Politik

Die Zahl der Fächer, die man ohne jede Beschränkung wählen kann, nimmt auch in Bayern zu. (Foto: dpa/Nicolas Armer)

01.07.2025

Weniger beschränkte Studienangebote an Bayerns Unis

Bei manchen Studienfächern entscheidet die Zeugnisnote, ob man in den Hörsaal darf. Doch die Zahl der Fächer, die man ohne jede Beschränkung wählen kann, nimmt auch in Bayern zu

Die Zahl der ohne Beschränkungen frei belegbaren Hochschulangebote in Bayern nimmt weiter zu. Nach einer neuen Studie sind sieben von zehn Studienangeboten im bevorstehenden Wintersemester 2025/26 im Freistaat ohne Zugangsbeschränkung. Bayern liege damit im Vergleich der Bundesländer im Mittelfeld, teilte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) mit.

Laut der Untersuchung liegt der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote in Bayern aktuell bei 30,3 Prozent - der Bundesdurchschnitt ist 32,5 Prozent. Im Jahresvergleich sank die bayerische Quote um nahezu zwei Prozentpunkte. "Der höchste Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote aller Fächergruppen findet sich in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften (36,9 %), der niedrigste in den Sprach- und Kulturwissenschaften (16,7 %)", berichtete das CHE über das Angebot im Freistaat. Die medizinischen Fächer, die bundesweit zulassungsbeschränkt sind, wurden in der Studie gesondert untersucht.

Zahl beschränkter Fächer nimmt ab

Bundesweit ist der Anteil der zugangsbeschränkten Studiengänge seit Jahren rückläufig. Bei den Bundesländern gibt es große Unterschiede. In Berlin, Baden-Württemberg und Hamburg ist jedes zweite Angebot beschränkt. Am anderen Ende liegen Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen mit Beschränkungen bei nur 17,4 bis 18 Prozent der Angebote.

Bundesweiter Spitzenreiter der Hochschulorte mit den meisten zugangsbeschränkten Angeboten ist auch in diesem Jahr Garching bei München - dort bietet die Technische Universität der Landeshauptstadt Studiengänge an. In Garching werden die Plätze allerdings nicht nur nach Abitur- oder Bachelornote vergeben.

Letztlich überprüft die Uni die Eignung der Bewerber nach verschieden Kriterien. Wer den Test besteht, kann dann auch in Garching studieren - die Zahl der Plätze ist nicht limitiert. Am anderen Ende der Tabelle steht in Bayern Erlangen. Dort sind nur 5 Prozent der Angebote beschränkt. (dpa)

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