Politik

Thomas Jung fordert vor dem SPD-Treffen klare Reformen und ein Ende der Doppelspitze. (Foto: dpa/Armin Weigl)

27.03.2026

Vor SPD-Krisentreffen: Fürths OB Jung für Sozialreformen

Der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung ist laut Wahlergebnis einer der erfolgreichsten Sozialdemokraten in Deutschland: Er wurde mit über 72 Prozent wiedergewählt. Er fordert einen Kurswechsel

Vor dem Krisentreffen der SPD in Berlin fordert der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung eine durchgreifende Reform des Sozialstaats und eine Abkehr von der Doppelspitze im Parteivorsitz. „Sozialstaat funktioniert nur, wenn Geld da ist“, sagte der Sozialdemokrat dem Sender RTL. So plädiert der jüngst bei den bayerischen Kommunalwahlen mit 72 Prozent wiedergewählte Jung für eine längere Lebensarbeitszeit: „Wenn ich älter werde, dann muss ich länger arbeiten. Das kann nicht anders funktionieren.“

Forderung nach längerer Lebensarbeitszeit

Jung begründet seine Position mit den finanziellen Belastungen des Sozialstaats. Ohne ausreichende Mittel lasse sich das System langfristig nicht aufrechterhalten, so seine Argumentation.

Nach den jüngsten Wahldebakeln der SPD kommen in Berlin Spitzengenossen aus Bund, Länder und Kommunen zu einem großen Krisengipfel zusammen. Darin soll es sowohl um die Aufarbeitung der schlechten Wahlergebnisse als auch die Position der SPD bei den anstehenden Verhandlungen mit der Union über die Reform des Sozialstaats gehen.

„Letztlich muss die SPD von der Bremse runter“, sagte Jung. Der seit 2002 in Fürth regierende Jung war am Donnerstagabend in die Bundeshauptstadt gefahren, wie er seinen Followern auf Facebook mitteilte.

Kritik an Doppelspitze

Der Kommunalpolitiker sprach sich außerdem gegen die Doppelspitze im Parteivorsitz aus: „Die Menschen, die wollen regiert werden, die wollen geführt werden, die wollen einen Gerhard Schröder, einen Helmut Schmidt, einen Willy Brandt“, sagte Jung in dem Gespräch mit dem Sender. „Und eine Doppelspitze, das klingt für mich so nach Hausaufgaben: Wir sind so schwach, wir können es nicht alleine.“ (dpa)

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