen, um den Film von Anfang bis Schluss zu schauen...

    https://youtu.be/LjhFjqjiT2w
  70. Bundesverband Patienten für Homöopathie am 20.07.2019
    Für Patienten ist es unerlässlich mit zu entscheiden, mit welcher Medizin sie behandelt werden möchten. Wer die Therapievielfalt und die Therapiefreiheit beschneidet, macht unser Gesundheitssystem ärmer.
    Die Homöopathie ist in der Hand qualifizierter Therapeuten vor allem bei chronischen / wiederkehrenden Erkrankungen eine große Hilfe und erspart die Verordnung von so mancher chemischen Arznei. Vielen Dank für Ihr Statement, Frau Dr. Schmittdiel.
  71. Heinrich Hümmer am 20.07.2019
    Die Ergebnisse der wichtigsten Metastudien zur Homöopathie lauten

    Mathie 2014: „Individualisierte Homöopathische Verschreibung hat wahrscheinlich einen kleinen, (aber) spezifischen Behandlungs-Effekt....“
    Hahn 2013: „Klinische Studien zu homöopathischer Mitteln zeigen zumeist eine Wirkung über Placebo-Niveau...“
    Shang 2005: „...Dieser Befund ist mit der Annahme vereinbar, dass die klinischen Effekte der Homöopathie Placebo-Effekte sind.“
    Lüdtke 2008 bei der Besprechung der ShangStudie: „Die Ergebnisse der Metaanalysen ändern sich empfindlich je nach gewähltem Schwellenwert, der eine ausreichende Grösse der Probe definiert.... Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen von Shang sind weniger eindeutig als dargestellt.“
    Behnke 2017: zur Shang-Studie eine weitere Beurteilung:„Das Gesamtergebnis fällt jeweils nur dann negativ aus (Homöopathie = Placebo), wenn der größte Teil ( 90–95 %) der vorliegenden Daten von der Auswertung ausgeschlossen wird und/oder fragwürdige statistische Methoden angewandt werden. Hierbei werden jeweils Maßnahmen ergriffen, die nicht den üblichen wissenschaftlichen Standards entsprechen.“ https://www.homoeopathie-online.info/meta-analysen-in-der-klinischen-forschung-zur-homoeopathie/

    Cucherat 2000: “ Es gibt Hinweise darauf, dass homöopathische Behandlungen wirksamer sind als Placebo...“
    Linde 1998: „Die Ergebnisse der verfügbaren randomisierten Studien legen nahe, dass die individualisierte Homöopathie einen Effekt über Placebo hinaus hat....“
    Linde 1997: „Die Ergebnisse unserer Metaanalyse stimmen nicht mit der Hypothese überein, dass die klinischen Effekte der Homöopathie vollständig auf den Placebo-Effekt zurückzuführen sind....“
    Kleijnen 1991: „Derzeit ist die Beweiskraft klinischer (homöopathischer) Studien positiv....“

    Qod erat demonstrandum!
  72. sund am 20.07.2019
    Ich erlebe die Homöopathie jeden Tag als wertvolle Möglichkeit, auf die Schwierigkeiten mit denen sich Menschen präsentieren, wirkungsvolle und sehr nachhaltige, langfristig auch kostengünstige Behandlungsstrategien zu entwickeln.
    Das beginnt mit der gründlichen Anamneseerhebung, die die psychischen Hintergründe einer Krankheit aufdeckt, und nicht nur dazu führt, dass man den Patienten besser versteht, sondern es können mit den Techniken der homöopathischen Mittelfindung entsprechende homöopathische Mittel für die jeweiligen Störungen gefunden werden, die zur Auflösung genau der erhobenen Problematik führen. Es ist einzigartig, dass die körperlichen Funktionsstörungen mit den psychischen Besonderheiten, den Ängsten, den Traumata und sogar der sozialen Lebenssituation zu einem Gesamtbild zusammengefügt und behandelt werden können.

    Als Anwender sehe ich aber auch die Grenzen. Besonderen Wert lege ich darauf, dass vor jeder homöopathischen Therapie die gründliche schulmedizinische Abklärung steht, einschließlich der Zusammenarbeit mit den Fachärzten. Viele Menschen haben heutzutage in allen Altersstufen so viele Probleme gleichzeitig, dass das Augenmerk mehr auf die Prävention und Ursachenforschung gelegt werden muss.

    Unter der homöopathischen Therapie kann man nach einigen Monaten eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes regelmäßig erleben. Die erhobenen Problemfelder können nacheinander reduziert werden, und nach meiner Erfahrung ist nach ungefähr 1-2 Jahren eine so deutliche Entlastung zu sehen, dass Medikamente reduziert werden können, und ein besseres Energieniveau mit viel weniger akuten ärztlichen Interventionen besteht. Selbst bei älteren, vielschichtig erkrankten Menschen kommen auch langjährige Phasen der totalen Beschwerdefreiheit und Zufriedenheit vor, bei Patienten im jüngeren und mittleren Alter kann komplette Ausheilung von chronischen Krankheiten im günstigen Fall erreicht werden. Auch schwere Erkrankungen, wie Krebs lassen sich ausgezeichnet begleitend behandeln und können viele Nebenwirkungen der konventionellen Theapie reduzieren und zu mehr Lebensqualität verhelfen. Homöopathie kann dazu beitragen, bei Infekten Antibiotika einzusparen und leistet damit einen Beitrag zum Resistenzproblem. Für viele der gängigen Diagnosen in einer hausärztlichen Praxis ist die Homöopathie das ideale Basis-Behandlungsinstrument und kann sehr gute Hilfe leisten.

    Die Wirksamkeit der Homöopathie ist in großen Metanalysen belegt. Der Genaue physikalische Vorgang des Wirkmechanismus ist noch unbekannt.
    Wir brauchen weitere Studien, die den langfristigen Effekt an großen Kollektiven mit Einbeziehung von harten Endpunkten schulmedizinisch erhobener Krankheitsdaten, wie die psychische Zufriedenheit und Lebensqualität und gleichermaßen die Wirtschaftlichkeit untersuchen. Auch die Physik ist gefragt, weiter daran zu arbeiten, die energetischen Vorgänge zu erklären.

    Homöopathie sollte als selbstverständlicher Bestandteil der ärztlichen Ausbildung in den Universitäten gelehrt werden, und Gegenstand unabhängiger Forschung sein.
    Homöopathie wirkt seit 300 Jahren und wird in allen Ländern der Erde auf die gleiche Weise praktiziert, nicht zuletzt wegen der Effektivität und Kostengünstigkeit in den ärmsten Ländern der Welt. Die Homöopathie muss fest in der medizinischen Basisversorgung der Bevölkerung verankert werden, zum Segen für die Menschlichkeit in der Medizin.

    Was sich in den letzen Jahren in den Medien bezüglich der Homöopathie abspielt, hat nach meiner Auffassung mit Radikalismus zu tun, wie er sich auch in anderen Gesellschaftsbereichen ausbreitet und entbehrt jeder Vernunft und Erfahrung.

    Dr. Susanne Sundermeyer
    Ärztin für Innere Medizin, klassische Homöopathie und Akupunktur
  73. Joseph Kuhn am 20.07.2019
    1. Dass die Homöopathie nur einen sehr geringen Anteil der Gesundheitsausgaben ausmacht, ist richtig, aber kein Argument für die Kostenerstattung. Es steht nirgendwo im Sozialgesetzbuch, dass man Arzneimittel auch ohne Nutzen erstatten soll, wenn es nur um geringe Kosten geht. Wer so argumentiert, bettelt, er appelliert an die Großzügigkeit der Beitragszahler.
    2. Die Aussage, Metaanalysen "weisen ein eindeutig positives Ergebnis nach", ist in dieser apodiktischen Absolutheit schlicht falsch. Auf die Studienlage hat Herr Harder schon hingewiesen.
    3. Dass "es beim vermeintlichen Aufstand um Daten und Wissenschaftlichkeit um mehr geht", ist verschwörungstheoretisches Geraune, dem kein Beleg folgt.
    4. Dass auch in der konventionellen Medizin viele Verfahren nicht evidenzbasiert sind, ist richtig, das heißt aber nicht, dass sie naturwissenschaftlich absurd sind, sondern oft nur, dass sie im Versorgungsalltag keine Rolle spielen und bevölkerungsbezogene Studien daher keinen Sinn machen.
    5. Die Behauptung von Herrn Riker, "wäre Homöopathie lediglich Unfug, dann hätte sie sich längst selbst erledigt", weil es sie schon 200 Jahre gibt, ist so offenkundig falsch, dass man unterstellen darf, dass er das weiß und das "Argument" nur manipulativ verwendet. Denn dieses Argument lässt sich auch auf die Astrologie anwenden, auf den Glauben an Engel, an die Existenz von Hexen oder an die Möglichkeit, mit den Toten zu sprechen. Dass sich Unfug lange halten kann, ist nun wahrlich kein Beleg dafür, dass es kein Unfug ist.
    6. Die Formel vom "offiziell wissenschaftlich Erlaubten" ist pure Demagogie, sie unterstellt der Homöopathiekritik ein Lyssenko-Snydrom. Wissenschaft besteht nicht daraus, was "erlaubt" ist, sondern was belegt ist.
  74. Heinrich Hümmer am 20.07.2019
    Und zum schönen Abschluß für @Peter von Lord William Thompson Kelvin, Mathematiker und Erfinder, Präsident der Royal Society 1895:
    „Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen.“
    —war auch Keine Materie drin——
  75. Dr. Herrscher am 19.07.2019
    Keine Krankenkasse begründet in letzter Zeit noch die Kostenerstattung für Homöopathie mit angeblicher Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus - sondern nur noch mit "die Menschen wollen es". Daher wundert mich es wirklich, dass Frau Schmittdiel öffentlich noch versucht, die Diskussion über Wirksamkeit zu führen. Damit macht sie sich nur lächerlich, die Diskussion ist längst vorbei.

    Der letzte Satz entlarvt sie vollends: "Eine Kombination von wissenschaftlicher Evaluation und demokratischer Mitbestimmung": Also entweder wissenschaftlich belegt, oder die Leute stimmen darüber ab. Nein, über den Stand der Wissenschaft kann man nicht demokratisch abstimmen.

    Zum Glück führt sie ja die Zusatzbezeichnung "Homöopathie", sodass der aufgeklärte Patient schon beim Praxisschild kehrt machen kann.
  76. Enrico am 19.07.2019
    Die aktuelle Debatte, die Herr Lauterbach da angezettelt hat, ist eine Schein (-heilige) Debatte, die von der Argumentation her aus einschlägigen Skeptikerkreisen entstammt. Die "weltweite Wissenschaftsgemeinschaft", die Herr Dr. L. hier bemüht, besteht in erster Linie aus einer Reihe von Wissenschafts-Fundamentalisten, deren Bestreben es zu sein scheint, alles nicht wäg- und messbare, somit alles nicht materielle auf dieser Erde anzuzweifeln und zu verdammen. Und für dieses Ziel scheinen alle Mittel recht, auch Manipulationen wissenschaftlicher Ergebnisse wie z.B. den Report der Australischen Gesundheitsbehörde zur Homöopathie. Unabhängige Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass die Wirksamkeit der Homöopathie in großen Meta-Analysen erst dann negativ bewertet wird, wenn man mindestens 90% der Studien eliminiert - und das z.T. sehr willkürlich.
    Die Homöopathie ist im Gegenteil sowohl in wissenschaftlichen Studien als auch im Erleben von Millionen Menschen weltweit wirksam. Und sie erfüllt in toto die Kriterien der Evidenzbasierten Medizin (EbM), um die zitierte "Wissenschaftsgemeinschaft" ja so gerne als goldenes Kalb herumtanzt: beste verfügbare Evidenz (ist vorhanden), Expertise des Therapeuten (bei gut ausgebildeten homöopathischen Ärzten und Heilpraktikern ebenfalls vorhanden), Präferenz des Patienten (durch viele Umfragen belegt). Und sie ist zudem eine Möglichkeit, Kosten zu sparen, denn nachweislich sinken die Ausgaben für andere Medikamente und Behandlungen bei gleichzeitig ansteigender Gesundheit der Patienten!
    Alles in allem wäre ein Verbot der Homöopathie für die Krankenkassen eine Verschlechterung der Patientenversorgung in Deutschland!
  77. Ulf Riker am 19.07.2019
    Freibier für alle - auf Kassenkosten" taugt bestenfalls für den Stammtisch, nicht aber zur Kritik an einer Heilmethode, die sich seit 200 Jahren und weltweit millionenfach bewährt hat! Wäre Homöopathie lediglich Unfug, dann hätte sie sich längst selbst erledigt und statements wie von Kollegen Lübbers (ohne eigene homöopathische Erfahrung und ohne entsprechende qualifizierte Weiterbildung), von INH oder anderen "Besserwissern"(!) wären komplett überflüssig. Patient*innen sind im Zeitalter von Internet und Google weit kritischer und reflektierter als noch zu Hahnemanns Zeiten und wissen, wann und warum sie sich der Homöopathie zuwenden. Mündigen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Ärzten*innen die Urteilskraft auf dem Boden eigener Erfahrung absprechen zu wollen ist eine Melange aus Zynismus und Hybris.
    Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn Homöopathie tatsächlich "nur" ein Super-Placebo wäre, mit dem akute und chronische Krankheiten gebessert und sogar geheilt werden könnten (was manche Kritiker der Homöopathie ja auch gar nicht bestreiten!), und das bei einer Kostenbelastung für die Krankenkassen im Promille-Bereich (!) und bei hoher Bereitschaft der Patienten*innen, die Arzneikosten sogar selbst zu übernehmen (warum wohl?).
    Was wäre so schlimm daran, wenn Placebo-Effekte tatsächlich von Arzneiwirkungen zu unterscheiden wären (was bei entsprechender ärztlicher Ausbildung und Erfahrung ohne Weiteres möglich ist)? Dann bliebe zwar immer noch die Frage der wissenschaftlichen Plausibilität der homöopathischen Arzneiwirkung im Raum stehen, aber die Gegenfrage sei gestattet: muss sich der kranke Mensch dem aktuellen (und sich ständig verändernden)Stand der medizinischen Wissenschaft kritiklos unterordnen, oder hat nicht die Medizin als Erfahrungs-Wissenschaft dem Kranken zu dienen, ohne "wenn" und "aber"? Bitte innehalten und einen Schritt heraus wagen aus der "Blase" des aktuellen Homöopathie-Bashing und ein bisschen mehr Respekt und Achtung denjenigen gegenüber, die im Falle von Krankheit mit wachen Sinnen und kritischem Verstand ganz praktische Erfahrungen machen jenseits des offiziell wissenschaftlich Erlaubten!
  78. Harder am 19.07.2019
    Nochmal eine andere Übersicht über die systematischen Reviews zur Homöopathie (Ergebnis dasselbe - keine Wirksamkeit über Placebo):

    https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_%C3%9Cbersicht
  79. Harder am 19.07.2019
    "4 von 5 Metastudien ( höchste Evidenz) belegen die Überlegenheit von Homöopathie über Placebo!"

    Das bleibt auch in der x-ten Wiederholung falsch.

    Richtig ist: Es gibt derzeit 11 systematische Reviews zur Homöopathie. Keine einzige davon belegt eine "Überlegenheit" von Homöopathie über Placebo:

    https://keineahnungvongarnix.de/?p=6660

    Was von den angeblichen "vier Metastudien" zu halten ist, auf die sich Frau Schmittdiel unter Berufung auf WissHom bezieht, kann man z.B. hier nachlesen (Spoiler: nix dran):

    http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2894
  80. Heinrich Hümmer am 19.07.2019
    Lieber Kollege Lübbers,
    ich frage Sie:

    - was treibt Sie an, die Homöopathie in missionarischem Eifer mit der gebetsmühlenartig wiederholten, widerlegten FALSCHAUSAGE „..bleibt Beweis schuldig..“ zu diffamieren und diskreditieren?
    Nachdem die Vorlage der Beweise duch die Homöopathen (4 von 5 Metastudien sprechen sich für die Wirkung der Homöopathie über Placebo-Niveau aus!) ihre Konzepte nicht zu modifizieren vermögen,

    drehen wir den Spieß jetzt um:

    Legen Sie die Beweise, dass Homöopathie ANGEBLICH NICHT WIRKT, auf den Tisch!

    - Was ist das wirklich Bedrohliche für Sie an der Homöopathie, die
    - 0,03% der Medikamentenkosten der
    konventionellen Medizin beträgt
    - bei seriöser Anwndung niemanden
    gefährdet
    - Ihnen wie bei vielen HNO-Ärzten helfen
    kann, chronische, antibiotikaresistente
    Nebenhöhlenentzündungen auszuheilen?

    Plausible Erklärungen für den Kreuzzug gegen die Homöopathie kann ich nirgends finden, deswegen diese persönlichen Fragen!
  81. Peter am 19.07.2019
    Die von Herrn Hümmer zitierten Studien entpuppen sich 1. als Einzelfallbericht über die Behandlung eines einzigen Non Hodgkin Lymphoms und 2. als Studie über Schlafstörungen. Daraus die Wirksamkeit von Homöopathika ableiten zu wollen ist wissenschaftlich nicht haltbar. Warum sollen Zuckerkügelchen, die nachweislich keinerlei Wirkstoff enthalten über den Placeboeffekt hinausgehen. Auch die Verordnung nach dem Hahnemannschen Prinzip ähnliches mit ähnlichem zu behandeln hält den Erkenntnissen der Biologie und der Medizin nicht stand. Deshalb kann es nur eine klare Empfehlung geben. Keine Scheinbehandlung mit Homöopathika und erst recht keine Erstattung durch die Krankenkassen.
  82. esgehtanders am 19.07.2019
    Die Homöopathie - weil einfach genial - wird sich weiter durchsetzen, auch ohne den Segen der Leugner!
  83. Heinrich Hümmer am 19.07.2019
    Auch eine neuere doppelblind placebokontrollierte Studie und eine Fallstudie zeigen signifikant positive Wirkungen der Homöopathie und kausale unmittelbare Wirkungen hpmöopathischer Mittel
    https://www.karger.com/Article/FullText/500122
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S096522991830829X?via%3Dihub
  84. Heinrich Hümmer am 19.07.2019
    @Besserwisser:
    Das ist fast schon rechtlich relevante Rufschädigung, was sie da betreiben ( aber deswegen müssen Sie wahrscheinlich anonym bleiben):
    „falsche Belege anzuführen...“
    Richtig ist:
    4 von 5 Metastudien ( höchste Evidenz) belegen die Überlegenheit von Homöopathie über Placebo!
    Alles andere ist übelste Verleumdung!
    Bitte unterlassen!
  85. Besserwisser am 19.07.2019
    Wie wäre es, wenn Frau Schmittdiel statt zu philosophieren und falsche Belege anzuführen sich auf das Faktum beschränken würde, dass die Homöopathie jeden Beweis einer spezifischen Wirksamkeit bisher schuldig geblieben ist?
    Wie Dr. Lübbers schrieb, jedem bleibt unbenommen, Homöopathie anzuwenden. Aber eine Methode ohne Wirkungsnachweis (NICHT wegen des Nichtnachweises eines WirkMECHANISMUS!) zum Gegenstand öffentlicher Gesundheitsversorgung zu machen, hat ja wohl mit "Demokratie und Mitbestimmung" nichts zu tun. Freibier für alle - auf Kassenkosten?
    Und bitte - das Beispiel der Schweiz anzuführen, ist beinahe unredlich. Die Schweiz hat per Volksabstimmung GEGEN die Ergebnisse der Evaluation votiert. Soll das ein Beispiel für angewandte Demokratie sein? Faktenleugnung per Stimmzettel? Übrigens berichtet gerade heute 20min.ch darüber, dass die Diskussion über den Unsinn von Homöopathie im öffentlichen Gesundheitswesen auch in der Schweiz wieder in Gang kommt.

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